Reinigungsöl: warum, ein Neues von Korres und die DIY-Variante

Achtung: Werbung! Lesen auf eigene Gefahr*

Das Thema Reinigung treibt mich derzeit aus zwei Gründen wieder ein wenig um. Zum einen habe ich jetzt einige Zeit ein nicht optimales Produkt verwendet und zum zweiten die richtige Entfernung von Sonnenschutz.

Eigentlich ein gutes Produkt…

Aber uneigentlich nicht geeignet für meine Haut. Ich hatte vor einigen Wochen so ziemlich alles an Reinigung geleert und dann in der Apotheke zu Cerave gegriffen. Ich weiß nicht, warum genau, aber irgendwie hatte ich mir in den letzten Monaten eingebildet, dass meine Haut doch trockener wird und dementsprechend die Lotion und nicht das Gel gekauft. Das alles war dann eindeutig zu viel Pflegefaktor, ich hatte andauernd kleine Pickelchen, fand mich nicht so toll und überhaupt.

Ja, alter Fehler. Meine Haut braucht viel Feuchtigkeit und praktisch kein Fett. Mittlerweile benutze ich je nach Gemütslage entweder meinen geliebten COSRX Good Morning Cleanser oder die Jessa Intimwaschlotion ohne Duft aus dem DM. Letztere ist ja ein nicht mehr so geheimer Geheimtipp für eine milde, schäumende Reinigung, die außerdem noch leicht verfügbar und günstig ist.

Cerave wird als Duschgel aufgebraucht. NATÜRLICH hatte ich den Halb-Liter-Bottich erstanden.

Merke: Reinigung hat einen großen Einfluss auf den Hautzustand. Das richtige Produkt zu finden dauert.

Ist die Haut auch wirklich sauber?

Es gibt mittlerweile immer bessere Sonnenschutzfilter (die ich auch gern und oft anwende) – und die halten auch immer besser auf der Haut bzw. haben oft eine „ölige“ Konsistenz.

Da stellte sich mir die Frage: kommt das wirklich (schonend) runter mit meinem Mizellenwasser (siehe auch nächsten Montag) und einem Reinigungsgel? Vermutlich eher nicht.

Also habe ich einen neuen Versuch mit Reinigungsöl gestartet.

Die neue Reinigungsroutine

Ein Vorteil des Älterwerdens ist, dass man einfach mal seine Gewohnheiten behalten kann. In dem Fall war das ein bisschen rum probieren, denn: ich hasse es, mich ständig abzutrocknen und so weiter.

Bisher sah es so aus: mit Mizellenwasser das Makeup abnehmen, Zähne putzen und gleich mit dem Reinigungsgel weitermachen. Merke: einmal abtrocknen.

Neu: mit Mizellenwasser Augenmakeup entfernen. Überall Reinigungsöl einmassieren außer im Augenbereich, da hasse ich das nämlich. Zähne putzen, Reinigungsöl aufemulgieren, abwaschen, direkt mit dem Reinigungsgel weitermachen. Merke: einmal abtrocknen. Ich wasche das Reinigungsöl von den Händen und mache dann gleich in „nassem“ Zustand mit den Zähnen weiter.

Geht doch.

Und welches Reinigungsöl?

Derzeit experimentiere ich mit zweien, haben beide Vor- und Nachteile.

Korres Wild Rose Makeup Melter Cleansing Oil Reinigungsöl

Das neue Wildrosen Reinigungsöl von Korres gefällt mir sehr gut, riecht angenehm, macht gut sauber, lässt sich prima abwaschen und trocknet die Haut nicht aus. Den Preis finde ich moderat, 23 Euro für 150 ml, vermutlich komme ich mit der Flasche vier Monate oder länger aus. Gibt es u.a. im Korresstore.

Nun gehört Reinigungsöl zu den Produkten, die man sehr einfach selbst machen kann. Im Prinzip braucht man nur ein Öl, eine leere Flasche und einen Emulgator. Ich habe ein wenig im Internet gestöbert und dann Polysorbate 80 bei Amazon mitbestellt.

DIY Cleansing Oil Reinigungsöl

Man mischt im Verhältnis 1:10, also 10% Emulgator und 90% Öl. Ich habe einfach die Flasche gemessen, einen Strich an die entsprechende Stelle gemacht und dann zusammen geschüttet. Das Traubenkernöl habe ich einfach im Supermarkt gekauft, ich denke im Winter werde ich Mandelöl probieren.

