Blick in den Kleiderschrank

Neben allem was so in der Wohnung kreucht und fleucht wie Bücher, Einrichtungsgegenstände etc ist im allgemeinen der Kleiderschrank der absolute Hotspot in Sachen Minimalismus, Ordnung oder wie auch immer man es nennen möchte.

Das hat natürlich viele Gründe, hier eine kleine Auswahl:

  • Modefreak – große Auswahl sehr erwünscht
  • schwankendes Gewicht – drei Größen sind mind. vorhanden
  • Trennungsängste – das kann ich noch brauchen
  • Sparsamkeit: das ist doch noch gut
  • usw usw

Das sind alles sehr gute Gründe, um mit einem vollgestopften Kleiderschrank zu leben und solange genug Schränke Platz haben und dabei kein Unbehagen oder Schlimmeres aufkommt – gibt es aus meiner Sicht absolut keinen Grund etwas zu ändern.

Ich habe schon vor Jahren festgestellt, dass ich einen eher leeren Kleiderschrank bevorzuge. Etwa so:

Kleiderschrank

Ich schaue mit Freude hinein. Alles, was drin hängt, passt mir (Ausnahme s. ganz unten) und wird von mir getragen. Manches eher sehr selten (Pailettenrock für festliche Anlässe), anderes sehr sehr oft (schwarze Hosen und Pullis).

Tja, und dann habe ich noch eine spezielle Macke.

Wir blicken auf neun identische T-Shirts.

Und fünf identische schwarze Feinstrickpullover mit V-Ausschnitt (plus die zwei, die gerade in der Wäsche sind).

Die Macke, Kleidungsstücke, die mir gefallen UND die mir passen, sofort mehrfach zu kaufen, habe ich mir vor ein paar Jahren angewöhnt.

Mein Problem: ich habe sehr breite Schultern und gerade Hüften plus Bauch, da passt normalerweise erstmal nichts. Es ist das komplette Gegenteil einer weiblichen Figur. Taille und Busen hin oder her. Meine Hosen sind drei Nummern kleiner als meine Oberteile.

Das Problem gehe ich (sehr) langsam aber sicher mit selbstgenähten Kleidungsstücken an, aber ich bin ehrlich gesagt nicht sehr eifrig dabei. Immerhin ist dank Liebe zum Stricken das Problem mit den Pullovern gelöst.

Nicht wundern, dass es weniger sind als die hier schon vorgestellten: was mir nicht 100% gefällt, kommt weg. Ich ziehe es dann nämlich eh nicht an, also kann man den Vorgang deutlich verkürzen.

Ich habe für mich auch festgestellt, dass ich gerne immer ungefähr gleich aussehe (abgesehen von wechselnden Schuhen) – noch ein Grund mehr für einen schlichten Kleiderschrank. Ich bin nicht ganz so verrückt wie Steve Jobs, aber ich mag mir auch nicht allzu viele Gedanken über meine Kleidung machen.

So insgesamt sieht der Kleiderschrank aber aus wie meine Wohnung: nicht so Nonnen-minimalistisch, aber reduziert und alles macht Freude und wird gebraucht bzw. benutzt. Vermutlich nähe ich deswegen so wenig… ich brauche es vermutlich einfach nicht und derzeit kann ich mich nicht zu Sommerkleidern aufraffen.

Wie haltet ihr es mit dem Kleiderschrank??

PS: eine Ausnahme gibt es allerdings, das würde ich nie weggeben

Das ist das Hochzeitskleid meiner Mutter, von meiner Patentante genäht (sie war Schneiderin).

18 Kommentare

Typ Modeliebhaberin. 🙂

Mir passt alles, was in den Schränken ist und wenn nicht, balaciere ich lieber wieder meine Figur aus, als alles neu zu kaufen. Meine Winterklamotten dürfen gern eine Größer sein als die Sommersachen – saisonale Schwankung, die jedes Jahr gleich ist.

