Wie war 2021? Ohne jammern und klagen.

Zugegeben: aus diversen aktuellen Gründen war das für mich nicht die leichteste Übung – aber man wächst mit den Aufgaben und von meiner Meinung, dass das Glas halbvoll ist, lasse ich mich auch nicht abbringen. Und wenn man erstmal anfängt, findet sich dann doch eine ganze Menge!

Provence und Djerba

Wie immer war es in der Provence herrlich – Sonne, gutes Essen, Wein und das Leben genießen. Herrlich.

Noch erfreulicher war es, dass wir endlich wieder nach Djerba konnten. Zwar kürzer als wir es uns gewünscht hätten – aber ich will nicht meckern. Es war so schön, wieder im Meer zu schwimmen, alte Bekannte zu treffen und einfach den Tag (und die abendlichen/nächtlichen Partys) zu genießen.

Extraplus: habe zum ersten Mal ein Langhantelworkout gemacht und war total begeistert. Ich habe mir schon einen Fitnessclub bei mir in der Nähe gesucht, der das auch im Angebot hat. War aber noch nicht da, weil ich zuerst fünf Wochen krank war und momentan auch blöd. Aber das wird.

Weniger Arbeit

Dieses Jahr habe ich weniger gearbeitet als in den letzten fast dreißig Jahren. Ich wusste nicht mehr, wie schön es ist, nachmittags um halb vier den Rechner zuzumachen. Und viel mehr Zeit zu haben.

Fleissige Töchter

Meine große Tochter hat ein Superabi hingelegt (1,0), meine kleine Tochter ist auch durchgestartet und auf Kurs für ein Superabi. Die Beiden sind groß geworden und abgesehen von kleineren Reibereien einfach die allertollsten Töchter überhaupt.

Gute Freunde

Was würde ich ohne meine liebste beste Freundin machen. Neben dem Spaß, den wir zusammen haben, unterstützt sie mich momentan sehr.

In diesem Jahr habe ich auch wieder mehr Kontakt mit lieben alten Freunden gehabt und es ist schön, wenn man jemanden einfach schon 45 Jahre kennt und nicht immer alles mögliche erklären muss.

Last but not least: der tolle Mann

Manchmal kann ich immer noch nicht glauben, WIE toll diese Beziehung ist. Und es wird nicht doof, langweilig oder anstrengend. Nein, es ist einfach toll. Auch, wenn ich schlecht gelaunt oder müde oder fertig bin. Ein Geschenk.

So, wenn ich es mir recht überlege – es war ein gutes Jahr.

Und nun ihr: was war einfach gut in 2021?

19 Meinungen zu “Wie war 2021? Ohne jammern und klagen.

  1. Hallo zusammen!
    Erschreckend!!!!
    Niemand schreibt etwas.
    Ich auch nicht wirklich.
    2021 ohne jammern und klagen, geht nicht bei mir.
    Ich bin ein sehr positiver Mensch, aber dieses Jahr hat mir, wie den Meisten auf unterschiedlichen Ebenen, einfach zu viel abverlangt.
    Es gibt einige schöne Momente und Erlebnisse, aber grundsätzlich würde ich dieses Jahr gerne streichen.
    Ich möchte positiv in die Zukunft blicken und versuche weiterhin die Freude nicht zu verlieren.
    Ich MÖCHTE gar nicht jammern.
    Ich möchte einfach mein Leben zurück.
    Ich wünsche allen schöne und besinnliche Weihnachten!
    Liebe Grüße

  2. Gut war in diesem Jahr, daß ich nicht mit Corona krank wurde. Auch nicht mein Mann, Mitarbeiter und Freunde.
    Ich finde solange man gesund ist, ein Dach über dem Kopf hat, genug zu essen und zu trinken hat, ein paar gute Freunde und natürlich einen tollen Mann hat kann man durchaus zufrieden sein. Was will man mehr?
    Viele Grüße

  3. Glückwunsch an die Tochter zu dem tollen Abi – wirklich eine beachtliche Leistung! Wünsche trotz der Umstände allen erholsame Weihnachtstage – macht es euch so schön wie möglich..

