Sonntagsrezept: Apfelkuchen aus der Sansibar

Heute gibt es meinen Lieblingsapfelkuchen. Der schmeckt nicht nur richtig gut, sondern ist auch schnell auf dem Backblech gemacht. Gebacken wird er bei mit seit fünf oder sechs Jahren und ich finde ihn immer noch gut.

Apfelkuchen – Link zu Pinterest

Kommen wir also lieber zum Rezept, so richtig ansehnlich sind Apfelkuchen ja nie.

Zutaten:

  • 10 säuerliche Äpfel (rund 1.2 kg)
  • 1 Saft einer Zitrone
  • 325g weiche Butter
  • 325g Zucker
  • 6 Eier
  • 450g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 5 EL Sahne
  • 5 EL Rum
  • 3-4 EL brauner Zucker

Zubereitung:

  • Äpfel waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Danach mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht oxidieren und braun werden. Ok, ich bin meist zu faul dazu und arbeite einfach schneller und überhole sozusagen rechts die natürlichen Prozesse.
  • Ofen auf 150 Grad (Umluft) vorheizen
  • Wahlweise Backblech oder eine Form einfetten – falls nötig. Ich habe diese emaillierten Backbleche von Miele, da muss man nichts fetten. Die sind überhaupt sehr genial und unzerstörbar – was den unverschämten Preis rechtfertigt.
  • Teig: Butter und Zucker 3-4 Minuten schaumig rühren (=es wird weiß). Ein Ei nach dem anderen dazu geben und jeweils gut umrühren. Danach portionsweise Mehl und Backpulver dazugeben. Ich finde, die Kuchen werden deutlich besser, wenn man Mehl siebt. Zum Schluss die Sahne und nach Geschmack Rum dazugeben, ansonsten einfach mehr Sahne.
  • Hälfte des Teigs aufs Backblech geben, Äpfel drauf streuen, restlichen Teig oben drüber und das Ganze mit dem braunen Zucker bestreuen
  • 20 Minuten bei 150 Grad, dann noch 40 Minuten bei 125 Grad (alles Umluft) backen

Schmeckt am besten mit Schlagsahne obendrauf ;-)

Guten Appetit!

19 Kommentare

  • Hurra, da ist er ja, der Apfelkuchen!
    Mein Philosophieprofessor, damals schon nicht mehr ganz jung, definierte: „Frauen, das sind diese herrlichen Wesen, die Kuchen backen können.“
    Nun ja, Frauen konnten schon damals einiges mehr als Kuchen backen. Das Strudel-Gen meiner Großmutter habe ich allerdings nicht geerbt, deshalb backe ich Apfelkuchen. Ich kenne niemanden, der Apfelkuchen nicht mag. „Ich mache mir eigentlich nichts aus Kuchen, aber Apfelkuchen, ja, da nehme ich mal ein Stück.“ Wenig später, der Gast kratzt die letzten Krümel vom Teller: „Möchten Sie vielleicht noch ein Stück Kuchen?“ – „Ja, gern, wissen Sie, ich esse eigentlich nichts Süßes, aber Apfelkuchen …“

    Natürlich hat jede Familie ihr eigenes Rezept. Ich wiege 4-6 Eier ab, Butter, Zucker und Mehl in gleichen Mengen. (Eischwerteig oder Gleichgewichtsteig) Dann braucht man kein Backpulver und keine zusätzliche Flüssigkeit, weil die Triebkraft der Eier den Teig auflockert. Und wenn die Rumrosinen nicht unerklärlicherweise aus dem fest verschlossenen Schraubglas verschwunden sind, streue ich eine gute Handvoll unter die Äpfel. Und ohne gesüßte Schlagsahne geht gar nichts.
    Heute Nachmittag bekommen wir Besuch. Und ich sitze hier und schreibe, dabei will ich doch noch Apfelkuchen backen.

    • Ah, das Rezept werde ich auch mal ausprobieren. Und Schlagsahne: na klar.Am liebsten mit Vanillezucker!

    • Hallo Lissy,
      wie viele Äpfel kommen in deinen Teig? Auch abgewogen oder nach Gusto?
      LG Kate

      • Liebe Kate,
        schön, Dich zu sehen!
        Der Eischwerteig enthält relativ wenig Mehl und sieht sich nicht in der Lage, schwere Gewichte zu tragen. Ich mache es wie Irit und lege die Äpfel in Stücken oder Spalten auf die Hälfte des Teiges. Und nach Gusto – wenn Du sehr viele Äpfel unterbringen möchtest, eignet sich ein festerer Teig besser.
        Der Eischwerteig lässt sich beliebig aromatisieren, zum Beispiel mit Cointreau, beliebigen Trockenfrüchten, kandiertem Ingwer. Dir fällt bestimmt noch vieles ein. Hier gibt es normalerweise keinen Marmorkuchen, als wir aber einmal einen kleinen Gast erwarteten, der NUR Marmorkuchen aß, habe ich den Teig geteilt und in einer Kranzform unterschiedlich aromatisierte Kuchen gebacken – einen janusköpfigen Kuchen. Da lief (erstaunlicherweise) auch nichts ineinander.
        Ich bin ja sonst sehr monogam, aber bei Eßbarem und Büchern lebe ich polyamourös. „Besser“ als Dein fluffiger Hefeteig ist unser Apfelkuchen bestimmt nicht, halt anders.
        Liebe Grüße
        Lissy