Das funktioniert insgesamt gut – nur verbindet sich der Emulgator nicht dauerhaft mit dem Öl, man muss also jedesmal schütteln. Ansonsten lässt sich das Öl gut aufemulgieren und abwaschen und trocknet auch die Haut nicht aus.

Mal sehen, was sich auf Dauer bei mir durchsetzt…

Ist hier noch jemand so verrückt wie ich in Sachen Reinigung??

Enthält Pressemuster!

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24 Kommentare

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Verrückt nicht…habe aber gerade meine Microfaser-Reinigungstücher wiederbelebt.
Die Haut fühlt sich danach so sauber und glatt an. Wie nach einem sanften Peeling.
Gefällt mir sehr gut !

Ich wiederum bin gerade wieder mal auf dem Reinigungsschaum-Trip.

Mit dem Polysorbat hab ich auch mal experimentiert. Ich hab es vermutlich auch noch. Es funktionierte schon gut, ich fand es aber nicht so angenehm wie andere Formulierungen, was an den Ölen gelegen haben kann. Die Vorteile: man kann genau das Öl benutzen, das man möchte und es ist sonst nichts drin, nur 2 Komponenten. Und der Preis natürlich, wenn dann sowas oft und viel benutzt, sowie keinerlei Beschaffungsprobleme.

Selbst mischen muss ich auch mal.
Eine ähnliche Variante kenne ich von Biochemia Urody, da bekommt man aber nur Sonnenblumenöl was ich irgendwie nicht so mag. Reinigt gut, aber nicht so rückstandslos wie mein Liebling. Nehme ich im Sommer für den Körper.

Bisher kommt nichts an mein geliebtes Yuripibu Grante Cleansing Oil ran. Die ~20 Euro (manchmal auch nur 15) tun mir nicht weh, da die Flasche gut 9 Monate hält.
Kein Geruch, sehr flüssige Konsistenz, und nichts bekommt meine Haut so sauber ohne auch nur im Ansatz zu irritieren.
Einen 2. Reinigungsschritt danach brauche ich eigentlich garnicht.
Natürlich wird nur 1x abgetrocknet.

Im Winter mag ich den LVCE von Niod, der lässt sich alleine kaum abwaschen aber mit dem richtigen 2. Reinigungsprodukt (hier ist die große Liebe Highdroxy, hält auch ewig aber der Preis ist schon über meiner Wohlfühlgrenze) bekomme ich damit ganz erstaunlich weiche Haut.
Wird trotzdem nicht nachgekauft, da die 3 Monate Winter nicht im Ansatz reichen um die Flasche zu leeren, und im Sommer kann ich damit nicht viel anfangen.

Alles was ich aus der Drogerie probiert habe ist mir nicht säubernd genug (zB Balea RÖ, L’Oréal Blüten RM, irgendein Gel von Neutrogena, von Cerave – Achtung Brennen! – ganz zu Schweigen).
Paula mag ich in der Kategorie ausnahmsweise ganz gerne, die Produkte reinigen auch ordentlich.

Ich nutze zur Zeit die Gesichtswaschcreme von Hildegard Braukmann aus der emosie-Serie. Die wurde mal in den Kommentaren bei Konsumkaiser empfohlen. Ist leicht zu beschaffen und ich finde sie wirklich gut.

Schönes Wochenende
Denise

Hallo Irit,
ich verwende morgens ebenfalls die Jessa Waschlotion, abends nehme ich ein Reinigungsöl von L’Occitane. Mit dem bin ich zwar zufrieden, aber ich werde wohl auch wieder zur DIY-Variante mit Polysorbate zurückkehren. Die ist genauso effektiv und deutlich günstiger.
Bei mir hat sich übrigens eine Mischung aus 2/3 Traubenkern- und 1/3 Mandelöl bewährt.
Glg
Jennifer

