Trennung

Keine Panik, der tolle Mann ist noch am Start. Aber das Thema ist derzeit sehr präsent im Freundes- und Bekanntenkreis und auch medial.

Ich werde nächsten Monat 52 und stelle gerade fest, dass gefühlt mindestens jede zweite Ehe der Menschen um mich herum scheitert. Alle um die 50, plus minus fünf Jahre. Männer gerne mit neuer Frau, Frauen eher nicht, sondern weil sie gefühlt einfach die Nase voll haben und nicht mehr so leben wollen.

In diesem wunderbaren Artikel ist es gut beschrieben (Link), insbesondere das Phänomen der Kriegsenkel. Wir reden von der Generation, die von zu Hause noch mitbekommen hat, dass man sich mal zusammenreißen soll. Was man und auch ich natürlich macht. Bei Frauen kommen gerne immer zuerst Kinder, Mann (oder auch umgekehrt), diverses andere und ganz zum Schluss, naja, ihr ahnt es. Hat man ja zu Hause so gelernt. Und wenn man ehrlich ist, ist die Kombination aus Kindern, Haushalt und Arbeit auch schlicht extrem zeitraubend, egal, wie viel man unter sich aufteilt. Da bleibt nicht viel über.

Nach meiner Trennung vor vier Jahren (wow, schon so lange her?) und nachdem die Talsohle durchschritten war – war ich auf einmal wie befreit und allerbester Dinge. Ja, endlich gab es sehr viel Zeit, in der ich machen konnte, was ICH wollte (wir haben ja eine 50:50-Lösung für die Kinder). Das war unglaublich, ganze Wochenenden ohne jede Verpflichtung. Plus weitere Freiheiten: nach über 25 Jahren des Zusammenlebens musste ich auf einmal in meiner Wohnung nichts mehr verhandeln. Ich kann meine Wände streichen, wie ich will. Ich kann jeden Tag Möbel verrücken, wenn mir danach ist. Ich kann kochen, was mir schmeckt. Ich höre Musik, die ich mag. Ich liebe es, (zeitweise) allein zu leben.

Mit dem tollen Mann habe ich immer noch eine sehr langen Phase der ersten Verliebtheit (Vorteile einer Wochenendbeziehung), aber so allmählich tauchen die „Verhandlungspunkte“ auf. Wobei das glaube ich mehr an meiner derzeitigen extremen zeitlichen Belastung liegt. Wie bringt man eigene und gemeinsame Bedürfnisse zusammen? Ich bin eher ein In-mich-Reinfresser (zusammenreißen und so), aber – und hier kommt einer der Gründe, warum er der tolle Mann ist – er merkt das. Und wir reden darüber.

Kann ich nur empfehlen. Für neue und alte Beziehungen.

23 Kommentare

  • Liebe Irit,

    Ich sehe es heute so, dass überhaupt erfolgreiches Handeln ein Haupterfolg für Beziehungen ist. Natürlich für beide Seiten und nicht zu Lasten für immer einen.
    Was irgendwie langfristig tödlich ist, ist Streiten immer wieder um die selben Punkte, das erzeugt Nörgeln. Im Gegensatz dazu, was man immer sagt, hab ich keine guten Erfahrungen mit Kompromissen gemacht, meist kriegen beide nicht, was sie wollen. Nehmen sie überhand, haben beide gleichzeitig das Gefühl, dass es gegen ihre Interessen geht und wieder zurückgesteckt haben.

    Meine Fernbeziehung danach ging 5 Jahre und etwa ein Jahr davor kam so langsam das Gefühl, dass jetzt eine Perspektive zum Planen her muss – mit ihm oder allein. Das lag auch daran, dass wir beide immer mehr zusammensein wollten und die Trennungen immer schmerzlicher und sinnlos empfanden.

