Corona-Update: wie geht es euch? Und ein paar Gedanken

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Diese Woche beginnt ein vorsichtiger Restart und so insgesamt werden wir wohl alle lernen müssen, mit Corona zu leben. Das geht bei einigen besser als bei anderen – was nicht zuletzt mit den wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns zu tun hat. Ich habe Schwierigkeiten, die richtigen Worte dafür zu finden. Ich wünsche euch allen, dass ihr gesund und halbwegs glimpflich durch diese Krise kommt.

Ich weiß nicht, ob hier viele Mütter oder Eltern von kleinen Kindern lesen – euch wünsche ich auf jeden Fall starke Nerven und die Möglichkeit, jobtechnisch am Ball zu bleiben.

Kommen wir zu den unmittelbaren Auswirkungen

Bezogen auf den Blog sehe ich auch ganz unmittelbar die Auswirkungen: hat jemand die letzten Tage mal auf den Shop von Beyer & Söhne geschaut? Es ist praktisch nur noch das Dayshade da, alles andere kommt hoffentlich Mitte Mai wieder. Das wird mehr oder weniger auf einige lieb gewonnen Produkte zutreffen, denn es wird in kleinen Chargen produziert. Dahinter steckt jedoch ein komplexer logistischer Prozess. Und wie anfällig die Prozesse in einer globalisierten, kostenoptimierten Welt sind, das sehen wir gerade.

Nicht, dass wir uns da falsch verstehen: die Beyers sind mit Sicherheit keine gierigen Kapitalisten, die noch den letzten Cent überall herausquetschen. Aber wenn Kapazitäten für eine Produktion z.B. für Desinfektionsmittel gebraucht werden – gibt es halt keine Creme. Oder wenn bestimmte Inhaltsstoffe einfach nicht in Deutschland ankommen.

Bei Teoxane gibt es auch einige Produkte nicht mehr, u.a. zwei meiner absoluten Lieblinge, das RHA Serum und 3D Lip. Bei HighDroxy werden wir noch etwas länger auf die große Flasche des Hydrosprays warten müssen – aber dafür kommt der Calm Cleanser (endlich) wieder. Und so weiter. Das soll aber niemanden hindern, munter die Lager „meiner“ kleinen Unternehmen leer zu kaufen, s. auch Rabatt bei Cicé unten auf der Website und wer sich dauerhaft in die Velo-Seren verliebt hat, sollte das auch im Auge behalten. Ich wollte mir endlich etwas bei Geek & Gorgeous bestellen – alle Seren ausverkauft. Dann gab es doch wieder etwas und ich überlege immer noch, was genau bestellen… Und so weiter und so weiter. Schwierige Zeiten für Skincarefreaks.

Überhaupt der weltweite Warentransport

Ich komme mir ein bisschen vor wie um das Jahr 2000 herum. Damals habe ich mir monatlich die Allure am Bahnhof besorgt, rauf und runter gelesen, all die schönen Dinge bewundert und wusste haargenau, dass ich sie einfach nicht kaufen kann. Zeiten vor Onlineshopping. Ich erinnere mich an einen Ausflug mit einer Bekannten nach Stuttgart, um endlich Calvin Klein Makeup sehen, ausprobieren und kaufen zu können. Endlos lange Listen bei meinen zwei Urlauben in Florida 2001 und 2003. Immer noch für einen Lacher gut: ich hatte einen Kollegen, der dienstlich in London war, zu Harrods geschickt, um mir Orgasm von NARS zu kaufen.

Und der ewig unvergessene Zwischenstop in Paris auf dem Weg ins Perigord 2002 – um einen der vier (!) weltweiten Verkaufsorte von Armani Cosmetics zu sehen und kräftig zu shoppen. Anekdote am Rande: der Armani Verkaufsmensch bei Sephora mochte wohl meinen Exmann sehr und schenkte ihm ein T-Shirt (oder vielleicht hatte er auch nur Mitleid, weil ich eine große Tüte voll mit wunderbaren Sachen hatte) – genau, von Armani. Das gibt es immer noch, meine kleine Tochter trägt es und trotz unzähliger Wäschen ist es immer noch in einem Superzustand. Die Seitennähte sind nicht verzogen und der Stoff fühlt sich gut an. Echte Qualität. Äh, ja, ich schweife ab.

