Serientipp: The Blacklist

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Krimiserien, aber in den letzten zwei Monaten habe ich SEHR viel Zeit mit “The Blacklist” verbracht. Um genau zu sein, habe ich mir insgesamt sieben Staffeln mit insgesamt 152 Folgen angeschaut und mich keinen Augenblick gelangweilt. Die achte Staffel ist schon raus (leider noch nicht auf Netflix), die neunte ist bestätigt.

Die Story

Der meistgesuchte Verbrecher der USA, Raymond Reddington, stellt sich dem FBI. Und macht einen Deal, er liefert Informationen zu weiteren Schwerkriminellen – aber er spricht nur mit einer FBI-Agentin, Liz Keen.

Dann geht eine unglaublich verwickelte Story mit immer neuen Wendungen los. Keiner ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Immer, wenn man glaubt, ah, so ist es also… gibt es eine neue Wendung. Reddington ist der “Concierge des Verbrechens”, lässt Verbrecher untertauchen und ist selbst niemals gefasst worden. Und hat natürlich ein kriminelles Imperium. Sein Interesse an Liz Keen ist am Anfang rätselhaft und (so viel kann ich verraten) ist auch am Ende der siebten Staffel nicht final geklärt. Die Vergangenheit der beiden kommt Stück für Stück zum Vorschein, aber nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Es gibt aber zwei weitere Gründe, warum ich fasziniert vorm Fernseher klebe.

James Spader

Den kannte ich vorher nicht (oder zumindest nicht bewusst), aber er ist als Besetzung des eleganten “Concierge des Verbrechens” einfach phantastisch. Reddington ist ein Mann mittleren Alters, nicht besonders schön oder attraktiv – aber elegant, gebildet, charmant und eloquent. Und Spader verkörpert das perfekt. Genau wie den jähen Wechsel zur Gewalt, da sieht es sogar elegant aus, wenn er Menschen erschießt.

Die Musik

Die Musikauswahl an sich ist mir zum ersten Mal bewusst in Folge 2 aufgefallen – Sinnerman von Nina Simone. Keine gängige Serienmusik. Und das bleibt so, die langen Einstellungen, in denen man die Schauspieler nur sieht und ausschließlich Musik hört, sind unglaublich gut gemacht. Mit einer perfekten Musikauswahl. Meine Spotifylisten sind stark angewachsen.

Meine persönliche Höhepunkte:

  • Staffel 1, Folge 7, die letzte Szene. Symphony Nr. 3, 1. Satz von Henryk Górecki. Hatte ich mind. fünfzehn Jahre nicht gehört.
  • Staffel 5, Folge 8: die letzten fünf Minuten zu “Sound of Silence” von Disturbed.

Warnung

Ich übernehme keinerlei Verantwortung für zahllose Stunden vor dem TV.

14 Meinungen zu “Serientipp: The Blacklist

  1. Danke, klingt toll. In James Spader war ich in den 80ern mal etwas verknallt.
    Freut mich, dass er gerade wieder so erfolgreich ist. Ich gucke da auf jeden Fall mal rein.

    Sinnerman von Nina Simone ist mir übrigens in einer Sherlock-Serie genauso ungewöhnlich und gleichzeitig passend aufgefallen und hatte mir das gleich runtergeladen.

    Serien, bei denen mich die Musik fasziniert, sind selten geworden, das letzte Mal fiel mir das bei „The Morning Show“ (wir hatten uns extra mal dafür bei Apple plus angemeldet). Eine der besten Serien, die ich in meinem Leben gesehen habe und die immer noch so präsent ist wie beim Gucken.

  2. Schön, dass du die Serie für dich entdeckt hast 🙂 Ich habe sie, vor langer Zeit schon, gesehen und kann kaum erwarten, dass es endlich weitergeht.

  3. Du hast mich angefixt. James Spader… Da bin ich aufeinmal wieder 18 und schmachte bei “Pretty in pink” und anderen Filmen der 80er…. Ich habe Netflix nicht…. Das muss ich wohl ändern 🙂 Danke für den Tipp. Schönes Wochenende

  4. Blacklist schaue ich auch gerade ( Ende Staffel 5). Ich mag ihn schon seit den 80ern. Sehr schön auch in Boston Legal, wobei er da definitiv nicht oft genug zu sehen ist.
    Ich hoffe auf ein verregneten Pfingsten, dann kann ich weiter bingen.