Ich habe auch diese Stapel fast oder ganz identischer grauer und schwarzer Shirts (viel für drunter)

Bei mir hat aber mit Farben seit einigen Jahren eine Wandlung stattgefunden: ich komme weg vom ewigen Schwarz und Hellgrau – waren meine Lieblingsfarben, aber mit den Jahren sehe ich damit fahler aus. Die intensive Augen- und Lippenfarbe verblasst, die Hautfarbe hat sich verändert, die Haare sind heller geworden, die Gesichtszüge hängen mehr, mir stehen jetzt leuchtende Farben besser, macht den Unterschied von wie vor dem Urlaub und nach einem langen Urlaub. (Ich folge jetzt der Queen) Ich bekomme auch viele Komplimente dafür, so wie früher umgekehrt.
Neues Ding auch bei mir (Kunst-)leder, Hosen und Rock. Ich liebe das im Winter, es hält so gut Wind und Feuchtigkeit ab und Materialmix sieht interessanter aus. Immerhin bleibe ich hier noch bei Schwarz.
Da man das nicht waschen, sondern nur abwischen kann, ist der Bedarf an anderen Hosen rapide zurückgegangen und hier überlege ich in der Tat gerade, einiges auszuräumen.

Neu sind bei mir kürzere Pullover, weil ich auch gern weite Hosen trage und ich ein, zwei Modelle gekauft habe, die ganz anders sind als meine üblichen Röhrenmodelle und da passen keine längeren Pullover, wenn man sich die Silhouette nicht zerschießen will. Es trägt sich aber total komfortabel und deswegen freu ich mich auch, dass es das jetzt überhaupt wieder zu kaufen gibt – zumindest als Jeans.

Ich bin aber im letzten Jahr doch vorsichtiger geworden, hier Sachen auszusortieren, erstens: weil mir alles gefällt und super steht, was ich habe, die Preise sehr angezogen haben und das Budget schrumpft und auch weil ich nachhaltiger leben will als vorher.
Das betrifft auch Schuhe und ich hab zu viele Socken. 😄
Ich mag allerdings auch T-Shirts in verschiedenen Dickegraden und hab da viele, ich ziehe die aber auch in der Nacht an und als Unterhemd. Ich nutze meinen kompletten Kleiderschrank und habe da nichts, was ich nicht anziehen mag – was für mich optimal ist, auch ich finde sofort was, was ich anziehen mag und überlege eher beim und nach dem Kauf, was ich wie kombiniere.
Ich hab das Optimum und mein Problem ist eher, nicht was neu zu kaufen, was ich schon habe, weil es mir immer wieder gefällt.
Ich bin da anfällig dafür. 😄

Du hast schon mal das Thema mit den Farben erwähnt. Ich empfinde das bei mir nicht so, greife aber sehr oft zum roten Lippenstift und bunten Schuhen – ich finde, das macht bei mir den Unterschied.

Und zu viele Socken kann man doch nicht haben, oder?

Hallo Irit, wenn man immer die selbe Farbe trägt und noch praktisch das gleiche Oberteil, vermittelt man dann nicht anderen das Gefühl, dass man nie die Wäsche wechselt?
Ich habe zwei gleichfarbige Poloshirts, auch gleicher Schnitt und sollte ich sie mal nach einander tragen, überlege ich manchmal ob ich es überhaupt gewechselt habe.
Bei Bettwäsche empfinde ich es auch als unangenehm, wenn ich diese abziehe, trockne und gleich wieder aufziehe. Abgesehen davon, dass ein frisch bezogenes Bett unübertrefflich ist, von der Optik und dem Gefühl her, empfinde ich es als nicht frisch bezogen.

Bücher habe ich nur Sachbücher, alles Andere kam schon immer nach dem Lesen wieder weg. Ich empfinde es als langweilig Bücher und Filme ein zweites Mal zu konsumieren. 🙂

Fotos gibt es nicht viele, alles aussortiert, was ich nicht mehr nachvollziehen kann und anschauen tue ich sie sowieso nie.

Schrank, ich habe darin noch weniger, als du 🙂
Dafür habe ich mehr Stoffe, aber komme nicht zum Nähen. Kommt Zeit, kommt Gelegenheit …

(Cordes Vas hat scheinbar etwas angerichtet, obwohl ich nur einmal die Woche und vorher Transparentlab Barrier Repair drunter hatte. Schlimmer Pickelschub und heilt wie immer miserabel.
Ich kriege es wieder hin, aber wie das Zeug gegen Pickel helfen soll, ist mir ein Rätsel, bei meiner Haut jedenfalls nicht.
Ceramide ist nicht so einfach, da alle Cremes mit Ceramiden komedogene Inhaltsstoffe haben und ich da jetzt sehr vorsichtig auswählen will)

warum sollte jemand anders glauben, ich würde nicht die Wäsche wechseln? Ich denke nicht, dass das bei Steve Jobs angenommen wurde (oder bei Mark Zuckerberg). Es ist nämlich schlicht so, dass praktisch niemand bemerkt, dass man dieselbe Kleidung (bzw. die frische Variante davon) trägt. S. auch hier: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/mode-and-accessoires/das-kleine-blaue-77700

