Der neue Kinsella, ideal für einen verkuschelten Sonntag, oder

was gibt es Schöneres, als ein Mädchenbuch, das wirklich lustig ist, eine kuschelige Fleecedecke und eine große Kanne Ingwertee?

Sophie Kinsella hat einen Ausstoß, den ich kaum noch nachvollziehen kann, ich glaube, es ist kein halbes Jahr her, dass ich Cocktail für drei gelesen und auch hier besprochen habe. Nun kam schon wieder ein neues Buch an, das ich offenbar vorbestellt (und dann sofort vergessen) hatte: Das Hochzeitsversprechen. Was soll ich sagen? Es ist amüsant, routiniert konstruiert, sprachlich gelungen und mit dem gerade noch erträglichen Maß an kinsella-typischen Fremdschämen (ich erinnere an die shopaholic-Bücher, da war es zuviel!).

Lottie ist verzweifelt, weil sie mit 33 Jahren immer noch keinen Heiratsantrag von ihrem Lebensgefährten bekommen hat. Da passt es gut, dass sie einen alten lover aus Teeniezeiten wiedertrifft, der scheints ähnlich fühlt und ihr spontan einen Heiratsantrag macht. Den sie nicht nur cocktailtrunken annimmt, was ich noch durchaus verstehen kann, sowas macht sich ja auf dem Regal der Erinnerungen ja auch wunderbar schmeichelhaft, nein, sie heiratet und geht auf Hochzeitsreise, um ein Flitterwochenbaby zu zeugen. Das wiederum ruft ihre Schwester auf den Plan, die gerade in Scheidung lebt und ihre Schwester vor ihrem eigenen Schicksal bewahren will… Hinzu kommen noch der Lebensgefährte von Lottie, dem aufgegangen ist, dass er sie doch gerne heiraten will, der beste Freund des frischgebackenen Ehemannes, der sich in die Schwester verliebt… Und so nimmt das unterhaltsame Verhängnis seinen Lauf, anschnallen Mädels, Naschis in Reichweite und los geht´s. Und wenn es zuende ist, kann frau es gleich an die nächste Freundin, die in Urlaub geht, weitergeben.

Ein Kommentar

  • Ich habe so richtige Mädchenromane- Phasen. Und da kann ich das Buch gar nicht aus der Hand lassen. Von S. Kinsella kenne ich als Buch „Kein Kuss unter dieser Nummer“ und den Shopaholic- Film. Sehr gute Mädchenromane mit Anspruch sind meiner Meinung nach von Marian Keyes, ihr „Erdbeermond“ steht auf dem Regal in einer Reihe mit Klassikern und wird immer wieder gelesen. Von mir durchaus eine Empfehlung.

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