Bücher mal wieder

Das letzte Update in Sachen Bücher ist schon etwas länger her und ich habe tatsächlich zwischenzeitlich sieben neue Bücher gelesen bzw. gehört.

Meine neuen Kurzreviews:

  • (37) Martin Walker: „Delikatessen“ (Band 4 Bruno). Und noch mehr neuere Geschichte mit Verbidnungen ins Perigord – diesmal die Basken und die ETA. Nur das Ende fand ich doof, da muss jemand sterben (ich verrate vorsichtshalber mal nicht wer) und das gefiel mir überhaupt nicht. Ansonsten: Band 5 – 8 liegen bereit – s. Photo weiter unten.
  • (36) Martin Walker: „Schwarze Diamanten“ (Band 3 Bruno). Genauso gut wie Band 1 und 2. Die Geschichte rund um Trüffel, chinesische Mafia, leckere Rezepte und den Wein aus dem Bergerac… macht mir gleich Appetit auf mehr.
  • (35) Florian Beckerhoff: „Herrn Haiduks Laden der Wünsche“ (Hörbuch bei Spotify). Wunderbar, einfach nur wunderbar und zauberhaft, die Geschichte von den Verstrickungen rund um die verloren gegangene Lottoquittung ist so schön, die Protagonisten fein gezeichnet und ich war regelrecht verliebt in Herrn Haiduk. UNBEDINGT hören!!! Der Sprecher macht das nämlich auch toll.
  • (34) Martin Walker: „Grand Cru“ (Band 2 von Bruno). Aaaaah, wunderbar. Man bekommt nicht nur Hunger und Durst, sondern lernt auch noch etwas über französische Geschichte und Leben im Perigord. Ich muss da dringend mal wieder hin. Bis dahin empfehle ich diesen Artikel in der Zeit.
  • (33) Jonas Jonasson: „Die Analphabetin, die rechnen konnte“. Am Anfang fand ich es sehr amüsant, aber irgendwie wiederholt sich dieselbe Masche mit den überraschenden Wendungen andauernd und irgendwann wird es dann – blöd. Kann ich nicht so sehr empfehlen.
  • (32) Daniel Kehlmann: „Die Vermessung der Welt“ (als Hörbuch). Ich bin ein Fan von Gauß (wie wohl die meisten Mathematiker) und habe sehr bdeauert, als der 10-Mark-Schein mit der Gaußchen Normalverteilung drauf abgeschafft wurde. Über die Humboldts wusste ich fast nichts und so kamen hier ganz wunderbar zwei Dinge zusammen: eine spannende Geschichte und viel dazu gelernt.
  • (31) Meg Wolitzer: „Die Interessanten“. In diesem Roman geht es um eine Gruppe von Jugendlichen („Die Interessanten“), die sich in den 70ern in einem Ferienlager kennen lernen und große Pläne für die Zukunft haben. In den folgenden Jahrzehnten entwickelt sich die Protagonisten auseinander und wieder zusammen, Träume zerplatzen, neue Chancen ergeben sich – ich war sehr fasziniert von den Lebenslinien.
  • (30) Donna Leon: „Tierische Profite“ (Brunetti 21) – so langsam aber sicher gehen meine Brunetti-Vorräte zur Neige. Ich bin bei jedem einzelnen Buch von Donna Leon begeistert, es gibt niemals schnell dahin geschluddertes oder flache Geschichten. Auch dieser Brunetti ist einfach gut. Und regt zum Nachdenken über den Verzehr von Fleisch an.

Meine Vorräte an ungelesenen Büchern direkt neben meinem Bett:

Derzeit lese ich einen Science Fiction von 1993, der überhaupt nicht „alt“ ist.

Dann hätte ich noch zwei Sachen. Erstens freue ich mich, wenn jemand über meinen Link zu Amazon bestellt (hier ist meine „Gelesene Bücher“-Liste bei Amazon, das mit den Fußfeilen will nicht so richtig funktionieren, ich brauche ein anderes Geschäftsmodell fürs Ferienhaus, die Party und so weiter). Und zweitens interessiert mich, ob ihr auch eins oder mehrere der Bücher gelesen habt – Urteile?? Und was lest ihr überhaupt zur Zeit? Die ganze Büchersache ist hier in letzter Zeit eindeutig zu kurz gekommen.

Nochmal zum Nachlesen: die anderen Bücher aus 2017, erstaunlich, ich habe tatsächlich 29 Bücher gelesen und gehört.