Da war doch noch… Korea

Aktuell wird meine Liebe zu K-Beauty nicht so recht erwidert. Seit einem Monat liegt eine Bestellung bei Jolse irgendwo in Korea im Postoffice und ich bin mal sehr gespannt, wann sie hier ankommt. Vermutlich im Herbst oder so. Yesstyle hat auch arge Probleme (da konnte ich einen Teil der  Bestellung noch stornieren) und ich glaube nicht, dass bei in Deutschland ausverkauften Produkten allzu schnell Nachschub ankommen wird. Bei Ebay kann man übrigens auch nicht mehr aus Korea ordern oder zumindest bei mir wurden drei Einkäufe storniert. Die Verkäufer waren allesamt ausgesprochen nett und ich denke, denen blutet auch gerade das Herz.

Daher mein Tipp: wer dringend noch etwas möchte, sollte bei Lovemycosmetics oder den anderen deutschen Shops (hat jemand Empfehlungen?) tätig werden. Bei Yesstyle sind wohl einige Produkte auf Lager (erkennt man an der kurzen Lieferzeit) – aber der Versand ist derzeit recht teuer.

Tja, zeitweise vorbei die K-Beauty Herrlichkeit.

Aus der Not eine Tugend machen

Ich probiere ja notorisch gerne aus und obwohl ich mir immer wieder vornehme, das mal etwas zurückzufahren… das hält nie lange an. Aktuell schleiche ich um französische Onlineshops. Ich habe mir einige Videos von Cyrille Laurent auf Youtube angeschaut (s. auch unten die verlinkten Youtube-Kanäle) und muss da unbedingt noch einiges ausprobieren…

Und ich werde die Gelegenheit nutzen und in den nächsten Wochen und Monaten endlich mal über alle Produkte schreiben, über die ich schon längst mal berichten wollte.

Und noch mehr persönliches

Ich hätte ja NIE gedacht, dass ich das mal sage… aber ich vermisse das Projektleben in München, mit 100+ Menschen zusammen in Großraumbüros sitzen und es summt wie im Bienenstock, die Arbeit geht voran. Mir fehlt der reale Kontakt, die spontane Diskussion mit Kollegen, die Schwätzchen bei Kaffee. Der Flug für den 12.5. ist gebucht. Mal sehen.

Und ich habe am 4.5. einen Friseurtermin – ENDLICH.

Tanzschuhe Steppschuhe Tapdance

Was ich jedoch auf Anhieb wusste: mir fehlt mein Tanzunterricht. Ich kann euch gar nicht sagen wie. Natürlich habe ich für mich geübt und spaßeshalber ein paar Youtube-Videos nachgesteppt. Aber das ist nicht „the real deal“. Ich kann nur hoffen, dass dieser Zustand nicht mehr lange anhält. Ich will endlich an meiner Choreo weiterarbeiten, an meiner Technik arbeiten, beim Jazztanz an meinen Pirouetten und die anderen aus meinen beiden Kursen sehen. Ich muss ehrlich sagen, dass das für mich das Schlimmste ist. Luxussorgen, ich weiß.

Wie geht es euch? Lagerkoller oder ganz ok? Funktioniert euer Leben so halbwegs? Wirtschaftliche Sorgen? Was ist für euch das Schlimmste?

PS: Nudeln, Mehl und sogar frische Hefe gibt es wieder… nur das mit dem Toilettenpapier entwickelt sich zu einem nicht besonders lustigen Running Gag.