  5. da schau, James Spader Fans 😉 er ist kein schöner Mann, aber wenn er in der Realität auch nur halb so charmant ist… absolut zum Verlieben!

    @Isabelle: es gibt tatsächlich diverse Webseiten zur Serie von Fans, ich habe es mir verkniffen, Staffel 8 schon vorher zu lesen

    @Iridia: worum geht es bei “The Morning Show”? Ich habe kein Apple+, das ufert aus mit den Streaming Diensten

  6. @Irit

    Es geht um eine Fernsehshow und was hinter den Kulissen passiert sowie subtiler oder offener Machtmissbrauch in einem modernen Team, es fühlt sich brandaktuell an. Die Musik ist klasse, die Schauwerte hochklassig und die Darsteller noch nie so gesehen. Jennifer Aniston ist nicht wiederzuerkennen und spielt die Rolle ihres Lebens. Guck dir mal den Trailer an. Wir hatten Apple plus nur für 1 oder 2 Monate abonniert, aber das war es wert. Wir warten fieberfaft auf die 2. Staffel, die gerade gedreht wird.

  7. …es ist mir fast ein wenig unangenehm- bin stille Leserin und habe mich schon über div. Kosmetiktipps sehr gefreut.
    Nun kommentiere ich zum ersten Mal in meinem Leben – und es geht um eine Netflix-Serie.
    Aber Pfingsten IST total verregnet und windig und The Blacklist ist eine großartige Ablenkung.
    Danke dafür – und natürlich für alle anderen tollen Reviews…
    P.S. Eine Sache würde mein Wochenende noch besser machen :
    Dank Dir liebe Irit bin ich angefixt gewesen : Radiant Night Peel – dass es ja leider nicht mehr gibt-gibt es eine Alternative aus Deiner Sicht?
    P.C. war es für meine Haut leider nicht…
    Euch allen noch schöne Pfingsttage!

    1. tja, das Radiant Night Peel. Ehrlich gesagt schwierig, so einen richtigen “Ersatz” habe ich auch nie gefunden – ich habe früher BHA benutzt und dann eben als drei Wochen Kur das Radiant Night Peel. Mittlerweile benutze ich am liebsten BHA, PHA und AHA im Wechsel. Aber vielleicht hat eine andere Leserin einen Tipp?

  8. Ich geb mich grad der fünften Staffel von ‘Outlander’ hin… wenigstens im fiktiven Leben will ich schöne Männer kucken, wenn die in meiner Altersklasse schon genauso schrumpeln wie ich. 😆

    Ein klasse Mann ganz anderer Art und schauspielerisches Vergnügen pur: Alan Tudyk in ‘Resident Alien’!

  9. Ich musste gerade schmunzeln, denn wir schauen die Serie aktuell auch, sind mitten in Staffel 7. James Spader ist perfekt gewählt für die Rolle.
    Manche Folgen fand ich etwas lahm, aber diese „Füllfolgen“ gibt es in den meisten Serien.

  10. Danke für den Tipp. Habe mir ein paar Folgen nun auch angeschaut und was soll ich sagen? I am hooked. Mich stört die Frisur von Agent Keen massiv (Hollywood Poofy) und manchmal nervt sie mich mit ihrem naiven Dackelblick aber Reddington macht alles wett 😂. Ich schaue mir die Serie im Original an, seine Sprüche sind klasse.
    Grüßle aus dem Südwesten

  11. Liebe Irit,
    ich bin durch unsere Tochter zu der Serie gekommen und es tatsächlich so: Reddington ist nicht schön im wohlgefälligen Sinn, sondern hat Charme. Ich mag das meist lieber als dieses Gelackte. Deshalb hast du Recht: Die Serie ist eine Empfehlung wert.
    Immer.
    Liebe Grüße
    Nicole

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