    Aber 5 Jahre waren eine lange Zeit und der Zeit hab ich mich auch wieder regeneriert, es war auch eine Zeit der Freiheit und des Wiederentdeckens für mich. Man merkt mitunter gar nicht mehr, wie die Fürsorge für sich gelitten hat, zugunsten der Familie, selbst wenn man sich glücklich empfunden hat. Wer früher auch gut allein lebte, dem fehlt irgendwann dieses „Selbstloslegen“, vermutlich beiden Partnern, aber zumindest dem, der aktiver und gestalterischer ist.
    Man empfiehlt oft, dass dann jeder auch sein Ding in der Beziehung selber machen soll, aber hier kommt es auf die Balance an. Man kann sich leicht voneinander entfernen und dann unterschiedliche Lebensziele kriegen.

    Es ist wahr, Arbeit, Haushalt (auch wenn geteilt), Kind(er), manchmal denke ich, was für ein Wunder, das alles zusammen geschafft zu haben, es ist extrem viel und natürlich sind Sachen auf der Strecke geblieben, die unwiederholbar sind.

    Familie und die immer komplexere und dichtere Arbeit ist ein extrem hoher Kraftakt, besonders für Frauen und nur weil es die meisten so machen, ist es nicht weniger. Wenn die Kinder langsam selbständig werden, kommt oft dieses Gefühl, jetzt wieder mehr Freiheiten zu brauchen, die man so lange aus verständlichen Gründen zurück gestellt hat und sei es nur die Freiheit, nachts die Wohnung umzuräumen und morgens glücklich darüber zu sein und zu bleiben oder was wegwerfen zu können, um wieder Raum und Möglichkeiten zu kriegen. Ich kann das gut verstehen und empfinde heute die Trennung als Befreiungsschlag, ich bin mir selbst wieder treu geworden. Und auch mein Ex hatte eine neue Chance, so zu leben, wie er eigentlich will und wieder glücklich zu sein. Trennungen haben ein einseitig schlechtes Image. Man bedauert zurecht den Verlust der Gemeinsamkeit und oft auch der Liebe, aber man schätzt zu wenig, wie es ist, wenn alles wieder ohne ständige Widerstände läuft und was das wieder für Energie gibt. Als hätte man sein Leben wieder ans Stromkabel angeschlossen.

    • Iridia, du schreibst immer so wunderbare Sachen. Ich glaube, ich muss doch mal einen Ausflug machen und endlich einen Kaffee mit dir trinken :-)

    • Perfekt, vor allem der letzte Satz, als hab man sein Leben wieder an ein Stromkabel angeschlossen….

    • Ich für mich genieße es gerade wieder bei mir anzukommen, wieder ich zu werden und zu sein und auch Neues an mir zu entdecken. Ich bin ein sehr gefühlvoller, sensibler und empathischer Mensch, schon immer gewesen. Mein Ex konnte damit schlecht umgehen und somit habe ich das immer mehr (unbewusst) verdeckt und mich teilweise verloren.

      Mittlerweile ist die Trennung mehr als 2 Jahre her und ich fühle mich irgendwie langsam… frei. Und ich habe vor allem gelernt, dass nicht die Trennung an sich das Schmerzhafteste war, sondern dass er mit seinem Gehen alte Wunden mit aufgerissen hat, die ich mit ihm bedeckt hatte und mir jetzt erbarmungslos hart und voller Deutlichkeit wieder und wieder anschauen musste.

      Ein sehr lieber, relativ neuer Mensch aus meinem Umfeld hilft mir gerade (bewusst oder unbewusst) durch viel Verständnis und Trost. Und er sagt mir auch unangenehme Dinge, mal mehr oder weniger direkt, aber immer genau auf dem Punkt. Das hilft sehr.
      Durch ihn habe ich mich auch gezwungen die Perspektive zu wechseln und konnte dadurch endlich loslassen.

      Die letzten 3 Jahre waren ein Lehrstück in sämtlichen Bereichen und es geht noch weiter. Aber es ist inzwischen ok und musste wahrscheinlich genauso sein.