24 Kommentare

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Hier funktioniert das Homeoffice erstaunlich gut. Der ganz grosse Vorteil: ich kann so richtig von zu Hause arbeiten, sehe meinen Mann also jetzt jeden Tag und nicht nur am Wochenende – und es ist immer noch gut 😀. Unser Büro zu Hause ist zum Glück bis auf Drucker vollständig ausgestattet, läuft also. Erstaunlich, dass alles so reibungslos funktioniert. Selbst Quartalsabschlüsse von remote ist kein Problem 😂. Ja, die persönliche Beziehung zu den Kollegen fehlt schon, und das kann man durch Videokonferenzen nur bedingt ausgleichen. Aber mein Team sitzt sowieso an 2 Standorten, und da war bisher schon virtuelles Arbeiten angesagt.
Gewöhnungsbedürftig war am Anfang die Selbstversorgung: bisher habe ich nur 1x Woche gekocht, ansonsten gabs ja Kantine und Restaurants. Jetzt einmal pro Woche Grosseinkauf und dann für eine Woche im Voraus zu planen, stresst mich etwas, aber auch das geht inzwischen. Es dauert nur länger, zu kochen und zu essen, als in die Kantine zu gehen 😂, dass muss man quasi im Kalender blocken, sonst wird das nix… wir machen deutlich mehr (virtuelle) meetings als vorher, da wird es schwierig, noch zum richtigen Arbeiten zu kommen 😂.
Im Gegensatz zu vielen Kollegen halte ich es auch im HO mit Lisa Eldridge: keeping up appearances. Ich schmeisse mich zwar nicht in den Anzug, aber ordentliches Shirt und Make up / Lippenstift muss sein! Es ist erstaunlich, was man bei so manchen (männlichen) Kollegen sieht – nein, Bart (oder was auch immer das sein soll) steht nicht jedem!!!
Im der Tat mache ich jetzt mehr Sport als vorher – fast jeden Tag. Sonst würde ich wahrscheinlich durchdrehen. Mir fehlt mein Fitnessstudio mit den Geräten, also hab ich zu Hause alles reaktiviert, was da ist. Erinnerst Du Dich noch an die Lebert Equalizer? Die erleben grade grosses Revival. Und ich bin froh, dass wir draussen noch laufen gehen dürfen. Ich musste zwar meine Laufroute anpassen, weil bei uns im Wäldchen zu viel los ist, um ordentlich Abstand zu halten, dafür erkunde ich neue Feldwege (der Vorteil, wenn man quasi auf dem Land lebt….)
Also Fazit: bei uns alles recht gut. Aber das, was so drum herum passiert , beunruhigt schon ein wenig. Meine beiden Grosseltern sind auch recht einsam, weil keiner sie mehr besuchen darf. Und wie schnell sich die Wirtschaft erholt, wird man sehen….

Hallo Irit,
da hatte ich ja mit meiner Bestellung bei Teoxane letzte Woche noch richtig Glück gehabt, sowohl das RHA-Serum als auch meine heißgeliebte Advanced Perfecting Shield sind jetzt nicht lieferbar. Obendrein gab es sogar noch eine schöne Duftkerze und ein Handdesinfektionsmittel. Ich habe mich sehr über das Päckchen gefreut.
Ich gehe jeden Tag auf Arbeit und bin ehrlich gesagt auch sehr froh darüber, neben der Familie auch den Kontakt zu den Kollegen zu haben. Ich versuche auch mir immer wieder die positiven Seiten der Situation vor Augen zu halten. Wir haben in unserem Garten so viele Projekte schon geschafft, da die Wochenenden komplett wettkampf- und trainingsfrei sind. Bei meinen Mädels (4. und 8. Klasse) merke ich jedoch, wie die Motivation für die Schulaufgaben sinkt. Da bin ich wirklich gespannt, wie sich das Thema Schule entwickelt.
Einen Friseurtermin habe ich am 20.5. Mal schauen, wie das mit Mundschutz wird beim Haarefärben und schneiden. Das kann ich mir gerade überhaupt nicht vorstellen. Laut meiner Friseurin müssen sowohl Friseur als auch Kunde Mundschutz tragen… Ich bin gespannt.
LG Denise