        • Liebe Irit, liebe Lissy,

          vielen Dank fürs „Gusto-machen“ – muss ich unbedingt (alle) ausprobieren :-) !

          Das mit dem Experimentieren à la Lissy kann ich auch nur empfehlen .. ich tobe mich mit ähnlichem Teig aus (heißt bei uns Gleichschwer- oder Becherkuchen, auch wenn ich statt der namensgebenden Kefir- oder Joghurtbecher lieber „ausrangierte“ große Teelichtgläser von Ikea verwende) in unterschiedlichsten Zusammensetzungen, der überhaupt ganz ohne Mehl auskommt, immer aber mit geriebenen Nüssen, Haselnüssen, Mandeln, Mohn oder Kokosflocken als fester Basis. Und da ich nicht die begnadetste Bäckerin bin (und den Kuchen auch gerne mal mit mehr Obst belege), nehme ich quasi sicherheitshalber Weinstein-Backpulver, damit er nicht „sitzenbleibt“. Schmeckt mit oder ohne Kakao, optisch das meiste Geschrei macht die Variante mit gutem Kürbiskernöl für die schöne grüne Farbe und mitgebackenen weißen Schokoladestückchen :-).

          • Liebe Ursula. Ich wäre super interessiert an eine Deiner Rezepte ohne Mehl….Versuche, möglichst auf Weizen zu verzichten aktuell. Magst Du mal eines hier reinschreiben (wenn ich wünschen darf, ein Basisrezept, das dann easy abgeändert werden kann..). Danke und LG von einer Nicht-Bäckerin :)

            • Bitte sehr :-) : Je nach Größe 4, 5 Eier sowie (jeweils Becher à ca. 200 ml) 2 x geriebene Nüsse oder Mandeln (am besten geröstet), Kürbiskerne oder Mohn ODER 1 x Nüsse und 1 x Mohn oder Kokosflocken, 1 x Kefir oder Joghurt, ca. 1/3 Olivenöl ohne/mit Zitrone oder Kürbiskernöl, geriebene Schale 1 Biozitrone oder -Limette, 1/2 bis 1 x (Birken-)Zucker gemischt mit Vanillezucker, 1/2 bis 1 Säckchen Weinstein- oder normales Backpulver, evtl. ca. 1/3 echter dunkler Kakao, Schokosplitter, Aranzini etc.
              Backpulver (und Kakao) sieben und mit Nüssen/Mohn/Kokos mischen. Eier trennen, Eiklar mit wenig Zucker steif schlagen, Dotter mit restl. Zucker bei hoher Stufe verrühren, Öl langsam beigeben, 3 min weiter schaumig rühren (wenn’s nicht gelingt, rettet das Backpulver den Kuchen trotzdem). Dotter-Öl-Masse mit restl. Zutaten vermengen, zum Schluss Eischnee vorsichtig unterheben. Ich belege gern mit Kirschen, Marillen, Kriecherl (herbe Wildpflaume), Birnen oder Trauben, schmeckt aber auch ohne. Bei 180° 30, 40 min (je nach Belag) ins vorgeheizte Rohr, mittlere Schiene. Fertig :-)

            • P.S.: Noch schneller und leichter geht der Kuchen, wenn man einen Teil der Nüsse mit Dinkelmehl ersetzt. Dann verrühre ich auch gleich die ganzen Eier, alles andere bleibt gleich. Das Mehl macht den Kuchen „stabiler“ (auch besser zum Belegen) .. und zumindest etwas ;-) kalorienärmer …

  • Wird getestet,….danke schoen, Irit…..😉😀

  • ….hmmm…liebe Lissy – bei mir ist’s auch so..als echte Bäckerstochter bevorzuge ich eigentlich immer ein Käsebrot, anstatt etwas Süßes…ABER: was geht schon über Apfelkuchen mit frischer Schlagsahne?? Danke Dir jedenfalls schon mal, Irit für das köstliche Rezept 👏👏

  • Hiermit ist die Apfelkuchenzeit offiziell eingeläutet. Danke für die Rezepte, ich probiere sie alle und schau mal, ob das besser wird, als mit fluffigem Hefeteig und Streußeln mit Zimt. Und ich als prizipieller Schlagsahneverweigerer nehme zum Apfelkuchen auch gerne einen Schlag davon. LG und eine schöne Woche