      • Das freut mich, Manu. Du klingst gut. Perspektivwechsel finde ich auch eines der wichtigsten Sachen, mit der Vergangenheit gut leben zu können. Auch ich hab meinen Anteil erst gesehen, als ich „draußen“ war und die gesamte Situation, einschließlich mir und meinen Motiven, mal „von oben aus“ sehen konnte. Du hast damit ein Stück Leben anständig bewältigt und klingst freier davon als andere, die die Schuld nur beim Partner sehen und sich damit weiter emotional an den Ex binden, statt frei sein zu können und die Energien lockerzumachen. Ich wünsche dir viel Glück, es ist bestimmt spannend, mit dir zu reden, das ist eine interessante Zeit und das Fenster, in dem alles offen ist.

        • Danke für deine lieben Worte, Iridia!

          Das klingt alles vielleicht relativ easy. War es nicht. Die Zeit war knallhart, ich habe die letzten Jahre wahnsinnig viel geweint und mich teilweise vor Schmerzen gekrümmt. Und sich mit sich selber auseinanderzusetzen ist auch nicht einfach, wenn man dabei ehrlich zu sich selbst ist. Und auch jetzt bin ich manchmal noch traurig oder wütend.

          Mit Perspektivwechsel meinte ich nicht nur meinen Anteil, sondern auch sein Verhalten, seine Handlungen. Auch wenn ich weder gutheiße noch entschuldigen will was er getan hat, kann ich nachvollziehen, warum er es getan hat. Und auch wenn ich keine Schuld an dem habe, was zum Bruch geführt hat, habe ich doch meinen Anteil daran, dass er sich überhaupt in diese Richtung begann zu bewegen. Wir haben beide unsere Biographien. Und unsere gemeinsame Geschichte. Am Ende musste es wohl so kommen. Auch wenn ich oft Unverständnis bekomme weil ich mir ebenfalls „Schuld“ gebe; leider ist es so.

          Mittlerweile denke ich man muss akzeptieren, dass es Menschen gibt mit denen man entgegen von Hoffnungen, Träumen und Plänen nur einen Teil des Weges gemeinsam gehen kann. Falsch war es dennoch nicht. Und schon gar keine Zeitverschwendung (allerdings dachte Ich auch erst so).

          Von meinem Ex-Mann hätte ich allerdings nach unseren 15 Jahren mehr Respekt erwartet. Er konnte mir weder bei der Scheidung in die Augen sehen noch kann er es heute, Monate später. Aber mittlerweile ist auch das ok. Weil ich loslassen konnte. Seinen Namen habe ich übrigens trotzdem behalten. Weil er zu mir und meiner Geschichte gehört.Von vorne anfangen geht nicht. Weitermachen schon.

  • Vielen Dank, Irit und Julia.

    Liebe, Liebeskummer, Wohlfühlen und Probleme in Partnerschaften sind ein großes Gebiet. Ich kenne unglückliche Frauen (und Männer) die an Beziehungen festhalten „weil sie schon so viel da investiert haben“ und verpassen dafür ein selbstbestimmtes, glückliches Leben allein oder in einer Partnerschaft, in der es mühelos passt und die natürlich auch auftretenden Probleme so lösbar sind, dass sogar die Liebe tiefer wird.
    Ich finde lange Partnerschaften toll, so lange sie wirklich glücklich sind und die gibt es. Sehr viele halten aber nur zusammen, weil die Alternativen zu anstrengend und unsicher scheinen und man sich selbst zu wenig Glücksschmiedefähigkeit zutraut.
    Was man verpasst an Lebendigkeit, Lebensfreude und Selbstsicherheit sieht man nicht. Lieber auf die Silberhochzeit verzichten und sich sein Leben zurück holen.