  • (29) Katherine Pancol: „Montags sind die Eichhörnchen traurig“ Nach zwei Jahren habe ich endlich den dritten Band der Trilogie gelesen und mich erstaunlicherweise (mit ein wenig freundlicher Hilfe der Autorin auf den ersten fünfzig Seiten) ganz schnell wieder erinnert und hineingefunden. Die Geschichte von Josephine geht weiter und auch die anderen Handlungsstränge ihrer Verwandten und Freunde. Ich habe auch Band 3 mit Begeisterung und in erstaunlichem Tempo gelesen, die Bücher standen aus gutem Grund jahrelang auf den Bestsellerlisten. Wer richtig schöne Familien-Schmöker-Romane mag, die nicht seicht sind: unbedingt lesen.
  • (28) John Scalzi: „Kollaps“ Hätte ich es doch nur nicht gekauft. Denn wie immer schreibt John Scalzi unterhaltsam, mit tollen Ideen und durchdachten Charakteren. Und dazu hat er sich noch ein „neues Universum“ ausgedacht, womit wir schon beim entscheidenden Haken sind: es ist der erste Band einer hoffentlich langen Serie. Und jetzt heißt es warten auf Band 2. Und Band 3. Und Band 4. Ich habe das schon lange nicht mehr gemacht, aber ich werde mir auf jeden Fall Band 2 im Original kaufen, dann bekomme ich es ein paar Monate früher. Mittlerweile mein Lieblings-SF-Autor. Wer Star Trek und Co mag, sollte unbedingt ALLES von ihm lesen.
  • (27) Rita Falk: „Weißwurstconnection“ Der Eberhofer ist wieder da, das neue Hotel in Niederkaltenkirchen steht auch und auch ansonsten tut sich eine ganze Menge. Vor allem im privaten Bereich. Ich mag die Krimis und habe auch zum ersten Mal ein Rezept von der Eberhofer Oma nachgekocht: Gulaschsuppe, war köstlich. Insgesamt ist das aber der schwächste Band bisher, alles nicht so richtig auf dem Punkt. Und das merkwürdige Ende? Muss man nicht kaufen.
  • (26) Julie Masson: „Pastis für den Commissaire“ Noch ein französischer Krimi, aber Lucien Lefevre ermittelt in Bordeaux bzw. im Umland. Lefevre ist ein etwas kauziger Charakter, man erfährt eher nebenbei seine Vergangenheit. Der Mordfall selbst ist ein bisschen arg konstruiert, eine wilde Mischung aus Dorfklatsch, Naturschutz und dazu noch zwei trottelige Dorfpolizisten mit Dreck am Stecken. Amüsant zu lesen war es trotzdem und ich werde mir noch Band 2 kaufen, mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.
  • (25) Sophie Bonnet: „Provenzalische Verwicklungen: Ein Fall für Pierre Durand (Band 1)“ Ein Re-Read, ich habe es zum ersten Mal im Sommer 2014 gelesen, in der Zeit, als sich das Ende meiner Ehe abzeichnete. Ich war wohl etwas unkonzentriert, denn es gefiel mir, aber ich konnte mich nicht so recht erinnern. Also bin ich mitten in diesem ungemütlichen Herbst wieder in die Provence eingetaucht. Es ist kein kriminalistisches Meisterwerk. Aber die Atmosphäre… wunderbar. Band 2 und 3 warten im Bücherregal auf mich und ich freue mich auf die Fortsetzung. Ein Buch für Provence-Süchtige wie mich. Link zum Review
  • (24) Sigrid Neudecker: „Madame ist willig, doch das Fleisch bleibt zäh: Wie ich in Paris kochen lernte, ohne dabei jemanden umzubringen“ Einblicke in die Kochkunst und wie man sie lernt und das Leben in Paris, wenn man dort tatsächlich wohnt. Aber irgendwie war ich nicht so richtig begeistert, in Teilen fand ich es sogar langweilig. Wer etwas übers Kochen wissen will, dem empfehle ich Nr. 13, eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr.
  • (23) Randall  Munroe: „What if?“ Entschuldigt den Ausdruck, aber das ist ein typisches Klobuch. Es liefert wissenschaftliche Antworten auf absurde Fragen, ist unterhaltsam geschrieben und man lernt noch etwas dazu. Aber mehr als 10 Seiten am Stück sind, naja, nicht so toll. Weswegen es an einem bestimmten Örtchen für unterhaltsame fünf bis zehn Minuten ganz wunderbar ist.
  • (20-22) Kerstin Gier: „Silber – Die Trilogie der Träume“ Kerstin Gier ist sehr umfangreich auf Spotify vertreten und diese Trilogie (der erste Band gekürzt, insgesamt knapp 29 Stunden) habe ich auf diversen Autofahrten inkl. Hin- und Rückfahrt in die Provence und eine Woche später nach Berlin gehört. Kerstin Gier hat wunderbare Ideen und obwohl das ein Jugendbuch ist, war ich fasziniert. Es ist schlicht und einfach perfekte Unterhaltung.
  • (19) Donna Leon: „Reiches Erbe – Commissario Brunettis zwanzigster Fall“ ich teile mir die Bücher von Donna Leon sorgfältig ein, sie ist nicht mehr die Jüngste und wer weiß, was noch kommt. Aber nach Band 19 war ich gierig und habe gleich noch Nr. 20 hinterher gelesen. Er war genauso gut, unfassbar, wie die Frau gleichbleibend höchste Qualität abliefert. Jetzt wird wieder ein bisschen eingeteilt.
