“Was ist, ist. Was nicht ist, ist möglich. Nur was nicht ist, ist möglich.”

Den tollen Spruch habe ich mir natürlich nicht selbst ausgedacht, sondern es ist der Refrain eines Lieds der Einstürzenden Neubauten. Hier in der legendären Performance 2004 im schon lange abgerissenen Palast der Republik – Link

Diese Textzeile begleitet mich schon länger und immer, wenn ich unzufrieden oder unglücklich oder auf dem Sprung war – möglichst laut hören und weiter ging es.

Für mich geht es jetzt definitiv weiter: ich hatte gestern meinen letzten Arbeitstag bei E.ON und nach genau 30 Jahren, 2 Monaten und 24 Tagen kann ich mein Leben neu sortieren.

Ich bin von sehr vielen Menschen gefragt worden, was ich denn jetzt vorhabe, Pläne und so weiter. Meine Antwort hat fast alle sehr erstaunt: ich plane nichts. Ich möchte weder drei Monate irgendwo herumreisen noch ins Ausland ziehen, ich brauche auch keine neuen zeitraubenden Hobbys und so weiter. Und vor allem möchte ich so schnell nicht wieder arbeiten, mal sehen, ob und wann mir langweilig wird.

Insgesamt trifft aber dieser schöne Satz, an dessen Quelle ich mich leider nicht erinnern kann, genau zu:

“Ich bin zufrieden mit dem, was ist, und dann gestalte ich etwas, dass ich mir wünsche.”

Und als erstes lasse ich auf mich zukommen und schaue, was ich mir eigentlich wünsche. Es gibt ein “Projekt Irit”, das noch nicht so richtig rund ist. Auf jeden Fall werde ich mich vermehrt um mich kümmern, nicht zuletzt auch in Sachen Gesundheit. Ich werde berichten, wenn ich zufrieden damit bin oder auch auf gutem Weg.

Erstmal macht meine jüngere Tochter 2023 Abitur, meine große Tochter zieht im August aus (sehr merkwürdige Vorstellung) und ansonsten gibt es auch noch einiges zu erledigen. Und das kann ich jetzt in aller Ruhe machen.

Wie findet ihr mein neues Design???

Ich war mit dem letzten nicht mehr zufrieden, es war teilweise schlecht programmiert (Menü auf dem Handy und noch mehr) und mir war auch zu viel unüberschaubarer Programmierschnickschnack dabei. Das neue Design ist sehr straight programmiert und auch für die neue WordPresstechnologie gemacht. Muss man sich so vorstellen: WordPress ist das CMS oder Content Management System und eine mehr oder weniger leere Plattform, also wie z.B. Excel. Das sogenannte Theme ist dann die Exceltabelle mit Inhalten, die man nutzt. Kann halt mehr oder weniger kompliziert sein.

Zur Orientierung:

  • auf dem Rechner / Notebook: oben rechts findet ihr die einzelnen Beitragskategorien (jetzt auch sehr übersichtlich sortiert), den Mailbutton und die Suchfunktion.
  • auf dem iPad / Handy sind diese Sachen in einem Menü einsortiert, damit es auch hübsch aussieht
  • Kommentare: da die Seitenleiste weg ist, gibt es gleich zwei neue Orte: ihr könnt im Menü auf Kommentare klicken, dann habt ihr sofort den Überblick. Oder ganz nach unten scrollen, dort sind sie auch nochmal
  • alles andere ist aus der Seitenleiste nach unten gewandert

Wie immer verwende ich keine Google Fonts, tracke eigentlich nichts und wer die Einbindungen von Pinterest nicht möchte, kann das bei den Cookies entsprechend abwählen.

34 Kommentare

Moin Irit, ich wünsche Dir einen wunderbaren neuen Lebensabschnitt und viel Spaß beim Neugestalten.
Mir gefällt das neue Design gut, ich hatte aber auch vorher nix zu meckern 😉
Viele Grüße, Claudia

Das neue Design ist sehr schlicht? Ich sehe Text auf rosafarbenem Hintergrund, sonst nichts. Kann aber auch an meinem Fort-Knox-mäßig aufgrüsteten Firefox liegen!

Wenn ich auf die Startseite gehe, sehe ich auch Bilder. Also stimmt das wohl alles so. Ich mag es ja, wenn es nicht so überladen ist – sehr angenehm!

