Bin gerade etwas geschockt…

Werbung! Aufgrund der aktuellen Rechtslage ist alles von (unbeauftragter) Namens- bzw. Markennennung bis zu bezahlten Kooperationen als Werbung zu kennzeichnen.

Denn nun ist er tot.

Wie bekannt lese ich ja sehr gerne auf Bloglovin und unter anderem habe ich „Kind of Stephen“ abonniert, da gibt es immer gute Linksammlungen.

Also gerade durchgescrollt und unter der Rubrik „Retailer, Brands und Trends“ stand es als allererstes: Brandon Truaxe ist am Wochenende gestorben. Wer den Namen nicht kennt: der geniale Gründer von Deciem, Marken u.a. NIOD und The Ordinary. Nach all den Turbulenzen im letzten Jahr hat Estee Lauder ihn vor die Tür gesetzt und nun ist er von einem Haus gefallen.

Ich fand den Typen ja schon etwas seltsam, aber er wird fehlen.

RIP.

Mehr Info (Quelle vogue.de):

Die Beauty-Branche ist nicht gerade arm an speziellen Charakteren, doch Brandon Truaxe war mit Sicherheit einer ihrer fragwürdigsten. 2013 gründete der Kanadier sein Beauty-Unternehmen Deciem. Für die Produkte seiner vielen Untermarken wie beispielsweise The Ordinary existierten Wartelisten mit zehntausenden Namen. 2018 machte das Unternehmen angeblich 300 Millionen Dollar Umsatz. Im selben Jahr stieg Estée Lauder ein und sicherte sich 28 Prozent an Deciem.

Getrübt wurde der Höhenflug allerdings von einer Reihe von Skandalen: Nachdem er bereits seine Konkurrenten mit bizarren Vorwürfen gegen sich aufgebracht hatte, verkündete Brandon Truaxe im Januar 2018, den Instagram-Account seines Unternehmens von nun an selbst zu führen. Es war der Anfang eines Spuks, mit dem Truaxe nicht nur seinen eigenen Ruf, sondern auch den seiner Marken schrittweise ruinierte.

Statt auf dem Account Informationen zu Produkten zu bieten, postete Truaxe wirre Monologe, plauderte Firmen-Interna aus und veröffentlichte Selfie-Videos. Als seine kontroversen Posts immer mehr Kritik ernteten, behauptete er, von Konkurrenten gehackt worden zu sein – eine Vermutung, die niemand mit ihm teilte. Nach und nach wurden Berichte ehemaliger MitarbeiterInnen öffentlich, die ihrem Chef Mobbing, Rassismus und Sexismus vorwarfen. Ob dies der Wahrheit entsprach oder nicht, blieb ungeklärt, aber allein die Gerüchte warfen ein schlechtes Licht auf den CEO. In den sozialen Netzwerken bildete sich eine Protestbewegung, es entstanden Videos, in denen Kunden ihre Deciem-Produkte in den Müll warfen oder verbrannten.

Gegen Mitte des Jahres spitzte sich die Situation immer mehr zu, die Äußerungen von Brandon Truaxe wurden radikaler. Längst war offensichtlich, dass Brandon Truaxe mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Im Oktober 2018 musste der Gründer von Deciem von seinem Posten als CEO zurücktreten. Nur wenige Monate später wurde er jetzt in seinem Haus in Toronto tot aufgefunden. Die genaue Todesursache ist unklar.  Auf Instagram nahmen seine Mitarbeiter mit versöhnlichen Worten Abschied. „Du hast uns berührt, inspiriert und hast uns glauben lassen, dass alles möglich ist […] Wir werden hart dafür arbeiten, deine Vision fortzuführen. Hoffentlich hast du endlich Frieden gefunden.“

3 Kommentare

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Liebe Irit,
ich finde „nun ist er von einem Haus gefallen“ nicht angemessen.
Vielleicht fehlt mir für solche Aussagen auch schlicht die Sichtweise, denn am Ende war auch BT einfach nur ein Mensch.
Wie „besonders“ auch immer. RIP
Carmen

naja, es gab unterschiedliche Pressemeldungen, die einen sagten, er ist gesprungen (waren wohl 26 Stockwerke), die anderen, es muss ein Unfall gewesen sein. Also habe ich versucht, eine neutrale Formulierung zu finden.

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