  • (18) Brigitte Guggisberg: „Willkommen in der Provence“ Der intelligente „Frauenroman“ für zwischendurch. So lag ich auf meinem Liegestuhl unter einem schattigen Baum neben dem Pool und habe diese Geschichte über Ehe, Freundschaften, Selbstständigkeit sehr genossen. Und ich mag das Ende, das ist nämlich… anders.
  • (17) Thomas Montasser: „Ein ganz besonderes Jahr“ Ich mag Romane über Buchhandlungen und dieser Roman ist eine magische Reise in die Welt von kleine, aber feinen Buchläden und ihrer Faszination. Wunderschön.
  • (16) Donna Leon: Auf Treu und Glauben (Commissario Brunettis neunzehnter Fall) Wie immer ganz wunderbar, was soll man zu Donna Leon und Brunetti schons agen? Ich bin immer wieder fasziniert von dieser Mischung aus Roman, Gesellschaftskritik, Liebesgeschichte und (natürlich!) Kriminalfall.
  • (15) Han Kang: „Die Vegetarierin“ Ich fand das Buch merkwürdig bis verstörend und konnte mich nicht losreißen. Eine nüchtern erzählte Geschichte über eine Frau, die mit Konventionen bricht und ich fühle mich an Kafka erinnert. Man Booker Price 2016.
  • (14) Charles Sheffiled: „Die Nimrodjagd“ Das lagerte wohl um die 20 Jahre in meinem Regal (ist von 1986!) und es ist immer noch gut – was man nicht von vielen Science Fiction aus der Zeit sagen kann. Die Bücher von Sheffiled gibt es nur noch gebraucht (er starb 2002), aber ein absoluter Tipp für Space Opera-Fans. Ich habe noch Vorräte…
  • (13) Verena Lugert: „Die Irren mit dem Messer: Mein Leben in den Küchen der Haute Cuisine“ Unbedingt lesen, hören nur eingeschränkt empfehlenswert (die Sprecherin kann eindeutig kein englisch). Ein Einblick in die Welt der Perfektion der noblen Küche, man möchte sofort essen gehen. Kochen nicht, weil das bekommt man so nicht hin. Sogar meine kleine Tochter war fasziniert! Ich war akut unallgefährdet, weil ich im Auto gebannt der Schilderung des Kochwettbewerbs lauschte…
  • (12) Wolfgang Herrndorf: „Bilder deiner großen Liebe“ Eintauchen in eine fremde Welt, die aus Fragmenten besteht, da der Roman unvollendet ist. Ich fand es sehr berührend
  • (11) Timur Vermes: „Er ist wieder da“ – unbedingt als Hörbuch, knapp 7 Stunden Vergnügen und gute Laune
  • (10) Eva Menasse: „Quasikristalle“ Mit diversen Preisen versehen und ein interessanter Ansatz, aber ich mochte es einfach nicht. Nach 50 Seiten auf den „zu verschenken“-Stapel gelegt.
  • (9) Joakim Zander: „Der Schwimmer“ Ich habe bei Folge 12 (von 106) des Hörbuchs aufgegeben, weil ich es einfach nur fürchterlich fand.
  • (8) Martin Walker: „Bruno, Chef de Police“ Ein Re-Read, ich mag das Perigord und dieser Krimi ist nicht nur unblutig (blutig mag ich nicht), sondern wie ein kleiner Urlaub. Allerdings bekomme ich beim Lesen immer Hunger. Die Bände 2-9 warten noch auf mich, sehr schön.
  • (7) Karen Joy Fowler: „Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke“ Ein preisgekröntes Buch. Und es ist wunderbar. Eine emotionale, tiefgründige Geschichte mit überraschenden Wendungen und ich war fasziniert. Auch wenn ich ein bisschen länger zum Hören gebraucht habe.
  • (6) Nadja Hermann: „Fettlogik überwinden“ Ich habe noch nie in einem Nicht-Diät-Buch so viel über Ernährung, Mythen aller Art und den vermutlich richtigen Weg zur Lösung von Gewichtsproblemen gelernt. Ich arbeite an meinen Ergebnissen…
  • (5) Kaui Hart Hemmings: „Für immer dein Lachen“ Nette Schmonzette für faule Samstagnachmittag. Interessante Charaktere, aber zu vorhersehbar.
  • (4) Karen Köhler: „Wir haben Raketen geangelt“ Noch ein Unbedingt-Lesen-Buch. Frauen in Grenzsituationen der Liebe und (zugegegeben) extreme Abgründe. War ein Bestseller, wurde überall gut besprochen und dem schließe ich mich an. Toll. Ich mag „Il Comandante“ am liebsten, war auch für den Bachmann-Preis vorgeschlagen.
  • (3) Isabel Bogdan: „Der Pfau“ WUNDERBAR! Die Entwicklungen auf einem abgelegenen schottischen Landhaus sind ein bisschen altmodisch, hervorragend beobachtet und ich erinnerte mich an all die großen englischen Gesellschaftsromane. Unbedingt lesen (oder hören!)
  • (2) Giulia Enders: „Darm mit Charme“. Zu Recht ein Bestseller, sehr informativ, verständlich und ein Grund mehr,sich gesund zu ernähren.
  • (1) Fredrik Backman: Ein Mann namens Ove. Ein wunderbarer Schmöker und wer zum Schluss nicht heult, muss nochmal von vorne anfangen.

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