Nina George: Das Lavendelzimmer

Noch ein Buch aus Freiburg bzw. dem Urlaub. Es wurde wohl so ziemlich überall empfohlen, zumindest habe ich es in diversen Zeitschriften bei den Buchempfehlungen entdecken können. Und es ist… einfach schön. Jean Perdu verkauft auf seinem Schiffbuchladen in Paris Bücher als Medizin und als Hilfe bei seelischen Nöten. Nur sich selbst kann er nicht helfen.

Nachdem seine große Liebe gegangen war, lebt er wie eingefroren vor sich hin. Nun ja, es kommt, wie es kommen muss: durch einen Zufall bekommt er einen Anstoß, sich der ganzen Geschichte zu stellen und jetzt könnte eine furchtbar schmalzige Schmonzette losgehen. Geht sie aber nicht, stattdessen ist es eine ganz wunderbare Geschichte, mir fallen da Worte wie zart und poetisch ein.

Ich fand das Buch am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber es entfaltet sich. Und dann habe ich immer schneller gelesen. Wer es noch nicht gelesen hat: eine schöne Spätsommerlektüre.

Noch ein Wort zur Autorin: Nina George schreibt u.a. auch als Anne West Sexratgeber. Das merkt man in dem Buch auch deutlich, es gibt da eine unverkrampfte Nähe zur Körperlichkeit. Damit meine ich nicht nur Sex, sondern eben eine Nähe zum Körper. Ich fand diesen Aspekt bemerkenswert.

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