  4. Bei uns war es ein relativ “normales” Jahr. Mein Schwiegervater starb im April nach 6-7 Jahren Alzheimer was meinen Mann sehr mitgenommen hat. Ansonsten sind alle gesund. Wir gehen strikt nur mit Maske aus dem Haus, sind alle dreifach geimpft, und bewegen uns so durchs Leben. Es gab ein Paar tolle Wochenenden in Washington, DC (eine Stadt die mir sehr ans Herz gewachsen ist) grosse Reisen blieben aber aus. Na ja, so ist es jetzt halt. Ich denke das Leben hat sich für immer geändert…ich versuche das allerbeste daraus zu machen!

  5. Na gut, als einzigste wollte ich nicht schreiben. 🙂 Etwas gutes kann ich zu diesem Jahr allerdings auch nicht sagen. C. hat damit nichts zu tun.

  6. Zugegeben, ich hatte schon bessere Jahre, aber so schlimm war 2021 dann auch nicht. Wir sind in eine viel schönere Wohnung umgezogen. Einen kleinen Urlaub gab es auch, wenn auch leider nur an die Ostsee. Unserem Hund, der 2020 zwei schwere Operationen überstehen musste, ging es meistens ganz gut. Meine enge Familie ist gesund geblieben. Das ist doch schonmal was 🙂
    Ich wünsche schonmal schöne Feiertage, man liest sich
    die Alex

  7. Tja, da sitzt man und grübelt was es denn Gutes in diesem besch…enem Jahr gab und dabei denkt man gar nicht daran das es so viele Dinge gab die man als selbstverständlich ansieht oder die man als nicht wichtig genug nimmt um sie aufzuschreiben.
    Ich/wir sind geimpft…gesund…haben ein gemütliches Zuhause…die Verwandschaft ist gesund…Arbeit ist ok im Homeoffice…und so weiter.
    Unser altes Leben gibts nicht mehr und wir müssen uns nun umgewöhnen. Ist nicht einfach,aber es wird schon werden.
    Irgendwie geht’s doch immer weiter😊
    Ich wünsche allen hier schöne Feiertage und für das nächste Jahr nur das allerbeste!🍀

    Es gibt drei Dinge im Leben die niemals zurückkehren;
    das Wort, die Zeit und die versäumte Gelegenheit…
    Es gibt drei Dinge im Leben die dich ruinieren können:
    die Trägheit, der Stolz und die Eifersucht…
    Es gibt drei Dinge im Leben die du nie verlieren solltest…
    die Geduld, die Hoffnung und die Ehrlichkeit…
    Es gibt drei Dinge im Leben die kostbar sind:
    die Familie, die Liebe und die Freundschaft…

    Liebe Grüße, Claudia
    (das Gedicht ist nicht von mir 😉)

  8. Also ich würde dann mal aus der Reihe schlagen. Für mich war es ein großartiges Jahr. Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren nach 20 jähriger Beziehung getrennt, habe eine neue Beziehung, die sich mittlerweile zu einer offenen Beziehung entwickelt hat, was ich einfach ganz großartig finde und was auch wirklich sehr gut funktioniert. Ich habe einfach das Leben genossen, war wieder richtig feiern, Nächte durchtanzen usw. Mein Sohn ist jetzt knapp 17, die Pubertät ist eigentlich überstanden, er fängt zum Sommersemester neben der Schule ein Mathematik Studium an. corona hat mich nun doch noch erwischt, zwei Wochen vor dem Booster, ich bin jetzt seit Wochen krank aber es geht aufwärts.
    Liebe Grüße an alle in die Runde und alles Gute für deine Mutter Irit!

    1. Rosalili, du machst mir Mut. Ich knabbere noch an der Trennung von meinem Mann, die mir dieses Jahr fast den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Deshalb fällt es mir schwer, etwas positives zu schreiben. Aber zumindest weiß ich jetzt, wer meine wirklichen Freunde sind, und, dass ich viel stärker bin, als ich gedacht habe. Das Leben geht weiter…

      1. Das kann ich gut verstehen, vor allen Dingen nach einer langen Beziehung. Ich lebe Gott sei Dank in einer Großstadt, in Berlin, da ist es alles einfacher, man hat viel Ablenkung. Und, das mag jetzt blöd klingen, aber ich habe über tinder wirklich einige tolle neue Menschen kennengelernt, einfach neue Kontakte, nicht Sex bezogen. Ich habe mich nach der Trennung für la dolce vita entschieden, ich will noch mal richtig leben, ich bin jetzt 53 so viele gute Jahre, in denen ich Nächte durchtanzen kann, werden es wohl auch nicht mehr sein 😉

        1. Dann sind wir etwa gleichaltrig. Ja, lange Beziehung war es bei mir auch.
          Ich habe gerade auch keine Lust auf eine neue Partnerschaft, ich entdecke stattdessen, wie viel Spaß man auch alleine oder mit guten Freundinnen haben kann. Zudem habe ich Beruf und Hobbys, die mir sehr viel Freude bereiten.
          Mich hat nicht die Trennung an sich aus der Bahn geworfen, sondern die verlogene und feige Art und Weise in der sie durchgeführt wurde.
          Berlin ist eine meiner liebsten Städte, da bin ich eigentlich jedes Jahr mindestens einmal!
          Wünsche dir und allen anderen hier schöne Weihnachten!