Liebe Irit,
ich bin seit 24. Juni 2021 in der Pension. Ich wurde Monate zuvor schon gefragt, was ich zu tun gedenke. Meine Antwort darauf: “Atmen. Und schauen, was passiert. Ich genieße meine Pension in vollen Zügen. Klar, gibt es auch einzelne, ödere Tage. Aber war das nicht auch im Berufsleben so? Wenn ich Bilanz ziehe, dann finde ich mich absolut auf der Sonnenseite des Lebens 🙂 Alles Gute für deinen neuen Lebensabschnitt und liebe Grüße! Ingrid

Liebe Irit,
schön geworden, gefällt mir soweit gut 👍
Zuerst dachte ich, wie im Supermarkt, wenn wieder mal umgeräumt wurde, aber ist sofort verflogen 😁
LG Maggy
Leider komme ich mit Kontrasten nicht so gut klar, vielleicht geht es anderen auch so? Die großen Überschriften sind ok, aber die kleine Schrift des Textes ist schwer zu lesen, wäre schön, wenn du sie bitte etwas dunkler machen könntest.
Auf meinem iPad zicken die Menüs, der Text macht etwas anderes, als der Pfeil nach unten.
Wenn man alleine lebt, dann kann man machen, was man will, das ist sicher sehr leicht. Wenn man in einer Partnerschaft lebt und der Partner dann plötzlich auch zu Hause ist, dann gestaltet sich alles schwieriger. Man kann nicht alles haben. 😁

alles halb so wild, ich bastele in der nächsten Woche noch etwas an der Schrift (vielleicht auch einfach etwas fetter, das ist mir jetzt auch aufgefallen)

Zum Menü: wenn du auf den Pfeil klickst, klappt es auf. Auf das Wort klicken und es passiert sofort etwas

Nett, dass du dich darum kümmern möchtest, liebe Irit. Ich glaube, dass fetter nicht viel bringt, schwärzer wäre sicher besser. Weil, wenn man den Blaufilter eingeschaltet hat, dann verblasst es noch mehr. Bei Seiten mit schwarzer Schrift, ist das nicht so.

PS: „nichts zu machen“ ist ja auch ein Plan. Merkel hat es ja auch so geplant und ist 6 Monate erstmal völlig abgetaucht und will jetzt erst weiter sehen.

Meine Generation soll 45 Beitragsjahre (Ausbildung und Studium wird angerechnet) beisammen haben um keine Rentenkürzung zu erhalten.
Aktuell vor 67 und das wird sicherlich noch angehoben, keine Regelrente.
Ist diese kürzere Spanne bei dir durch Alterteilzeit (sei es Blockmodell oder 50% 50%), Betriebsrente oder eine dritte Lösung entstanden?
Für alle die länger arbeiten wünsche ich gutes Durchhaltevermögen und gute Gesundheit.

Ich habe jetzt 46 Arbeitsjahre hinter mir und muss noch 1,5. ich bin jetzt aber auch fertig. Ich habe gearbeitet, seit ich 16 bin, ich will auch raus.

Liebe Irdia, wenn du bereits 46 Jahre hast, warum musst du noch länger arbeiten? Ich dachte, dass volle 45 Jahre reichen?
Ich stelle mich schon auf 69 ein, normal ist das aber nicht. In anderen EU Ländern zahlt man nicht Steur auf die Rente und man zahlt nichts für die Krankenversicherung. In Deutschland ist alles ausgelegt, direkt aus dem Büro zum Bestatter zu kommen…

Weil diese Rente mit 63 (und 45 Arbeitsjahren) vor paar Jahren war, danach wurde schrittweise angehoben, ich bin dann 64 und paar Monate. Als ich zu arbeiten begonnen habe, ging man als Frau mit 60 in Rente, noch lange. Seit ich 60 wurde, ist mein innerer Wecker abgelaufen und wir in dem Alter werden reihenweise abserviert. Ich würde auch lieber den Jungen Platz machen, darf aber noch nicht. Es ist nicht, dass ich nicht gern arbeite, aber mein Inneres möchte gern mit dem Enkel spielen, so lange er klein ist, meine Tochter etwas entlasten. Wenn ich in den Ruhestand gehe, kommt er schon in die Schule. Ich bedauere das wirklich.