Schräge Zeiten, zugegeben. Aber ich fange an mich dran zu gewöhnen. 2x die Woche mache ich Homeoffice, 2x gehe ich ins Büro und mache alles für den Versand dann fertig. Ich leite ein Sekretariat, viel Publikumsverkehr mit ca. 15 Freiberuflern, die sich nach Ansprache sehnen, da war dies ein guter Kompromiss. Arbeiten zu Hause finde ich auch viel entspannter. Zum Glück ist bei uns noch genug Arbeit, ich wünsche allen, die um Ihre Jobs bangen, dass alles bald vorbei ist! Mein Sohn ist im Prüfungsjahr, hoffentlich geht jetzt noch alles gut und die Ausbildung im September kann normal starten.
Einkaufen gehen mein Mann und ich abwechselnd, seit gestern auch mit Masken.
Jetzt hat sich mein Hamstern bei HD und PC ja doch ausgezahlt, wenn jetzt Ebbe ist, für ein paar Monate habe ich noch Vorrat (meine letzten 2 Flaschen Hydrospray🤔, hoffentlich reichts…). Sobald wieder was da ist, fülle ich gleich meine Vorräte auf, ich mag gar nicht daran denke, was wäre, wenn…..
Wie Sally sitze ich auch im Homeoffice geschmickt und alles wie immer vor dem PC, da fühlt man sich gleich viel besser, ein Stück Normalität.
Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich mir einen Termin beim Frisör sichern kann, bin mal gespannt.
Wir werden uns aber erst einmal dran gewöhnen müssen eine Weile so weiter zu leben, aber ich bin zuversichtlich, dass dies funktionieren wird. Jetzt können wir endlich mal all die Dinge machen, zu denen wir nie gekommen sind (lesen, ausmisten, die Sonne im Garten genießen).
Euch allen, bleibt gesund!

Mir persönlich geht es gut, ich arbeite wie gewohnt weiter und fahre auch jeden Tag ins Büro.
Mein gewohnter Sport fehlt mir sehr. Ich verbringe normalerweise fast jedes Wochenende in den schweizer Bergen, wer weiß wann das wieder möglich sein wird.
Zur Zeit bin ich auf Laufen und Rennrad umgestiegen, aber das sind nur Ersatzsportarten, die mich nicht wirklich zufrieden stellen.
Unter‘m Strich gebe ich allerdings zu, dass dies nur Luxusprobleme sind.
Ich kann der momentanen Situation nichts gutes oder positives abgewinnen. Der Blick in die Zukunft bereitet mir Sorgen, ich befürchte, dass uns schwere wirtschaftliche / finanzielle Zeiten bevorstehen. Von daher kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn meine Mitmenschen jetzt von Corona-Ferien und ähnliches sprechen.

Ich war vor paar Tagen bei den Beyer-Söhnen, um die Tagescreme mal wieder zu ordern, aber nichts.
Dafür hab die Dayshade schon paar Tage eher gehabt bestellt (für den Wiedereinführungspreis) und bin sehr begeistert. Sie ersetzt mein Öl, nur die Menge muss ich sehr dezimieren. Je nach Tag krieg ich 1, maximal 2 Pumpstöße drauf, das muss reichen, bin eh nicht so oft draußen und eigentlich nicht mehr so der SPF-Typ. Aber das ist ein super Öl-Ersatz für mich für den Sommer.

Ansonsten geht es mir wechselweise recht gut oder mir fehlt alles auf einmal. Meine Kollegen besonders, aber einfach auch die Möglichkeit, alles machen zu können. Mein Mann ist Risikotyp und macht sich irre viele Sorgen, das färbt halt auch ab. Mir fehlt Kino, Theater, Kurzreisen, Essen gehen, Bars, Ausstellungen usw. Hätte nie gedacht, so schnell Entzugserscheinungen zu bekommen.

Dafür schlafe ich extrem herrlich, ist mir wirklich aufgefallen, ganz anders als wenn ich arbeiten gehe. Dabei arbeite ich gern und hab nicht das Gefühl, dass es zu stressig auf Dauer ist und ich da immer hinter was her hetze. Das Zusammensein mit meinem Mann finde ich aber herrlich, immer spannende Gespräche und Gedanken. Das läuft sehr gut und für diesen Teil bin ich gerade extrem dankbar, diese Zeit, die wir jetzt zusammen haben.

Ich empfinde die Zeit zunehmend als Belastung, auch wenn ich keine existentiellen Sorgen habe. Die ganze Zeit im Homeoffice finde ich auch schwierig. Und zunehmend geht es mir auf die Nerven wenn ich von anderen lese, wieviel Zeit sie jetzt haben (Stichwort Coronaferien). Ich habe auch nicht mehr Zeit als sonst, habe aber das Gefühl dass ich damit ziemlich alleine bin. Das Thema Kosmetik beschäftigt mich aber gar nicht, im außereuropäischen Ausland bestelle ich eh nicht und wenn ich meine Lieblingsprodukte nicht bekomme, wird sich was anderes finden. Da mache ich mir keinen Stress.