  • witzig, dass unter den vielen Beautyjunkies hier offensichtlich auch viele Bäcker(innen) dabei sind – da wird über Gleichschwerteig etc. philosophiert – erstaunlich! Umso erstaunlicher, als auch eines meiner Lieblingshobbys das Backen ist (mein Mann ist Chefkoch, d.h. er kocht, ich backe, da ich an seine Kochfertigkeit ohnehin nicht heran komme und Köche bekanntlich das Backen hassen ….). Ich mache das 2-3 mal pro Woche je nach Zeit und habe mich sehr gefreut, dass Irit nun auch Sonntagsrezepte und Kuchen postet! Wo das wohl hinführt? Scheinbar gibt es irgendeine Parallele zwischen Kosmetik und Backen !? Mich entspannt es einfach wenn ich gestresst bin – während der Backzeit wirkt dann schon mal eine Maske ein. Allerdings sind wir nur zu zweit so dass die „normalen“ Rezepte grundsätzlich zu viel sind – man möchte ja nicht eine Woche Apfelkuchen essen. Daher habe ich mich auf Kleingebäck spezialisiert – ich besitze gar keine normale Form mehr – alles in mini, also 18 höchstens 20 cm, Muffins, Kekse etc. Zu dem Apfelkuchen (den ich entsprechend umrechnen werde) möchte ich sagen, dass ich meine Apfelkuchen immer 10 Minuten vor Ende mit Aprikosenmarmelade bestreiche (statt hier dem braunen Zucker) und mit einer Handvoll Mandelblättchen. Ich finde das gibt zusätzlich einen tollen Geschmack. So, und jetzt gehe ich meine Himbeer-Haferflocken Kekse backen, sind ja schließlich fast GESUND 😂VG aus München – ich werde berichten wenn die Miniausgabe gebacken wurde. Alexa

  • Ich backe nicht sonderlich gern, aber wenn man hier guten Kuchen essen möchte, lässt man sich entweder von Freunden einladen oder man backt selber. Ich weiß, in Süddeutschland ist das anders. Ich lebe seit 40 Jahren in NRW im Exil und der nächste wirklich gute Konditor ist in Düsseldorf zu finden.Hier am Ort gibt es keine einzige Konditorei mehr, nur noch Backshops. In Bamberg z.B. habe ich mal in einer unscheinbaren Bäckerei Apfeltaschen gekauft – ein Traum.
    Wir leben ja auch in einem kleinen Haushalt, wenn ich aber gebacken habe, finden sich immer freiwillige Kuchenverzehrer. Stichwort „Nachbarschaftshilfe“.
    Wollte man aber kleine Kuchen backen, ist der Gleichschwerteig wie dazu erfunden. Man geht ja vom Gewicht der Eier aus, das geht auch mit einem einzigen Ei.
    Und noch ein Wort zum Apfelkuchen: Streusel, brauner Zucker, Aprikosenmarmelade, Mandeln … nicht unbedingt alles auf einmal. Die Äpfel für unseren letzten Kuchen waren sehr sauer, am Vortag hatte mein Mann ein Glas Quittengelee für „arg süß“ befunden, und glaubt mir, das heißt etwas. Also habe ich reichlich Gelee auf den halbgaren Apfelkuchen gestrichen, vielleicht allzu reichlich, denn der Kuchen geriet zu einer geradezu türkisch anmutenden Süßigkeit. Verzehrt wurde er allerdings ohne Beanstandungen. Und falls jemand kosten möchte: natürlich ist er weg.

    • Hallo Lissy, interessant was du da aus dem „Exil“ schreibst – Thema Nachbarschaftshilfe fällt bei uns in der typischen Anonymität der Münchner Großstadt weg – jeder macht sein Ding, guten Tag guten Weg das wars. Daher die Minikuchen. Aber das mit dem Gleichschwerteig stimmt natürlich- geht auch mit einem Ei und wird demnächst getestet! LG Alexa

  • Moin, moin – der erste Kuchen ist getestet, der von Irit. Er geht richtig schnell und ist gelingsicher. Hatte Boskop, der hatte die richtige Säure – und natürlich Schlagsahne. Lecker. Empfehlenswert. Schöne Woche Euch allen! Kate

    • komplizierten Kram gibt es bei mir nicht… ich backe und koche zwar gerne, aber gut geht vermutlich anders

  • Hallo Irit, gestern Nachgebacken. Der Kuchen war gut, aber Ist der Teig immer so fest? Und für welche Kuchenform/Backblech ist die Teig und Apfel Menge gedacht? Für mein Belch hat es dann nicht gereicht, auch noch alle Äpfel zugedeckt zu bekommen.

    • ja, der Teig ist relativ fest. Hm, ich habe den immer dünn aufs Backblech gestrichen. Alternativ doppeltes Rezept :D oder eine Springform?

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