    Ich bin heute froh, mich rechtzeitig getrennt zu haben, ohne dass die Nerverein den Blick auf den Partner und den Ton anhaltend lieblos gemacht haben – so wollte ich nie sein, die meckernde Alte, die ihrem Mann Spitzen gibt. Ich hab die Ehe damit in guter Erinnerung und schönen Teil meines Lebens abgepeichert. Klar war aber auch, dass es eine natürliche Auseinanderentwicklung der Interessen gab, die man nicht anhaltend auffangen kann, ohne sich zu verlieren. Ist ist schwer, manchmal zu akzeptieren, dass was zu Ende geht oder gegangen ist und man vermisst erst mal – aber dann kommt irgendwann der Energieschub, den die Seele macht, wenn sie sich wieder zu fassen kriegt.

    Man sagt immer, die Kinder leiden am meisten an einer Trennung und ganz sicher wird es schwieriger zu organisieren, als wenn alle immer da sind. Aber ich finde, dass Kinder in schlechten Beziehungen mehr leiden und eigentlich auch das Falsche vermittelt bekommen. So schwierig manche Arrangements sind, Kinder sind glücklich, wenn die Mütter glücklich sind, selbst wenn sie viel anderes macht und Zeitprobleme hat, wie das oft so ist. Sie merken genau, ob sie es sind oder nur so tun. Meine Eltern hatten eine katastrophale Ehe, für mich war die Trennung der Himmel auf Erden, dabei haben mich alle bemitleidet, aber es war auch das Ende von schlimmen Streitereien, Stress und anhaltenden Loyalitätskonflikten, es begann mich wieder mit Inspiration, Schönheit und Liebe zu erfüllen und die Angst loszuwerden.

    Die Kraft, die schlechte Beziehung unter Anstrengung aufrecht zu erhalten, bezahlen die Kinder mit mangelnder Fürsorge, es gibt halt nur 100% Kraft, wir können entscheiden, wofür wir sie nutzen.

  • Danke für diesen Artikel, den Link, die persönlichen Gedanken und Antworten der Kommentatorinnen. Der Begriff „Kriegsenkel“ war mir bisher nicht bekannt, aber in dem Artikel finde ich mich wieder und lässt mich Einiges aus meinem Leben in dem Zusammenhang reflektieren. Stoff zum Nachdenken. Auch diese Beiträge machen den Blog so lesenswert.

  • Guten Morgen,

    ich bin baff, ein toller Artikel uind noch tollere Kommentare! Ich stehe mit 43 vor der Trennung einer 10jährigen Beziehung, unsere Kleine ist noch nicht mal 5……die Liebe ist bei mir weg, schon lange. Es war ein langer Prozess, mir dies einzugestehen und jetzt, wo alles „offiziell“ ist, nochmal mehr. Dem Rest der Familie zuliebe werde ICH das Haus verlassen und suche nun eine Wohnung. Es fühlt sich komisch an…viel Trauer, Angst und doch das Gefühl, den richtigen Schritt zu tun, obwohl ich noch nicht weiß, was das Leben danach für mich bereithalten wird.
    Iridia, Du hast geschrieben: „Ist ist schwer, manchmal zu akzeptieren, dass was zu Ende geht oder gegangen ist und man vermisst erst mal – aber dann kommt irgendwann der Energieschub, den die Seele macht, wenn sie sich wieder zu fassen kriegt.“ Das ist so schön formuliert und gibt mir gerade sehr viel Kraft, Danke dafür!
    Auch wir sind aktuell an einem Punkt, an dem ich denke, dass wir als Freunde auseinander gehen werden und weiterhin gemeinsam tolle Eltern für unsere Tochter sein können.

    Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Tag!

    Lilly

    • Lilly, das klingt gut, mach das. Ich glaube, das Beste, was man für seine Kinder tun kann, ist das Verhältnis der beiden Eltern so gut zu halten wie möglich. Das entspannt die Kinder.