Zu deiner Haut: tja, was soll ich sagen, lass sie doch einfach mal in Ruhe. In Cordes ist Isopropyl myristate drin, sehr komedogen. Ich bekomme davon dicke Pickel.

Bunte Schuhe und Lippenstift sowie bunte Taschen trug ich vorher auch. 🥰 Vielleicht bist du sowieso ein anderer Typ und ohnehin auch noch jünger. Ich betone das nur deswegen, weil es genau wie bei rotem Lippenstift gut ist, sich immer mal zu hinterfragen, ob das nur Gewohnheit ist oder wirklich was für einen tut. Ich finde eigentlich gut, immer noch etwas überraschend zu sein, damit meine ich auch mich selber. Wir hatten uns ja mal über unsere Abneigung zu Beige unterhalten. Aber das passt einfach herrlich zu knallrot. 😃

Bei der Beschreibung Deiner Figur war es als blickte ich in einen Spiegel.
Lässig geschnittene Hemden zu schmalen Hosen oder Röcken sind ok, gerade geschnittene Kleider gehen einigermaßen.
Ich neige auch dazu, von Kleidung die mir gut passt, mehrere Teile zu kaufen und trage immer noch am liebsten schwarz.
Oberteile kaufe ich, wegen der breiten Schultern mit V-Ausschnitt weil der streckt.
Daunenmäntel kann ich vergessen, zu wuchtig.
Irgendwann weiß man halt was einem steht und bleibt dabei weil man sich darin wohl und nicht verkleidet fühlt.
Und der Kleiderschrank bleibt überschaubar, alles passt zusammen.

Liebe Irit,

meine Figur ist so ähnlich wie deine, allerdings sind meine Oberteile “nur” 1-2 Größen größer als meine Hosen. Auch ich trage fast nur schwarz, einiges auch in meiner zweiten Lieblingsfarbe: Lila in verschiedenen Schattierungen, allerdings mit Blaustich, ins Lavendelfarbene gehend.

Ich trage am liebsten Shirtkleider und lange Shirts über schmalen Hosen und Leggings, im Sommer meist Caprileggings. Wenn es kälter wird, trage ich über meinen Shirtkleidern Feinstrickjacken.

Ich habe viele gleiche und ähnliche schwarze Shirts für “untendruter” und einige Longshirts für “obendrüber”. Bei letzteren habe ich bei der Aufbewahrung das Problem, dass sie sich auf den ersten Blick im Schrank nicht unterscheiden, so dass es mir schwer fällt, hier Ordnung zu halten. Wenn ich ein spezielles suche, muss ich alle herausziehen und habe danach selten Lust, sie wieder ordentlich zu falten. Aufhängen auf Bügeln geht nicht, weil ich mein Kleiderschrank nur zweitürig ist und eine Seite davon Fächer hat, so dass die Kleiderstange nur wenig Platz hat. Dafür habe ich noch zwei Kommoden, in denen meine Shirts, Unterwäsche, Leggings und Socken Platz finden. Strickjacken und meine Fleecejacken liegen in den Fächern im Schrank. Außerdem habe ich noch zwei Sweatshirts mit Kapuze (eins lila, eins schwarz), für Zuhause und wenn ich auf dem Balkon bin.

Dazu kommen noch vier Jeans, zweimal Röhre und zweimal Bootcut, jeweils das gleiche Modell. Bei Bedarf werde ich auch die gleichen nachkaufen, wenn ich entsprechende Sonderangebote sehe.

Schuhe habe ich auch relativ viele, allerdings ebenfalls in schwarz und alle flach. Schuhe hätte ich gerne weniger, schaffe es aber nicht, das zu reduzieren. An sich sind die vielen Schuhe auch kein Problem für mich, allerdings nehmen sie viel Stauraum ein.

