Ein nachhaltiger Sommer. Was mir gerade so durch den Kopf geht.

Achtung: Werbung! Lesen auf eigene Gefahr*

Meinen persönlichen Trend zu immer weniger Reviews (ich mag einfach nicht das zwanzigste Hyaluronserum testen) und hin zu wirklich guten Produkten mit Wirkung habt ihr vielleicht schon bemerkt. Es ist bunter auf dem Blog geworden – und das gefällt mir gut.

Diesen Sommer werde ich das mit einem lang verschobenen Projekt kombinieren und einfach mal praktisch nichts Neues testen.

Stattdessen gibt es endlich Produktlisten und zwar schön säuberlich nach Produktgruppen aufgeteilt. Das macht ziemlich viel Aufwand, der sich aber lohnt. Denn manchmal verliere selbst ich den Überblick.

Also: stellt euch auf einen relaxten Sommer ein mit vielen Produkten, die ihr (vielleicht) schon kennt. Oder mal probieren solltet.

Daneben gibt es aber noch ein paar schöne Sommermakeup Neuigkeiten. Dank Corona ist da alles etwas im Verzug, aber im Zweifel kann man zumindest die pudrigen Produkte auch noch im nächsten Jahr benutzen. Und die genialen cremigen Fentyprodukte habe ich euch ja schon ans Herz gelegt.

Und so einiges an persönlichen Dingen, angefangen bei einem etwas geänderten Ansatz zur Pflegeroutine.

Ansonsten denke ich natürlich auch mal wieder über die Zukunft des Blogs nach. Im Oktober wird er zehn Jahre alt. Eine ganz schön lange Zeit. Und es macht immer noch Spaß.

Ich habe es schon mal geschrieben, ich bin eher ein Langzeitplaner und bin gerne vorbereitet auf die Dinge, die dann irgendwann mal kommen. Ganz konkret kommt in fast genau zwei Jahren ein grundlegender Wandel: ich werde aufhören zu arbeiten, zumindest in einem festen Angestelltenverhältnis. Das war von sehr langer Hand geplant und die Exceltabelle mit den Finanzen ist über die letzten fünf Jahre stetig gewachsen und verfeinert worden.

So wird es mit Sicherheit zeitweise aussehen und danach (da zitiere ich gerne mal Captain Kirk): auf die Zukunft, das unbekannte Land. Es gibt viele Möglichkeiten und mein Blog spielt da natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle.

Ich sehe derzeit auf immer mehr Blogs bezahlte Bereiche, d.h. dass ein Teil der Beiträge nicht mehr frei zugänglich ist, sondern von den Leserinnen bezahlt wird. Mit Sicherheit ein allgemeiner Trend (sieht man auch bei diversen Zeitungen und Zeitschriften) und auch eine Reaktion auf Corona. Wer sich voll auf Werbeeinnahmen und Kooperationen verlassen hat, hatte in den letzten Monaten mit Sicherheit keine schöne Zeit. Die Firmen haben reflexartig mit Kürzung der Marketingbudgets auf Corona reagiert. Abgesehen von den monatlichen Einkünften erlaubt ein solches Modell natürlich auch eine gewisse Unabhängigkeit. Ich beobachte das mal weiter. Denn eins ist klar: ohne den Inhalt, für den eine Leserin gerne (im monatlichen Abo) bezahlt, macht das wenig Sinn. Ist natürlich auch eine Verpflichtung.

Aber als erstes genießen wir jetzt den Sommer – und auch die Herbst- und Winterliebhaberinnen müssen da jetzt durch. Es wird auch eine kleine Blogpause geben… bin noch in der Planung.