Nein, Du bist nicht allein… :-) Ich habe auch genauso viel oder wenig Zeit wie immer. Im Tagesablauf hat sich für mich rein gar nichts geändert.

Ich bin aber traurig, dass ich mein Kind, das in einem südlichen Bundesland lebt, wahrscheinlich ziemlich lange nicht sehen werde; das letzte Mal war zu Weihnachten. Gartenarbeit, die mich immer genervt hat, schätze ich grad sehr.

Mit Sorge habe ich heute gelesen, dass die Bundesministerin für Ernährung u. Landwirtschaft auf dem „Trittbrett“ von Corona nun national und europaweit mit Druck die gesetzliche Festlegung (!) für Höchstmengen von Vitaminen u. Mineralstoffen in NEMs vorantreiben will. Da werden wir uns mit 400 IE Vitamin D und 200 mg Vitamin C pro Dosis zufrieden geben müssen. Ungesunde Aussichten! :-/

Und die von immer mehr Apothekern beklagten Medikamentenengpässe finde ich beunruhigend. Popelige IBU 400 online zu bekommen, war letzte Woche schon schwierig. Ich bin nicht so gut im Kopfschmerzen-Wegatmen…

Uns geht es in Virginia noch sehr gut. Mein Mann arbeitet im HO. Irgendwie hat er mehr Arbeit wie sonst, aber es funktioniert ganz gut. Mein ebay Verkauf ist fast erloschen. Anfangs hatte ich unglaublich viele Bestellungen, und kam fast nicht nach. Das hat sich stark verändert. Ich gehe einmal alle 12 Tage zum einkaufen. Unsere Familie trägt schon seit Wochen Mundschutz. Es irritiert mich wie viele es nicht tun. Wir laufen jeden Tag was sehr gut tut, und mein Mann und ich finden nach 33 Jahren immer noch Gesprächsstoff😉. Ich bestelle alles was ich nicht im Bioladen nebenan finde (Deo, Shampoo, Bodylotion). Sogar Mineralwasser liess ich liefern (hier kein kleiner Act!!) Ich habe mir ein Paar Besonderheiten bestellt (Parfum, Lisa Eldridge Lippenstift, drei Kleider) weil die Preise extrem gesunken sind. Finanziell bleibt bei uns alles gleich, aber ich sehe wie viele nun um die Existenz bangen. Hier in Virginia gilt unser “stay at home order” bis 10.06. Aber, bis es eine Impfung gibt, werde ich mein Verhalten nicht ändern.

Laufen mit Mundschutz!? — Da musst Du eine kräftige Lunge haben. Ich bin froh, wenn ich das Ding nach ner halben Stunde Einkauf abnehmen kann ;-)

Gibt es denn eine Alternative zum Hydro Spray von Highdroxy?
Ich arbeite weiter im Labor, allerdings nicht wie vorher. Es ist ziemlich viel Organisation, Abstand für alle Mitarbeiter zu realisieren. Ab jetzt dann mit Maske. Da wir ein Klinikum sind, bekommen wir jeden Tag ein Update zu allen Maßnahmen. Mit meiner Mutter treffe ich mich in Ihrem Garten und ihr fehlen sehr schmerzlich Umarmungen.
Mir geht es gut, aber richtig zuversichtlich bin ich nicht.

naja, aber in Sachen Inhaltsstoffe ist das schon sehr weit vom Hydrospray entfernt…

Im Zweifel gibt es auch die kleine Größe weiterhin!