      „Hat halt nicht geklappt mit uns“ ist vielleicht etwas flapsig, trifft den Kern aber doch immer gut. Es ist immer leicht, die Schuld auf den Partner zu schieben und ich mag auch Kommentare wie „Der Arsch, sei froh, dass du ihn los bist“ nicht, weil das so eine zweischneidige Sache ist, sie verletzt auch immer den Partner mit, der ja den anderen geliebt hat und die Gründe für Liebe sind nun mal nicht rational. (auch, wenn es im Moment tröstet) Man verliebt sich nicht aktiv, die es die deutsche Sprache so nahelegt, sondern „fall in love“, man kann sich nur entscheiden, ob man der Sache eine Zukunft geben will. Wenn die andere Person dann so abgewertet wird, wertet sich die Person innerlich mit ab, die dazu gehört hat, sich selbst. Das braucht man seinem Selbst-Bewusstsein gar nicht antun. Sich möglichst freundlich innerlich zu lösen wie das Haus nach einem Wasserschaden nach Starkregen zu befreien, finde ich viel besser für die eigene Seele, der Kinder und aller Freunde, die man sonst in Konflikte stürzt. Doofer Wasserschaden ist etwas anders als „ich hasse Wasser“.

      Nach der ersten Phase der Trennung, oft dem Nichtglauben oder Schalter umlegen, je nachdem, von wem die Trennung ausging, die jede Wut, Trauer und Ärger verdient, um emotional die Trennung zu verarbeiten, ist es eine gute Idee, den Blick nur auf das Jetzt und die Planung der Zukunft zu lenken und dort sein Glück zu suchen. Alle um dich herum werden es dir danken und du dir irgendwann auch. Wie die Buddhisten sagen, es ist immer das Festhalten, das uns Probleme macht. Bei vielen Sachen liegt es in der Natur der Sache, es nicht festhalten zu können oder nur, wenn das Innere dabei ausgehöhlt wird, so sollte Leben aber nicht sein. Für mich war es auch eine Lernaufgabe, andere gut verstehen zu können, die in derselben Situation sind. Vielleicht ist das der Punkt der Entwicklung, den manche von uns durchmachen müssen, um erwachsener zu werden. Erwachsen bedeutet immer: selbst sein Ding zu machen. Wenn es in der Beziehung nicht mehr geht, ist es nachvollziehbar, das zu überdenken. Man muss irgendwie dabei man selbst bleiben können oder eben wieder werden.

      Dir auch einen schönen und sonnigen Tag!

    • Ich habe zwar von dem Thema noch keine große Ahnung, aber wenn du kannst, hör dir mal von Idina Menzel „Perfect Story“ an (ist auf einem Album, das Amazon-Prime-Mitglieder kostenlos hören können), da beschreibt sie genau das. Dass sie ihrem Sohn kein schlechtes Vorbild sein wollte in Sachen Ehe, dass es ihr leidtut, aber dass sie und sein Vater ihn trotzdem über alles lieben.

  • hi,

    dieser Artikel kommt und der Titel passt in meine derzeitige situation.

    ein mann den ich 6 Monate immer wieder getroffen habe und bei dem es zum ende hin fast zur Beziehung gekommen wäre hat mir gestern verkündet, dass es vorbei ist.

    klar kam es nicht aus dem nichts, aber irgendwie auch schon. wir hatten unsere stressigen Phasen und sein problem mit mir ist, dass ich es nicht akzeptieren kann wenn etwas nicht so läuft wie ich es gerne hätte. es stimmt schon. aber ich habe ihm gesagt, dass ich das ändern werde und sich menschen weiterentwickeln.

    er will sich nicht einmal mit mir treffen! er sagt, er würde dann wahrscheinlich wieder schwach werden. außerdem möchte er vergangenes nicht wieder aufleben lassen und ja…er verdrängt mich.

    er ist ein toller mensch. ich möchte um ihn kämpfen und eine Lösung finden, dass auch ihn glücklich macht.

    mich würde deine Meinung zudem interessieren :)

    lg

    • Liebe Rosa, dazu kann und mag ich nichts sagen. Ich kenne dich nicht, weiß nicht, wie du lebst und so weiter. Wenn du etwas ändern möchtest, dann mach es doch. Aber ob das deine Situation ändert, kann ich wirklich nicht beurteilen.