          1. Ja, die Art und Weise einer Trennung ist oftmals sehr unschön. Aber das klingt doch schon mal ganz optimistisch. Wir sollten mal ein Treffen in Berlin machen, könnte ja lustig werden.

  9. Auch ich kann mich nicht beklagen, meine Familie ist gesund und geboostert. Meine seit 12 Jahren mit Depressionen gebeutelte Tochter ist schon eine ganze Weile stabil. Ich habe seit 31 Jahren einen tollen Ehemann und einen Job, den ich mag. Sogar meine Mutter ist im großen und ganzen umgänglich und friedlich.
    Ich wünsche euch Allen schöne Feiertag
    Liebe Grüße Lisbeth

  10. Ihr Lieben und natürlich liebe Irit,
    ich (36) lese schon lange mit, schreibe hier aber nun zum ersten mal etwas.

    Ich hatte 2021 für mich zum Jahr der Veränderung erklärt. Fest vorgenommen hatte ich mir und es auch in der ersten Jahreshälfte umgesetzt:
    – in eine andere, größere und viel günstigere Wohnung umziehen, die auch noch näher an meiner Arbeitsstelle ist
    – Hybrid Brows: Augenbrauen nachzeichnen lassen in einer Kombitechnik aus Microblading und Permanent Make-Up. Nicht ganz günstig, aber das Ergebnis ist super
    – Zähne bleachen lassen – war ein sehr schwaches Bleaching und man sieht so gut wie nichts. Da will ich nächstes Jahr nochmal ran

    Dann kam im Juli die Großbaustelle. Hatte ich mir nicht zwingend für dieses Jahr vorgenommen, es dann aber doch durchgezogen: Ich leide an einer beidseitigen Hüftdysplasie und habe mich an der rechten Seite einer periazetabulären Osteotomie unterzogen. Die Hüftgelenkspfanne wurde ausgesägt und neu positioniert, sodass der Gelenkskopf besser überdacht ist, und mit drei Schrauben befestigt. Habe es in einer 700 km entfernten Uniklinik machen lassen, wo es dafür ein minimalinvasives Operationsverfahren gibt, und es musste nur ein Schnitt vorne gemacht werden. Dennoch war es ein großer Eingriff. Hätte ich ich noch mehrere Jahre gezögert, würde ich möglicherweise mit Mitte Vierzig künstliche Gelenke brauchen. Die linke Seite ist auch noch dran, wahrscheinlich in zwei bis drei Jahren. Die ersten sechs Wochen zu Hause war ich auf einen Pflegedienst angewiesen. Das war schon hart, so hilflos zu sein.
    Jetzt gerade bin ich in der Rehaklinik und laufe beschwerdefrei und hinke so gut wie nicht mehr. Sofort im Anschluss an die OP war die Reha noch nicht möglich, dafür musste ich erst Vollbelastung erreichen. Leider hat sich der Kostenträger mit der Bearbeitung des Rehantrages unglaublich viel Zeit gelassen, ich hätte es gerne schon wesentlich eher gemacht. Naja. Aber ich bereue bisher nichts.
    Ich war dieses Jahr nicht im Urlaub, werde aber im Januar für fünf Tage nach Lissabon reisen, worauf ich mich riesig freue.

    Verändrung gab es auch bei meiner Beziehung. Ich hatte mich von ihm nach ca. vier Jahren Fernbeziehung getrennt, weil unsere Bedürfnisse, Wünsche und Ansichten wirklich grundverschieden sind und wir in vielerlei Hinsicht keine Basis finden. Aber es ist daraus eine On-Off Beziehung geworden, weil wir uns nicht voneinander losreißen können, und wir beide ohnehin sehr einsame Menschen sind. Ich genieße die Momente der Geborgenheit, glücklich bin ich mit der Situation allerdings nicht… es dreht sich leider ziemlich im Kreis.

