Wochenendrezept: Eierlikörkuchen

Zu meinen vielen Erinnerungen an meine Mutter gehört auch das Backen. Sie hat es gerne gemacht und ich auch und da wurde oft ein neuer Kuchen ausprobiert. So auch dieser Eierlikörkuchen, muss Anfang der 80er gewesen sein. Meine Mutter hat das Rezept ordentlich in ihr Rezeptbuch geklebt (das steht jetzt in meiner Küche) und ich habe den Kuchen bestimmt 35 Jahre nicht gebacken.

Eierlikörkuchen Rezept

Der Kuchen ist zwar einfach, aber es braucht einen kleinen Kniff – meine Mutter hat sich immer geärgert, dass er bei ihr nie so fluffig wurde wie bei mir. Nach dem dritten Versuch habe ich ihn dann immer gemacht.

Bei der Gelegenheit kann ich euch gleich noch meine neue Kuchenform zeigen:

Kuchenform Konstantin Slawinski Backform

Kuchenform Konstantin Slawinski Backform

Witzig, oder? Man bekommt verschieden große Kuchenstücke, von den XS-Essern (der tolle Mann) bis zu den XL-Kuchenessern (große Tochter und ich).

Aber kommen wir zum Rezept.

Die Zutaten

  • 5 Eier Gr. M
  • 250 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 250 ml Öl (Sonnenblume oder ähnlich geschmacksneutrales)
  • 250 ml Eierlikör
  • 125 g Mehl Type 405
  • 125 g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • evtl. Puderzucker zum Bestäuben

Die Zubereitung

Eier, gesiebten Puderzucker und Vanillezucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer cremig rühren. Das dauert etwas und ist der entscheidende Trick für einen fluffigen Kuchen. Es sollte eine weißliche, cremige Masse werden. Das kennt die eine oder andere auch von Tirami Su, man muss am Anfang geduldig rühren.

Dann Öl und Eierlikör zugeben, rühren, bis alles homogen vermischt ist, dann Mehl, Speisestärke und Backpulver darauf sieben und ebenfalls gut verrühren.

Das war es dann auch schon. Ab in die Form und im Ofen bei 150 Grad Umluft ungefähr 50 Minuten backen. Ich weiß nicht, warum im Originalrezept 90 Minuten standen, das ist eindeutig zu lang.

Noch ein Tipp: vor erster Benutzung von Silikonformen sollte man doch etwas Öl verwenden, sonst sieht das Ergebnis so aus:

Eierlikörkuchen

Eierlikörkuchen

Geschmeckt hat es trotzdem ganz hervorragend. Und man sieht genau, wie fluffig der Kuchen wird.

Die Kuchenplatte ist auch von meiner Mutter, ich hatte nie eine richtige und jetzt habe ich zwei alte Schätzchen aus den 60ern, die ich sehr gerne mag.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und guten Appetit!

10 Meinungen zu “Wochenendrezept: Eierlikörkuchen

    1. Die Geschichte mit dem Mehl ist völlig abstrus, wir importieren überhaupt nichts in der Richtung. Naja, heute morgen gab es immerhin wieder Roggenvollkornmehl im DM, ich vermute, bald auch wieder der Rest.

      Fast noch schwieriger ist das Öl… das große Kind hat gestern im Kiosk nebenan gekauft, aber im Supermarkt: völlig abgeräumt. Und Kuchen mit Olivenöl finde ich so naja

      1. Korrektur meines vorherigen Beitrages: bei Weizen ist dieDeutschland zu 100 Prozent Selbstversorger, meiner Tochter ( die hat mein Backwarengeschäft übernommen) werden nur gerade ihre stark erhöhten EKPreise damit erklärt. Natürlich auch mit erhöhten Transportpreisen, aber auch mit dem Weizenunsinn.
        Liebe Grüße aus Hamburg
        Sabine

  1. Eierlikörkuchen backt meine Mutter auch regelmäßig. Früher für ihre Pensions-Gäste am Sonntag zum Frühstück, weil es damals Sonntags auf dem Land keine Brötchen gab. Abwechselnd gab es dazu Nuss- oder Marmorkuchen. Als Kind habe ich diese beiden gebacken.
    Eierlikör hat sie vorsichtshalber selbst gemacht, damit ich nicht am Likör nippe.
    Inzwischen ist sie 80 Jahre alt und lebt alleine. Sie backt diese Kuchen dennoch und friert das meiste dann ein.
    Danke für den positiven Flashback in meine Kindheit.
    Liebe Grüße Lisbeth

  2. Bei uns bekommt man proPerson nur noch1 Flasche Öl. Weizen kommt aber durchaus aus Russland. Eierlikörkuchen; Erinnetungen an die Kindheit😀

  3. Und ja es sind 2 wunderschöne Schätzchen , die du jetzt hast🥰. Ich habe auch keine Platte, irgendwie hat unsere Generation sowas nicht gekauft.

  4. Danke für das Rezept, der Ofen heizt gerade vor :). Ich musste Walnuss Öl nehmen, es gab einfach nichts in den Läden, habe mit Quark noch ergänzt und hoffe auf ein tolles Ergebnis. Das Photo mit dem Rezept erinnert mich unglaublich an meine Oma mit der handschriftlichen Beschreibung, wirklich ein Schatz. Danke für das Teilen.

    1. Quark??? Wie ist es geworden?

      Ich habe Freitag noch einen gebacken, wir sind gerade beim Deutschen Ballettwettbewerb (große Tochter tanzt gleich) und auf der Fahrt blieb nicht viel übrig. Neues Familienlieblingsrezept, mache ich für Ostern gleich nochmal

  5. Lecker, fluffig, toll. Ich hatte nach Substitution für Öl gegoogelt, da wurde Quark vorgeschlagen. Habe 125 ml walnussöl genommen und mit 125 g Magerquark aufgefüllt. Vollständig ersetzen habe ich mich nicht getraut. Aber Ergebnis passt.

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