*Aufgrund der aktuellen Rechtslage ist alles von (unbeauftragter) Namens- bzw. Markennennung bis zu bezahlten Kooperationen als Werbung zu kennzeichnen. Mehr Informationen dazu gibt es hier

22 Kommentare

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Liebe Irit,
Das hört sich alles sehr entspannt an und die Aussicht schon in 2 Jahren mit arbeiten auf zu hören sind ja Super 👍
Darf ich an dieser Stelle mal fragen wie alt du bist 🙃 , musst natürlich nicht antworten wenn du nicht magst 😗
10 Jahre ist eine lange Zeit für einen Blog , ich finde das toll wenn man was konsequent mit Spaß durchzieht.
Wünsche ein schönes Wochenende
Liebe Grüße
Simone

Liebe Irit,
das klingt nach einem guten Plan und sehr interessant. Dein Blog ist wunderbar vielseitig und das mag ich sehr. Aber ich weiß auch, wie arbeitsintensiv das ist.
Freue mich auf alles, was kommt. ;-))

Ich bin mit Mitte 50 aus dem Angestelltenverhältnis ausgestiegen und seit ein paar Monaten selbstständig. Und ich finde diese neue Freiheit großartig.

Liebe Grüße
Gabriele

ja, auf diese Freiheit freue ich mich auch – ich finde es sehr spannend, einfach mal die Richtung zu ändern

Ich bin auch 54 und zehre jetzt schon von „nur noch 11 Jahre“. Manchmal wird mir mein Job zu viel, wenn ich nach Dienstschluss kaum noch krauchen kann z.B. Aber ich mache meine Arbeit auch gerne und brauche das Team und diese festen Zeiten. Selbstständig ist nichts für mich, ich muss am Ende des Monats sicher mein Geld haben. Das macht vielleicht nicht glücklich, aber gibt mir Ruhe, Sicherheit und ein unbeschwertes Leben. Wenn ich von zu Hause aus arbeiten würde, dann würde ich Mittags immer noch im Bademantel rumrennen😂

Ich finde die Idee mit den Produktlisten super. Schreibst du auch deine Beurteilung der Produkte dazu? Das wäre ein gutes Nachschlagewerk.
Ich habe mich mit 48 Jahren selbständig gemacht. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Natürlich ist man freier, trägt aber auch viel mehr Verantwortung. Gerade die Coronakrise hat mich am Anfang viel Nerven gekostet.

ich werde meine Reviews dazu verlinken (oder auch rein kopieren, muss mal schauen) – dann hat man wirklich den Überblick

Ich bin jetzt 52 und habe es andersrum gemacht, ich hatte mit Mitte 40 das erste Festangestelltenverhältnis meines Lebens, nach langer Selbständigkeit/Freiberuflertätigkeit. Jetzt genieße ich es jeden Monat einfach so Geld aufs Konto zu bekommen und das sogar noch bei Krankheit und Urlaub. Wobei ich mich manchmal auch schon ein klitzekleines bisschen langweile bei so viel Routine ;)
Einen schönen Sommer allen!

warum machst du nicht nebenher etwas? Mache ich ja auch mit dem Blog. Nicht zum reich werden, sondern weil es Spaß macht

Mit 56 ind die Rente ist ein Traum! Ich werde bzw. meine Generation bestimmt bis 70 arbeiten müssen. Ich plane auch in die Frührente, also so mit 65 :-)))) und dann reisen, reisen…davor werde ich vermutlich bis 65 nicht Vollzeit schaffen, aber vier Tage die Woche wäre auch toll.

Ein mutiges Projekt! Nachdem meine Schäfchen mehrheitlich im Trockenen waren, habe ich einen ähnlichen Schritt getan. Dazu benötigt man m.E. neben Zuversicht und sehr guten Nerven vor allem eine strapazierfähige Planung (toll, dass Du 2 Jahre im Voraus planst!), Übersicht über steuerliche Fragen und mögliche Fördergelder, keine laufenden Kredite, ein Polster, eine sichere Altersvorsorge und Krankenversicherung, auch die Überlegung, was man im Erkrankungsfall tun kann.

