Idealer Urlaubsschmöker: Die gelben Augen der Krokodile,

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ein Buch, das Irit mir geliehen hat. Der Titel ist seltsam, finde ich, ich hatte erst die Assoziation, das sei eine Kolonialgeschichte.

Nun, das ist es nicht, es ist vielmehr ein sehr schön geschriebener, differenzierter Roman über die Entwicklung einer Familie, und zwar sowohl einer Kleinfamilie, Vater, Mutter, zwei Kinder, die zerbricht, als der Vater arbeitslos geworden ein Verhältnis beginnt und schließlich auszieht, als auch der erweiterten Familie der Ehefrau. Es ist ein Entwicklungsroman, durchaus spannend erzählt, ich würde sagen, französisch-charmant, der mir viel Spaß gemacht hat. Ein Buch, das sich so wegliest, einen aber auch nicht richtig loslässt. Ich war fast traurig, als es zuende war, und überlege ernsthaft, mir noch mehr Bücher dieser Autorin zu besorgen.

Und das ist doch ein gutes Zeichen für ein Buch, also nehmt es mit in Urlaub, ihr werdet es nicht bereuen!

(Anmerkungen von Irit)

Dann kann ich gleich auch noch etwas dazu sagen. Ich nehme mir in den letzten Jahren zu wenig Zeit zu lesen, habe aber vor einiger Zeit wieder angefangen, die Buchempfehlungen in Zeitschriften genauer zu lesen und wenn mir etwas gefällt, notiere ich es in meinem schlauen Buch. Ich gebe zu, ich bin zu geizig, um mir Hardcover zu kaufen, aber ich kann ja warten.. hier wartet eh noch ein Stapel Bücher aufs gelesen werden.

Als ich Karneval in Köln war, war ich auch auf der Ehrenstraße bummeln, dort gibt es einen wunderbaren Buchladen mit Verlagsremittenden (und auch neuen Büchern), er ist schräg gegenüber von dem Applestore. Ich zücke dann immer mein Notizbuch und gehe auf die Suche.

Dieses Buch fand ich ganz wunderbar, französisch-charmant trifft es gut, man möchte immer weiter lesen, weil man wissen will, wie es der Protagonistin und auch der restlichen Familie ergeht. Ich kann es auch nur allerwärmstens empfehlen.

Mittlerweile gibt es auch die Fortsetzung bzw. den zweiten Band der Trilogie auf Deutsch, bisher nur als Hardcover, aber ich warte dann noch ein Weilchen… es heisst „Der langsame Walzer der Schildkröten“. Der dritte Band „Montags sind die Eichhörnchen traurig“ ist für den Oktober angekündigt.

 

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6 Kommentare

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Ich habe das Buch mit Spannung und Vergnügen gelesen und kam mir vor wie in einem französischen Film. Ganz frei von Pathos und Kitsch ist es nicht, und bei Literatur bin ich da sehr empfindlich (im Film weniger). Den Folgeband fand ich nicht ganz so stark, aber immer noch lesenswert. Also auch von mir eine Empfehlung für ein tolles Urlaubsbuch, in dem man versinken kann.

Danke für den Tipp, habe es gerade bestellt. Und wo wir bei französischer Leichtigkeit sind, kann ich euch sehr empfehlen: Alex Capus „Léon und Louise. Die Geschichte zweier Menschen, die nie zusammenkamen und doch ein hinreißendes Liebespaar geworden sind“.

Den Roman von Alex Capus habe ich im letzten Sommer gelesen und mehrfach verschenkt. Spannend, athmosphärisch dicht, kein aufgesetztes happy-end. Sehr zu empfehlen!

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