Ich gehe nach wie vor 4x in der Woche zur Arbeit, aber dennoch hat sich eine Menge geändert. An zwei Tagen bin ich im Krankenhaus tätig: dort bereiten wir uns seit Anfang März auf die große Welle vor, die jeweils für die nächste Woche prognostiziert wird, …. und dann doch ausbleibt. Alle geplanten Aufnahmen und OP und Komplex-Behandlungen sind ja schon lange abgesagt und bis auf weiteres auf Eis gelegt, deswegen ist insgesamt weniger zu tun und man kümmert sich um Konzeptionelles oder Liegengebliebenes. Allerdings müssen wir rund um die Uhr Masken tragen und das merkt man erheblich. Viele kriegen Kopfschmerzen und man ermüdet viel schneller, weil man ja ständig seine eigene Atemluft wieder einatmet. Seit zwei Wochen halten wir telefonisch Kontakt zu Patienten, die sonst regelmäßig aufgenommen werden oder an die Institutsambulanz angeschlossen oder für Komplexbehadlungen vorgesehen sind. Da merkt man sehr deutlich, dass großes Gesprächsbedürfnis besteht, vermehrt Ängste generiert werden und die Leute unter der Isolation leiden.
An zwei anderen Tagen bin in der Praxis tätig. Dort biete ich seit Anfang März auch Video-Sprechstunde an, was bis jetzt genau eine Patientin genutzt hat – alle anderen wollen den persönlichen Termin und genießen dann wirklich sichtbar den Kontakt und das ausführliche Gespräch. Dabei erfahre ich dann u.a., wie schwierig es in diesen Tagen ist, z.B. ein Familienmitglied ins Krankenhaus zu schaffen, wenn es gestürzt ist, oder auch die Erfordernisse zu klären, wenn es einen Todesfall in der Familie gegeben hat. Oder wie furchtbar es besonders für Allein-Erziehende ist, dass die Kita-Sperre weiter ausgeweitet wird. Diese Mütter sind wirklich an der absoluten Grenze ihrer Belastbarkeit. Insgesamt merke ich, dass alles, was sonst schon schlimm ist, nun noch viel schwieriger und schlimmer wird. Für viele haben sich die Relationen geändert.
Mir persönlich geht es gut, ich bin irre viel draußen, laufe täglich meine 10 km und genieße das sehr. Ich wohne direkt an einem riesigen Naherholungsgebiet und kenne es wie meine Westentasche, also alle kleinen unbekannten Pfade, auf denen ich praktisch niemanden Treffe.
Anfangs hatte ich Angst mir mein Finanz-Depot anzusehen, denn auch ohne die exakten Zahlen zu sehen, war ja klar, dass der Wert ein paar Tausender runtergegangen sein muss. Inzwischen habe ich mich überwunden und ja, es sind natürlich ordentliche Verluste da, aber nicht sooooo schlimm, ich habe es übler erwartet. Und sonst bin ich ja wirklich auch auf der sicheren Seite mit krisensicherem Job und festem Einkommen und einem Partner, dem es genauso geht.
Mein Konsumbedürfnis ist derzeit so gering wie noch nie, ich habe aktuell überhaupt kein Interesse zu shoppen, auch online nicht. Weder Klamotten noch Kosmetik. Einzig ein Paar Prada Schuhe habe mich angelacht, ich denke, die werde ich wohl bestellen.

Ja, auch ich wollte neulich Hydrospray von HD nachbestellen. Kommt erst Mitte Mai glaube ich. Ich kann nicht mehr, 10 Video Konferenzen täglich, was damit resultiert, dass ich erst ab 17:00 und dann bis 23:00 oder länger arbeite. Täglich. Grausam. Bekomme noch Burnout in home Office. :-)) Sport mache ich nicht, denn Fitnessstudio hat zu und wandern geht in der Gruppe auch nicht, der Rest ist nicht wirklich meins. Zugenommen habe ich natürlich. Ich vermisse den normalen Arbeitsalltag sehr, meine Routinen und Strukturen. Und ja, es überrascht mich wie sich einige Kollegen gehen lassen und wie leider ungewaschen und ungekämmt sie vor der Kamera sitzen. Klar, ich trage zu Hause auch keine Pumps oder Anzug, aber bin geschminkt, habe Bürobluse und Kette und den Duft an. Einfach für mich.
Meine Stadt ist wieder voll, man kann sich kaum auf der Straße bewegen, denn jetzt stürmen alle in die Klamottengeschäfte als ob deren Leben davon abhängt. Traurig. Denn die zweite Welle kommt bestimmt. Und wenn die kommt wird sie dafür sorgen, dass ich ein Jahr meine Familie nicht gesehen habe…ja, mir fehlt Kino (da bin ich sonst jede Woche), essen gehen mit Freunden, mal nach der Arbeit etwas trinken gehen, aber am meisten fehlt mir meine Familie.
Mich wundert auch wie plötzlich alle in home Office Zeit haben. Hat man jetzt weniger zu tun? Oder gleich viel, nur die Unterhaltung mit Kollegen fällt weg? Ich habe nämlich weniger Zeit als vor Corona. Und Maske trage ich schon lange und bin darüber irritiert wie wenige es tun.