Man wird von anderen, volatileren Umständen abhängiger, und der Druck geht eigentlich nie mehr wirklich aus den Knochen, weil die Gedanken hinzukommen, wie beispielsweise die Auftrags- oder Konkurrenzlage in einem Jahr aussieht. Plan B und C zu haben, ist auch nicht schlecht für den Nachtschlaf. Was war noch einmal ein komplett entspannter Urlaub? Urlaub?!? 😁 Aber eines ist das Gute daran: man wirtschaftet in die eigene Tasche und kennt die Chefin ziemlich genau!

ich habe auch bemerkt, dass es eine lange Liste an Punkten gibt, über die man nachdenken muss. Allerdings würde ich eher als Freelancer im bisherigen Bereich arbeiten, nichts großartig kostenintensives Eigenes aufziehen

Ich muss arbeiten, bis ich tot bin… ;-)
Gerade habe ich eine sehr anstrengende Phase mit Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Panikattacken, Übelkeit — die Wechseljahre legen mich total lahm. Ich lebe von einem Tag auf den anderen und weiß nicht, was mich am nächsten erwartet. Alles nervenzehrend genug. Wenn ich selbstständig wäre, würde ich jetzt komplett durchdrehen. Aber Du hast sicher eine richtig gute Berufsunfähigkeitsversicherung… :-)

Das S/W-Bild von Dir ist toll!

Du Arme, das hört sich nicht gut an mit den Wechseljahren. Was sagt denn deine Ärztin dazu?

Du wirst es nicht glauben: ich habe keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das wurde immer durch den Arbeitgeber abgedeckt und eine eigene lohnt sich nun nicht mehr

Ach Beate, das klingt ja gar nicht gut.
Ich wollte Dir schon lange mal sagen, dass ich Deine Beiträge sehr sehr mag. Du haust einfach raus, was Du so denkst, mir gefällt das unheimlich gut – auch wenn es inhaltlich oft bitter ist, was Du berichtest.
Seit wann ist Dein Leben so schwierig? Du hast ja schon oft Geldprobleme angedeutet. Und was müßte sich denn ändern, damit es besser für Dich läuft?

Mein Leben ist gar nicht so schwierig. Ich habe alles, was ich brauche — außer genug Lebenskraft. Die ist mir als Alleinerziehende mit einem Burnout und jahrelangem psychischen Dauerstress einfach kübelweise aus dem System gelaufen. Deshalb kann ich nur noch halbtags arbeiten. Und habe auch halbes Geld ;-) Meine materiellen Begehrlichkeiten sind inzwischen ziemlich eingedampft. Sehr, sehr viele Dinge sind mir einfach nicht mehr wichtig… Diese Realität teile ich nicht mit allzu vielen Menschen um mich herum.

Und Ärzte auf dem Land — ach, herrje. Der Tellerrand ist ja so hoch, schwer, drüber zu kucken. Du hast zwei zur Auswahl, und wenn die beide keene Ahnung haben: Pech. Seit zehn Jahren versuche ich, mir selbst zu helfen… Trial and error ;-) Für richtig gute Ärzte, die systemisch denken und behandeln, gäbe es noch die Möglichkeit, zurück in die Stadt zu ziehen — dazu bin ich (noch) nicht bereit.

Ich habe schon mehrfach die Richtung gewechselt. Habe sowohl im angestellten Verhältnis als auch in der Selbstständigkeit gearbeitet. Mit 55 habe ich aufgehört zu arbeiten und genieße seitdem die Freiheit, wählen zu können, ob ich Zeit und Lust habe, Aufträge anzunehmen oder nicht. Reisen steht an 1. Stelle. Die Vorbereitungen zum Ausstieg dauerten bei uns etwas länger. Aber 2 Jahre reichen sicher auch bei intensiver Vorbereitung. Langeweile hatte ich bisher noch nie. Habe es nie bereut.
Wünsche Dir viel Erfolg beim Überlegen und Umsetzen Deiner Pläne 😊

Ich habe mit Anfang 30 angefangen, an meiner finanziellen Langfristplanung zu arbeiten-mit einem ähnlichen Ziel wie du. Ich hoffe, es klappt. Und du machst mir gerade Mut :-). LG Franziska

Ehrlicherweise muss man bedenken, dass ich einen Arbeitsvertrag aus der guten, alten Zeit in der Energiewirtschaft habe, ich bin ja seit 1992 dabei. Das hilft enorm. Aber mit einer vernünftigen Planung klappt das! Ich drücke dir die Daumen :-)

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