Mit den Schuhen geht es mir wie dir. Ich trage auch alle flach. Ich hab etwas mehr bunte als schwarze, aber die bevorzuge ich (noch) im Winter. Teils auch deswegen, weil die Farbauswahl für Winter total bescheiden ist.

Vor einigen Jahren fing ich an ab Herbst nur schwarz, grau und weiss zu tragen. Ich hasse es kalt zu sein, also kommen nur Kaschmir und Merinowolle in Frage (und weisse Leinen Blusen). Ich trage gerne alles vieeeel zu gross. Ich finde “oversized” steht mir gut.
Jeans habe ich keine mehr. Habe mir 3 Paar schwarze Wollhosen mit Gummizug gekauft. Die rolle ich gerne hoch und trage, wie hier andere auch, eines meiner 5 Paar bunten Schuhe zum aufpeppen. Ich mag auch Leggings, lange weisse Bluse (nur mit Stehkragen) und graue, lange Kaschmir Strickjacke drüber.
Ich wohne in der nähe eines der besten Second Hand Shops EVER! Habe heute einen dicken weissen Kaschmirpulli von Brooks Brothers für $6 gekauft! Originalpreis $295! 95% meiner Kleidung wird dort oder bei ebay gekauft!
Meinen Schrank habe ich farblich und nach Kategorie sortiert. Funktioniert ganz gut und es wird alles getragen. Sobald ich merke mir gefällt etwas nicht mehr, geht es sofort zum Second Hand.

Guten Morgen
Ich kaufe und verkaufe schon seit vielen Jahren nur sec Hand. Meistens bei vestiaire, da die sec Hand Shops hier bei uns doch eher bescheiden ausfallen. Französinnen lieben CHI CHI Mode und das meistens in Grösse 34/36. Ich hab Grösse 40 und bin 175 gross, da passt nix. Allerdings sollte man seine Marken und Grösse gut kennen, sonst sind Fehlkäufe vorprogrammiert. Zurückgeben geht nicht.
Deshalb könnte ich auch nie 5 mal den gleichen Pulli kaufen, das gibts gebraucht einfach nicht. Würde ich aber auch sonst wohl nicht machen, ich wechsle einfach gerne ab. Obendrein hab ich ein absolutes Faible für gestreifte und gemusterte Hosen. Wenn ich Streifen sehe, setzt bei mir irgendwas aus im Hirn…🤪 ahhh Streifen…..oversized Pulli oder Bluse dazu, natürlich unifarben. Sneakers oder Ballerinas ..und alles möglichst in top Qualität. Deshalb trage ich meine Sachen auch sehr lange und wenn mir die Streifen nicht ausgehen, gibts selten Neues. Schwarz trage ich praktisch nicht mehr, das war einfach zu trist zu den grauen Haaren. Dafür jetzt viel dunkelblau.
Liebe Grüsse
Cashmere! dick! für 6 Dollar! Du Glückspilz!
Mein absolutes Oberschnäppchen war vor 10 Jahren eine echte! Chanel Tasche für 8.- Euro auf dem Flohmarkt! Mit Dustbag…

Hallo🤗 ich kaufe Secondhand seit Jahren sehr gerne bei vite-envogue.de (Designermarken) ein. Da kann man auch problemlos retournieren. Habe schon einige tolle Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen, Gürtel…erstanden. Bei anderen Shops habe ich tatsächlich noch nie geschaut. Das wäre mir dann einfach auch zuviel „Sucherei“. Man klickt sich ja bei Secondhand doch durch zahlreiche Einzelstücke außer man sucht nach etwas Konkretem. Ist wie Wühltisch online😜LG an alle Martina

Hi Irit 😊.. mein Kleiderschrank ist immer aufgeräumt und ich schmeiße alles raus was ich nicht mehr anziehe.. ist nicht viel aber mache das alle paar Monate.. habe nicht viel aber immer schöne Teile 😊.. schenke dann meinen Kollegen oder second hände..Lg

Liebe Irit, ich räume meinen Kleiderschrank auch mehrmals im Jahr a lá Marie Kondo auf; was mich nicht mehr überzeugt oder passt wird verschenkt.
Ich bewundere deinen minimalistischen Look und die puristische Ordnung , toll, ich bekommen das leider nicht so hin…ich kaufe oft, einfach spontan was mir gefällt , kreuz und quer in allen Regenbogenfarben 😂🙉🌈.
Aber, es macht auch Spaß !!!

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