    Ich bin bisher von Corona verschont geblieben und bin froh, dreifach geimpft zu sein. Ich arbeite als Festangestellte in einem Theater unter städtscher Trägerschaft und habe zum Glück keine finanziellen Einbußen gehabt, dennoch macht mich das eingeschränkte kulturelle Angebot traurig.

    Euch allen schöne Weihnachtsfeiertage, lasst es euch gutgehen!

    Liebe Grüße
    Bella

  11. Es ist toll, wie positiv hier viele denken und handeln.
    Unser altes Leben wird es wohl nicht mehr geben, aber ich bin auch dankbar für das was ich jetzt habe.
    Neu entdeckt haben mein Mann und ich im Lockdown unsere nähere Umgebung. Mit Rucksack, Brotzeit und Sitzkissen ging es auf zum Wandern oder Radfahren. Das tat so gut in diesen unwirklichen Zeiten! Es muss nicht immer der große Urlaub oder eine feudale Einkehr sein. Man kann auch eine Rastbank mit guten Gesprächen, ein paar Sonnenstrahlen und einem Schluck Wein genießen.

  12. 2021 war das Jahr des Aufräumens und Loslassen in persönlicher Hinsicht, nachdem ich letztes Jahr wegen Corona das ganze Haus aufgeräumt habe, buchstäblich vom Dach bis in den Keller. Dieses Jahr habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen und Wünschen getrennt, Beziehungen bereinigt und beendet, was teils schmerzhaft und teils befreiend war. Auf ein großes Problem in meinem Leben mit meiner jüngsten Tochter habe ich leider kaum Einfluss, der, den ich habe, wurde mit voller Wucht in die Waagschale geworfen. Ich bin zufrieden, da wo ich bin, und ich freue mich auf alles, was noch kommt. Corona – nun ja, ich finde es anstrengend, es macht viele Dinge zu unberechenbar und kompliziert. Aber ein Problem für mich sehe ich darin nicht. Ich wünsche uns allen frohe Weihnachten und ein tolles 2022.

  13. Hallo,
    Ich (47 Jahre) lese schön länger mit. Und hier mein erster Beitrag zu dieser tollen Gruppe.
    *)Ich bin dieses Jahr glücklich geschieden 🙂
    *)Mir würde betriebsbedingt von einem mittelgroßen Unternehmen gekündigt und ich habe nahtlos bei einem Großkonzern eine neue Stelle bekommen.
    *) ich wurde wegen Eigenbedarf gekündigt und musste umziehen. Von 82 qm in 92 qm mit geringerer Miete und einem Homeofficezimmer.
    *) mein Sohn (2.Klasse) ist ein richtig guter Schüler.
    *) mein Sohn und ich haben beide Asthma und sind beide vor Corona verschont geblieben.
    *) mein Bruder wurde mit multiplen Organversagen ins Krankenhaus gebracht und ist dem Tod von der Schippe gesprungen. Ihm geht es wieder gut und nach so langer Krankheit kann er wieder arbeiten.
    *)Ich kann meine Arbeit auch im Homeoffice erledigen. Das mache ich auch die ganze Zeit und mein Chef hat damit kein Problem.
    *) Ich bin auch dankbar, dass wir in einem Land ohne Krieg leben.
    *) Über das Sozialversicherungssystem. *)Das ich als alleinerziehende Mutter (Wechselmodell) so viel Geld verdiene, dass es meinem Sohn und mir materiell wirklich gut geht.
    *)Das wir gesund sind.

    Life is beautiful.

    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich euch.

  14. Ein ganzes Jahr Revue passieren zu lassen, fällt mir schwer. Ich denke und lebe einfach nicht in Jahren. Ich sitze auf einem Pendel, das hin und her schwingt… auf gute Phasen folgen weniger gute und umgekehrt.

    Ehrlich gesagt, bin ich schon seit einigen Monaten ziemlich sprachlos über die Dinge, die ein Virus in unserer Gesellschaft überdeutlich sichtbar gemacht hat. Ich habe nicht das Gefühl, das — vor allem global — in nächster Zeit irgend etwas besser werden wird. Im Gegenteil: Ich glaube, von den Herausforderungen, die auf uns zu kommen, haben wir keine Vorstellung.

    Zu Weihnachten habe ich mir einen superwarmen, flauschigen Jumpsuit gekauft. Warm angezogen bin ich auf jeden Fall. Komme, was wolle… 🙂

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