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich keine Reinigungsöle mag. Das von Paula mochte ich noch am meisten, was kein Wunder ist, denn da sind noch zusätzlich Tenside drin, was natürlich die Reinigungsleistung verstärkt und dafür sorgt, dass kein Ölfilm auf der Haut zurück bleibt.
Zumal mir eine Ölreinigung einfach zu schnell zu sehr die Haut austrocknet. Offenbar geht das bei mir schnell, dass die Öle mir auch noch die erwünschten Lipide und nicht nur das überschüssige Sebum aus der Haut lösen, denn ein bisschen massieren muss man mit den Ölen ja schon. Öle und ich werden in diesem Leben, egal worin sie drin sind, zumindest in rauen Mengen keine Freunde mehr.
Im Gegenzug habe ich überhaupt kein Problem mit starken Tensiden wie SLS/SLES. Im Gegenteil: da die schnell und effektiv Fett, Schmutz und Co. entfernen, kann ich hier die Dauer der gründlichen Reinigung auf ein Minimum reduzieren und da scheint bei mir eher der Hund begraben zu liegen. Zu viel Rummassieren und Rumrubbeln mit Reinigern im Gesicht, zu häufiges Abspülen mit im dümmsten Fall auch noch zu heißem Wasser und überhaupt trölf Reinigungsschritte mag meine Haut gar nicht. Momentan kommt abends die Jessa zuerst, wird nur ganz kurz abgespült, dann der dunkelblaue PC Resist Reiniger. Alles abspülen. Fertig. Laut Wattepadtest ist mein Gesicht dann auch tatsächlich komplett sauber und bei mir muss einiges runter (SC, Foundation, Blush, Bronzer, Puder, Highlighter, AMU, etc.). Passt für mich so und ich glaub, ich rüttel lieber nicht an dem System, da es gerade prima funktioniert.
Wenn überhaupt dann würde ich Cleansing Balms Reinigungsölen vorziehen. Die mag ich rein von der Anwendung lieber und sie scheinen mir auch nicht so die Lipide aus der Haut zu „ziehen“ wie Öle.

Ah cool,das Thema passt ja perfekt. Habe mich auch gerade gefragt, ob die Ölreinigung (1. Reinigung abends) für mich nicht gerade nachteilig ist und wie Du beschrieben hast, die Haut noch mehr austrocknet. Habe nämlich so dehydrierte Mischhaut, kriege die Feuchtigkeit gar nicht hoch.
Hatte zu dem Thema Öl und Mischhaut/fettige Haut gerade einen Bericht gesehen.

aha, und??

Ich habe derzeit den Verdacht, dass mir die milden Tenside (hatten wir ja schon beim Shampoothema) nicht gut bekommen. Mein Ekzem meldet sich und ich wollte eigentlich Schminkfotos machen

In dem Bericht wurde genau das gesagt, dass Öl bei öliger Haut nicht gut sei, weil es eben auch die Lipide mit abspült und nicht nur Sebum und somit die Hautbarriere zerstört wird.
Ich werde das jetzt auf jeden Fall mal testen und die Ölreinigung weglassen.

Seit Jahren morgens und abends den Skin Balancing-Reiniger von Paula. Immer gut, auch AMU runter damit, auch Mann und Tochter nutzen ihn inzwischen. Und da ist in einem Schritt einfach alles weg, ohne jegliches Gerubbel und daher ohne Rötungen. Hab ganz extreme Mischhaut – Wüste vs. Ölquelle mit Pickelchen dort. Diese werden bei jedem anderen Reiniger mehr. Seit vier Jahren inzwischen im Dauergebrauch in der großen Flasche, alle Exkursionen zu anderen Reinigern endeten mit Reue :) .
Mochte allerdings auch ganz gern den Hydro Cleanser von Highdroxy mitsamt Fleece, aber der ist halt einfach wesentlich teurer und wenig ergiebig.
Öle kommen irgendwie immer in Richtung Auge und das kann ich so gar nicht leiden…
Liebe Grüße!

Hanskin cleansing oil & blackhead pha

Allerdings kann ich zur Qualität bei der Entfernung von Make-up naturgemäß wenig sagen. Sonnenschutz ist kein Thema, nutze es nur abends und danach keinen weiteren Reiniger. Bin bei Flasche 3, hätte früher nie gedacht, mal was öliges ins Gesicht zu tun (ölige haut, Pickel, Akne).

Aaaah! Sehr spannend dieses Selberherstellen. Das kommt auf meine Liste.

Ich habe mir gerade das Raaw by trice Reinigungsöl mit Aktivkohle bestellt und will das mal testen. Hm.