Das verstehe ich sehr gut. Mein Jahrgang wird – das wird nochmals angehoben, weil Rentenkasse leer ist (geplundert) und man erreichen will, dass die meisten mit 67 Frührentner sind, nur so ist das zu finanzieren – mit 69 in die Rente gehen. Ob ich mit 70 noch Fernreisen will und was überhaupt noch geht, mal schauen. Die meisten mit körperlichen Jobs werden dann zwangläufig komplett durch sein. Wer so mit seinen Rentner umgeht darf, hat wohl jede Idee von würdevoll alt sein verworfen.

nun ja, ich fände es etwas merkwürdig, wenn meine Kinder fidele 60-Jährige “aushalten” müssten. Bei der derzeitigen Lebenserwartung von 85 oder mehr Jahren hieße das ja im Umkehrschluss, dass man 30 bis 40 Jahre arbeitet und dann 25 bis 30 Jahre Rente bezieht. Da müsste man den Rentenbeitrag wohl ein bisschen anheben für eine Finanzierung.

Die Rentenkasse ist nicht geplündert, es ist ein Umlagesystem. Das Problem ist, dass es nicht genügend Kinder gibt, um das Ganze zu finanzieren und sich keiner rechtzeitig darum gekümmert hat, obwohl die demographische Entwicklung ja lange bekannt war. Genau dasselbe wie jetzt das Geschrei nach den Arbeitskräften, weil die geburtenstarken Jahrgänge allmählich in Rente gehen. Es traut sich keiner ran.

Hallo Irit,
die Rentenkasse ist teils geplündert. Das ist ein Fakt, dazu findest du ausreichend seriöse Quellen online, Interviews und Studien, auch Konzepte wie man die Situation löst gibt es seit 20-30 Jahren, interessiert aber keinen.

„nun ja, ich fände es etwas merkwürdig, wenn meine Kinder fidele 60-Jährige “aushalten” müssten.“

Das mit Kinder und aushalten mit 60 habe ich nicht verstanden. Ich finde es beschämend für die Politik eines Landes, wenn man mit 69?!?! in die Regelrente darf. Nicht alle haben ja Bürojobs und letzendlich wird man mit 68 Frührentner mit Abzügen. Ich will jetzt keine Links setzen, aber die Plünderung fand durch Optionsanleihen an Großfirmen (VW, Audi, Siemens, BMW, etc.) ohne das jemals eine Rückzahlung stattgefunden hat ?!?, durch massiven Sozialbetrug, durch üppige Pensionen von Personen die nie ein Cent eingezahlt haben usw. statt. Wenn du mit Begriffen Rentekasse geplündert googelst, findest du genug Quellen.

Zitat aus einem Stern Artikel:
“Dass sie selbst keinen Cent in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, hält Politiker nicht davon ab, in diese Kasse zu greifen, wenn sie Geld brauchen. Sie bezahlen von den Beiträgen der Versicherten Dinge, die eigentlich alle Steuerzahler berappen müssten, wie die Mütterrente oder die Angleichung der Renten von Ruheständlern in Ost und West zum Beispiel. Die Hälfte des Geldes, das dafür benötigt wird, soll aus der Rentenkasse kommen. Die andere Hälfte zahlt der Steuerzahler. Bedeutet im Klartext: Die Beitragszahler schultern die Hälfte aus der Rentenkasse, also die abhängig Beschäftigten in diesem Land, die Zwangsmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Warum? Das sind doch Folgekosten der deutschen Einheit, die eigentlich von allen Steuerzahlern getragen werden müssten, also auch von Beamten, Abgeordneten und allen Selbstständigen.

Geburtenrate ist an sich gar kein Problem, wie Beispiel Japan und andere Länder belegen. Man hätte vor 30 Jahren entscheiden müssen, das Geld sinnvoll anzulegen, anstatt bei vollem Bewusstsein auf die Katastrophe zu steuern.

„Lebenserwartung von 85 oder mehr Jahren hieße das ja im Umkehrschluss, dass man 30 bis 40 Jahre arbeitet und dann 25 bis 30“

45 Beitragsjahre sind derzeit vorgesehen.

Magst du uns verraten mit welchem Modell gehst du so früh in die Rente? Hat dein Arbeitgeber dafür etwas bereit gestellt? Ich hätte es nicht direkt angesprochen, aber du schreibst darüber öffentlich.

Das neue Design ist toll und ich liebe den rosanen Hintergrund 💕

Ist das jetzt eine (längere) Auszeit, die du nimmst um irgendwann wieder zu arbeiten, oder hast du der Arbeitswelt endgültig den Rücken gekehrt?
Ich hatte ursprünglich mal verstanden, dass es endgültig sein soll, aber hier lese ich heraus, dass du irgendwann doch wieder arbeiten möchtest.

