Diese Dinge geschehen nicht einfach so, oder

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manchmal eben doch, dann ist alles so, wie es sein soll: ich packte meine Geburtstagsgeschenke aus, fand dieses Buch von Taiye Selasi, schlug es auf und es begann eine wunderbare Familiengeschichte.

Die Autorin, selbst eine junge Frau mit im weiteren Sinne afrikanischen Wurzeln, im Übrigen eine atemberaubende Schönheit, erzählt mit einer Raffinesse und Wucht, das hat mich glatt umgehauen. Eine im besten Sinne neue Stimme, weil sie jemand ist, der mit afrikanischen Wurzeln in den USA geboren und groß geworden ist, während ihre Eltern noch direkt aus Afrika kamen.

Also mixt sich der Clash der Kulturen, Immigrationserfolg und -probleme mit den „üblichen“ Familienchaosgeschichten. Ein Hauch wildes Afrika ist in der Schilderung der telepathischen Verbindung der Mutter der vier Kinder auch zu spüren. Beeindruckend ist, dass ihre Darstellung der männlichen Familienmitglieder genauso tiefgehend und berührend ist wie die der Frauen. Ich konnte das Buch jedenfalls nicht weglegen und kann mal wieder nur eins tun:

Eine nachdrückliche Kauf- und Leseempfehlung aussprechen, denn dieses Buch gebe ich nicht aus meinem Haus!

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2 Kommentare

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Bin im Moment regelmässig in der Schweiz. Da habe ich eine Besprechung über das Buch in einer Tageszeitung gelesen. Da kamen Autorin und Buch nicht so gut weg. Ich habe es mir auf meiner Wunschliste vermerkt. Danke!

Wirklich, eine schöne Frau.
Der Familiengeschichten aus Afrika bzw. mit afrikanischem Hintergrund oder wahlweise auch aus Australien, Südamerika etc. bin ich aber ein wenig müde. Letzten endes ähneln sie sich doch irgendwie alle. Ich habe den Verdacht, dass damit in erster Linie das Fernweh und die Sehnsucht nach Exotik bei der Leserin angesprochen werden soll. Sie bedienen also in erster Linie den Eskapismus, ähnlich vielen „historischen“ Romanen (vielleicht/ hoffentlich auf besserem stilistischen Niveau).

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