Zugenommen hab ich übrigens auch, zum Teil sogar mit Absicht.
Ich hab Normalgewicht und ein paar Wochen im Krankenhaus oder Wegfall von Geruch und Geschmack, wie das einige haben, nicht bei jedem ist das in 3 Tagen vorbei, kann mich über eine gewisse Zeit ins Untergewicht bringen. Das will ich auf keinen Fall. Ich merke allerdings, dass es mich träger macht als vorher.
Dennoch nehme ich nächstes Jahr liebend gern wieder ab, was mir momentan etwas Sicherheit vermittelt.

Ich wundere mich auch immer wieder über die Aussage, wie viel Zeit manche jetzt haben :-/
Wir haben 2 Kinder unter 3 Jahren und mein Mann und ich haben definitiv weniger Zeit als vorher. Das Glück, was wir haben ist, dass ich durch meine Elternzeit ja eh zuhause bin und mich kümmern kann und nicht noch mit dem Job Jonglieren muss. Allerdings macht uns das Thema Kurzarbeit schon Sorgen. Wir haben erst vor kurzem ein Haus gekauft, das muss ja auch abbezahlt werden. Natürlich hat man für solche Fälle was auf der hohen Kante, aber wer weiß, wie lange die Kurzarbeit bei meinem Mann noch geht….deswegen ist Kosmetik bzw Pflege kaufen bei mir leider im Moment im Hintergrund.

Das andere ist halt einfach diese Ungewissheit, was genau das Virus macht. Mein Kinderarzt sagt mir, wir müssen uns keine Gedanken machen – der Kardiologe von meinem Kind (angeborener Herzfehler) sagt, wir sollen sehr vorsichtig sein. Wir sitzen praktisch seit 6 Wochen in Isolation.

Trotzdem versuchen wir das Beste drauß zu machen, sind viel im Garten, haben Skype wieder und zoom neu entdeckt, damit der Große auch mal die Großeltern und Freunde aus der Krippe sehen kann.

Ich freue mich einfach, wenn man wenigstens wieder die Familie und Freunde treffen kann und vor allem die Kinder wieder zusammen spielen können. Den gerade die leiden unter den fehlenden sozialen Kontakten.
Meistens denke ich ja, dass ich auf hohem Niveau jammer und wir eigentlich ja noch Glück mit unserer Situation haben. Es gibt ja schließlich Familien, auch bei uns im Freundeskreis, die wissen jetzt schon nicht mehr wie sie in 2 Monaten über die Runden kommen sollen. Trotzdem bereitet zumindest mir das Thema teilweise schlaflose Nächte, einfach weil ich mir Gedanken um die Gesundheit derer mache, die mir nahe stehen.

Und was das Thema Globalisierung anbetrifft, schlägt das Pendel im Moment in Richtung Nachteile, einfach weil eine Abhängigkeit besteht, siehe Medikamente, Medizinprodukte. Ich bin und bleibe ein Fan der Globalisierung, bin aber gespannt wie diese bzw auch die Beziehung zwischen den Ländern nach Corona sein wird.

Liebe Irit, dein Blog ist für mich im Moment eine gern gelesene und willkommene Abwechslung und meine Abendlektüre. Bitte mach weiter so, behalte den Themenmix bei und bleib gesund!
Viele Grüße
Mareike