Wie auch immer, ich wünsche dir eine schöne „planlose“ Zeit – nichts muss, alles kann. Geniesse es 🙂

nachdem ich diverse Angebote hatte, überlege ich in der Tat, ob ich nächstes Jahr oder so vielleicht als Freelancer 2-3 Tage die Woche arbeite. Mal sehen, noch nichts konkretes. Aber IT-Projekte “jucken” mich dann ja doch….

Erdbeerjoghurt?! 😁

“Was jetzt ist, ist genug.” — Dieser Satz ist mir unlängst in den Kopf gefallen. Ich sag ihn mir immer, wenn ich wieder mal das Gefühl habe, dass irgendwas passieren sollte. Und entspanne mich augenblicklich…

Liebe Irit ,
Du wirst deine neue Zeit genießen . Ich habe mich im September 2021 aus unserer Firma rausgezogen und bin auch sehr happy darüber nach 35 Jahren Arbeit . Muß zwar manchmal noch etwas aushelfen, aber ins Büro fahre ich nicht mehr und das ist schon mal sehr viel Wert.
Ich bin mit meinem Hund Haushalt und 5 x die Woche Sport trotzdem ausgelastet . Bin gespannt was du in Zukunft so berichtest
Das neue Design finde ich sehr schön

An das rosa muss ich mich erst gewöhnen 😂 Ansonsten gut zu lesen – aber ich hatte gegen das alte Layout auch nichts zu meckern.
Für die Vielschreiber unter uns: kann man das Kommentarfeld evtl. ein bisschen grösser machen? Sonst muss man so rauf- und runterscrollen, wenn man noch mal durchlesen will, bevor man auf Senden drückt….

Hallo Irit,
finde das neue Design sehr gut!
Genieße das Nichtstun, alles andere kommt mit der Zeit und dein Projekt „Irit „ finde ich super!

Hallo Irit,
auch ich wünsche dir eine wunderbare planlose Zeit.
Ich gehe am 01.12. in Rente mit 64 1/2 Jahren. Ich habe einen sehr stressigen Job mit 2x Burnouts. Musste aber weitermachen. Habe gerade Urlaub und stelle mir immer wieder vor, dass ich den nächsten Sommer immerzu “Urlaub” habe – herrlich!!!
Was ich mich allerdings zunehmend frage: Wie soll ich mit meiner ungekürzten Rente von ca. 1300 Euro netto die explodierenden Betriebskosten und Stromkosten bezahlen?
Habe gerade meine Betriebskostenabrechnung bekommen und muss 540€ nachzahlen. Miete steigt entsprechend. Gut dass ich noch mein Urlaubsgeld habe. Meinen Pensionsfonds lasse ich mir als Einmalzahlung geben. Freue mich schon auf die Besteuerung!
Mehr als im Halbdunkel, kaum Duschen mit lauwarmen Wasser und in den dicksten Pullovern verharren, geht ja kaum.
Bin also verunsichert, wie es in der Rente weitergeht.
Trotzdem zähle ich die Tage rückwärts mit einer Countdown-App.
Bin immer gern Gast bei Dir und Euch.
LG
Birgit aus Berlin

Ich finde das neue Design sehr schön, wenn man das Handy ein bisschen nach hinten kippt ist der Hintergrund weiß, erhöht den Kontrast. Thema Geld im Alter ist gut, ich gehe nicht davon aus dass ich mit 67 aufhören kann zu arbeiten, sonst gibt es entweder Miete oder was zu essen…
Als Freelancer wieder was zu machen überlege ich mir auch gerade, die tagessätze sind ja ordentlich in die Höhe geschnellt in allen Branchen wegen fachkräftemangel, könnte sich lohnen wenn ich alte Netzwerke wiederbeleben kann.

Bevor ich in Rente gegangen bin, habe ich mir nach 47 Jahren eine ruhige Zeit für mich vorgestellt. Es ist nicht so gekommen. Ich habe fast den gleichen Stress wie vorher. Bin einfach in vieles „reingeschlittert“ das ich jetzt nicht mehr von mir weisen kann. Ich kann nur jedem raten, sich einige Monate Zeit zu geben und genau zu überlegen welche Projekte, ob privat, ehrenamtlich oder nebenberuflich man noch „bespielen“ möchte.

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