      Alles Liebe
      Irit

  • Vielen Dank für diesen Artikel und die guten Kommentare dazu. Ich empfinde auch Trennungen oft als Befreiung, auch wenn ich Freunde und Familie sehe. Für mich habe ich gemerkt, es fällt mir sehr schwer Kompromisse zu machen, bei denen ich selbst nicht zu kurz komme. Ich bin auch diese Generation. Glücklicherweise kann ich mit meiner Freundin und auch manchmal mit meiner Mutter darüber reden. Ändern kann ich ja nur mich selbst.

  • Vielen Dank an dich Iris für den Blogbeitrag und an die lieben Leserinnen für Ihre Kommentare. So schlimm viele Lebenssituationen auch sein mögen, es ist immer tröstlich, wenn andere ähnliche Schicksale haben und gestärkt daraus hervorgehen. Ich habe derzeit viele persönliche Baustellen und hatte gerade nach dem Thema „Loslassen“ gegoogelt – das übliche Stöbern bei Irit passte dann wie die Faust aufs Auge. Ich wünsche allen hier, ebenso wie mir, dass sie ihre „Glücksschmiedefähigkeiten“ nicht unterschätzen, sondern es schaffen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und zu akzeptieren, dass vieles endlich ist und der Weg meist nicht nur einmal von vorn losgeht. Auch wenn mir das selbst gerade sehr schwer fällt, hoffe ich auf ein gutes Ende und höre mir direkt noch einmal mein Lieblingslied von Grönemeyer an: „Bleibt alles anders“ – Es gibt viel zu verlieren, du kannst nur gewinnen, genug ist zu wenig oder es wird so wie es war, Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders, der erste Stein fehlt in der Mauer, der Durchbruch ist nah…also wenn das nicht passt :-)!

    • Ich kann nachfühlen wie es dir geht. Es wird alles wieder gut. Ist es bei mir noch nicht so ganz, aber ich weiß es. Weil ich mir und meiner Intuition wieder trauen kann. Weil bestimmt jede von uns stärker ist als sie denkt. Ja es hat wehgetan und tut manchmal immer noch weh. Aber neben allem Mist begegnet man während solchen Zeiten auch wieder wunderbaren Menschen mit denen man gar nicht rechnet. Alles hat seinen Sinn, so blöd es auch klingt. Auch wenn man manchmal schier verzweifelt. Sei stolz auf dich, kümmere dich gut um dich selbst. Das hilft ungemein. Auch in der Aussenwirkung. Und nimm alles was du kriegen kannst in Anspruch wenn du es brauchst. Das zeugt von Stärke. Irgendwann wächst du auf und kannst durchatmen. Und weitergehen. LG

  • Irit natürlich – die Autokorrektur!

  • ich sage es ja, das Thema ist derzeit einfach präsent

    Ich finde es einfach schön, hier so viele gute Kommentare zu lesen

  • Ich kommentierte bislang nur wenig, aber mir ging es auch so, dass mich dieser Blogeintrag besonders berührt hat. Danke dafür liebe Irit, auch für den Link zu dem Artikel aus der „Zeit“ und danke für die wundervollen Gedanken der Leserinnen.
    Meine Trennung liegt zwar schon 1,5 Jahre zurück, aber ich merke, dass ich in meinem Alter (Ü50) Trennungen nicht mehr so gut wegstecken kann wie in jüngeren Jahren. Ich bin zwar einerseits lebenserfahrener und reflektierter, aber das Loslassen fällt doch so viel schwerer als früher. Und das eben auch mit dem Bewußtsein, dass das Leben endlich geworden ist.

    Anne

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.