Ich habe mein Reinigungsöl auch selbst gemischt, mit Hanföl. (AMU geht damit auch super ab) . Danach gibt es das Intimwaschgedöns ,als 2. Schritt. Morgens nehme ich von Isana med. die Reinigungsmilch( ohne Alkohol ). Jeden 2. Tag gehe ich mit einem Reinigungsbürstchen drüber. Meine Haut fühlt sich nicht ausgetrocknet an.
LG

Ich liebe Reinigungsöl. Damit wird das Gesicht im Nu sauber und es ist noch sehr sanft dazu. Früher hatte ich das Balea Reinigungsöl, aber seit ca. 4 Monaten verwende ich von Hanskin – das Cleansing Oil & Blackhead (PHA), welches ich super toll finde.
Reinigungsöle mag ich vor allem deshalb, weil sie alles runterkriegen, egal ob make-up, (wasserfeste) Sonnencreme, hartnäckige Mascara etc., ohne dabei zu reizen.

Milde Reinigung ist wichtig für eine gesunde Hautbariere, ist klar. Aber zu mild hilft nicht immer. Morgens reicht bei meiner leicht öligen Haut weder Wasser noch was schwaches. Eine Intimlotion würde ich nicht benutzen, die Scheidenflora hat eher einen sauren PH -Wert. Und es gibt tolle Reiniger. Empfohlen hatte ich schon mal von First Aid Beauty den Face cleanser. Finde er ist auf der Haut luxurioser als PCs Defence Cleanser. Gallinee für morgens oder von Algenist den Rejuvenating Cleanser.Der setzt auf Zaubernuss was ich weniger reizend finde als Teebaumöl. Wenn viel auf der Haut ist benutze ich manchmal zwei mal den gleichen Reiniger. Ohne zerren und langes, heisses abwaschen. Nach dem letzten Wasserguss trockentupfen….geht alles runter.Zipt nix. Hybrid melting cleanser wären vielleicht auch eine Option für Dich.

Das passt doch mit dem pH-Wert, die Haut ist ja auch eher bei 5.

First Aid gehört zu meinen Elefanten im Raum (genau wie Drunk Elephant…): will ich eigentlich schon seit Jahren unbedingt mal ausprobieren, im wahren Leben ist es immer irgendwie untergegangen.

Ich hatte irgendwie mit zu viel Pflege meine Hautbarriere angegriffen und meine Haut hat dementsprechend reagiert. Ich weiß sowieso nicht, wie ihr das alle so macht mit Retinol, AHA, BHA, Niacinamid, VitaminC , Peptiden usw. , Sonnenschutz und Cremes, das ist mir echt zu viel oder ich steige da nicht durch, wie man es richtig anwendet. Auf jeden Fall benutze ich nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Ölen, den Instant Calm Gentle Hydrating Cleanser Camelie und Rose für sensible Haut (hellgrün) von Pai. Dazu gab es noch einen Lappen mit einer Mousselinseite und einer Peelingseite. Da sind 200 ml drin, nutze sie schon 4 Monate, immer noch nicht leer. Sie ist teuer, aber sparsam im Gebrauch und nimmt auch das Make up runter. Anschließend Rosenwasser, fertig! Klare Empfehlung, Lg Kathi

ich denke, der Trick ist nicht immer alles zu verwenden – mache ich natürlich auch nicht. Es gibt Leute mit robuster Haut, die können dann alles. Bei mir ist das Immer-Programm Antioxidantien (inkl. Niacinamide und/oder Vitamin C) und Sonnenschutz. AHA/BHA, Retinol und so weiter benutze ich derzeit auch nicht täglich, sondern strategisch auf die Abende verteilt.

Liebe Irit, ich danke Dir für die Antwort! Es ist gar nicht so einfach im Kosmetikdschungel durchzublicken und sich nicht ständig zu irgendetwas verführen zu lassen! Aber hör seid ja eine große Hilfe die Spreu vom Weizen zu trennen Lg

Ich liebe Cleanser in aller Form, gehöre aber zu den Spinnern, die dafür mehr Geld als nötig ausgeben. Ich genieße es bzw. muss es genießen , um konsequent zu sein. Abends nehme ich immer zuerst das Tatcha RÖ. Ich kenne wahrscheinlich so gut su3 jedes RÖMER der Welt namentlich aber keiner kommt bei mir an Tatcha ran. Und ansonsten wechsel ich gerne beim Second Cleanse oder Morning Cleanse. Immer lecker, cremig, niemals austrocknend. Sehr gerne mag ich z. B. Josh Rosebrook Complete Moisture Cleanse.

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