Zum Thema Zeit haben: ich arbeite an einer Art Theater, momentan gibt es zwar den üblichen administrativen Ablauf, aber sehr viel fällt weg, weil die Shows alle über Wochen wegfallen, ich bin skeptisch, ob in dieser Spielzeit überhaupt noch was läuft. Viele Künstler können gar nicht reisen oder müssten in Quarantäne. Die anderen wollen unbedingt, dürfen aber nicht.
Ich kümmere mich hauptsächlich um akute Probleme im Ablauf und da fällt jetzt sehr viel weg. Dazu fällt der Weg weg und die vielen Gespräche über die Situation mit Kollegen, die sonst oft zu ganz schnellen Lösungen führen, im Moment aber gar nicht anfallen. Post und Anrufe sind total eingebrochen und auch Mails kommen auffällig weniger. Da ich ohnehin fast alles über den Computer regle, ist das zu Hause ungestörter – wir haben keine Kinder mehr im Haus. Ich hab mehr Zeit und sie entzerrt sich auch. Ich arbeite z.B., was ich nie wusste, extrem konzentriert in der frühen Nacht, also bis 23 Uhr etwa. Da schaff ich in einer Stunde extrem focussierter Arbeit ohne Störungen das, wofür ich sonst 2 oder sogar 3 brauche, weil sonst immer irgend jemand mit einem Problem oder zum kurz quatschen bei mir ist und ich die Arbeit auch noch mache.

Was ich gar nicht mehr gern mache: einkaufen, weder Klamotten noch Kosmetik.

Ich hab mir aber angeregt durch die Begeisterung meiner Tochter einen Reiskocher bestellt und bin, obwohl ich sonst Reis nie mochte, ebenfalls total begeistert, auch von der stressfreien Zubereitung. Er schmeckt exakt wie vom Chinesen und das war der Einzige, den ich wirklich gern esse. Ich hab dazu noch ein paar Reisgewürze und 1 Kilo Quinoa, das ich auch noch mit verbrauchen will (eiweißreich) und so gucke ich jetzt nach Rezepten, die würzig sind und mit Soße. Die ganze Familie liebt Tikka-Huhn und inzwischen wird es auch bei mir so perfekt wie beim Inder. Dazu macht dieses Reiszeug irre satt und hilft, die Zunahme nicht ausufern zu lassen und auch mal wieder ein wenig abzunehmen. Wir versuchen, extrem wenig Brot zu essen und Reis vertragen wir super. Ich will da auch unbedingt noch Salat probieren und natürlich alle möglichen Reissorten. Alles lange haltbar und nun wirklich erschwinglich. Bin gerade im absorbierten Spielmodus. 😀

Hallo Iridia,
von welchem Reiskocher seid ihr so begeistert? Ich überlege schon einige Zeit eine nzukaufen, weiß abe rnicht für welches Produkt ich mich entscheiden soll! Der konkrete Tipp würde mich freuen, wenn erlaubt….LG Kulturpur

Wir haben beide den von Reishunger für 2-3 Personen (gibt aber auch größere). Der sieht auch toll aus, brennt nicht an und hat verschiedene Programme von Standard bis crispy. Du kannst dir das auf der Website von denen ansehen, da gibt es irre viel rund um den Reis und das macht richtig Spaß. Ich hab auch schon öfter mal überlegt, aber entweder waren mir die Geräte zu groß oder gefielen mir nicht oder waren zu verwirrend. Ich hab gestern Risotto gemacht mit einfachem Rundkornreis (Milchreis), der war einfach perfekt und hat keine Arbeit gemacht, trockenen Reis in angeschwitzte Zwiebel und Knoblauch anbraten, etwas Weißwein und Brühe rein, bisschen Salz dazu, alles in den Topf, auf standard drücken, halbe Stunde warten, dann noch etwas Butter und frischen Parmesan rein, noch mal zu und 5 Minuten warten, dann mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer und Parmesan bestreuen, fertig.

ist das der digitale Mini Reiskocher für 99 euro? Das finde ich auch interessant… ich bin nicht besonders gut im Reis kochen, eine Bekannte zaubert den tollsten Reis, sie ist aber auch aus dem Iran und hat es zu Hause gelernt.

Das ist ein sehr unterschiedliches Stimmungsbild – wie nicht anders zu erwarten. Bei mir ist es auch eher mehr Arbeit, weil man den ganzen Tag in (notwendigen) Telefonkonferenzen verbringt und dann halt noch Sachen bearbeiten muss. Aber ich habe das jetzt – soweit möglich – begrenzt, ich war vor den Osterferien total fertig.

Ich bin mal sehr gespannt, was bei den nun anlaufenden klinischen Tests zu Impfstoffen herauskommt. Und bin wie immer optimistisch, dass wir Ende des Jahres /Anfang nächsten Jahres einen haben werden.

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