Donna Leons 20.Brunetti-Venedig-Krimi, und

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ich bekomme immer noch nicht genug. Meinetwegen könnte sie drei im Jahr veröffentlichen, ich würde sie alle lesen. Man kann ja nun nicht behaupten, dass die Geschichten mit den Jahren spannender oder gar besser geworden seien. Ich behaupte auch gar nicht, dass Donna Leon im Genre Krimi besonders hervorragend sei.

Aber sie ist so wunderbar italienverachtend kritisch, und sie prangert Missstände, von denen wir im Zuge der Eurokrise erstmals lesen, seit Jahrzehnten an. Und sie ist wunderbar liebevoll im Beschreiben ihrer ziselierten Persönlichkeiten, ob nun der Vicequestore als ebenso grenzdebil beschrieben wird wie der kleine Polizist Alvise oder ob Signorina Elettra wieder die erstaunlichsten Dinge vollbringt und dabei aussieht wie Angelina Jolie in haute couture, bevor sie anfing zu hungern.

Und wir wollen das Beste nicht vergessen: Die wunderbare Ehe zwischen Paola und Guido, garniert durch seinen ständigen Konflikt mit dem reichen Elternhaus seiner Frau. Dieses Unbehagen an ihrer adeligen und schwerreichen Herkunft hindert Brunetti aber nicht daran, einen verschlossenen Kunsthändler zu Auskünften zu erpressen, indem er ihn roh damit bedroht, der Conte, sein Schwiegervater, werde sonst nie wieder bei dem Kunsthändler kaufen. Da ist Brunetti dann doch ganz Polizist.

Und seit ich in Venedig war, lese ich die Wegbeschreibungen noch lieber.

Kaufen, Mädels, und lesen.

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