Einfach mal etwas für sich selbst tun

Es hat mir in den Fingern gejuckt, das bloggerübliche „Die 3 besten…“ oder „Die 10 schönsten…“ zu verwenden. Aber da kam mir Nr. 9 dazwischen.

1. Nein sagen lernen

Wie oft sagt man „ja“ und weiß schon haargenau, dass das die falsche Antwort ist? Wahlweise ärgert man sich anschließend darüber. Nein sagen kann man einfach üben, es tut nicht weh und es ist völlig in Ordnung.

2. Probleme nicht verdrängen, sondern akzeptieren

Ja, das Leben besteht nicht nur aus Sonnenschein. Die Schlechtwetterwolken verziehen sich aber meist nicht von allein, sondern bleiben hartnäckig wo sie sind. Da bleibt nur eins übrig: Probleme angehen. Das kann auch ein winzig kleiner erster Schritt sein, aber ignorieren und verdrängen macht es nicht besser.

3. Sich selbst wichtig nehmen

Kinder, Mann, Arbeit, Eltern, Freunde – die Prioritätenliste ist lang. Blöd nur, wenn man selbst nicht drauf steht, denn aus einem leeren Glas kann man nicht trinken. Wenn man dauernd erschöpft und müde ist und alles nur noch zu viel ist – bitte zunächst an sich selbst denken. Das können Kleinigkeiten sein wie der morgendliche Kaffee auf dem Balkon (bei mir) oder ein schönes Treffen mit einer Freundin einfach so oder oder. Aber auch machen.

4. Freundlich zu mir sein

Natürlich ist man nicht die Tollste, Beste, Schönste und so weiter – aber ich finde mich toll, gut und schön. Und das kann an sich ruhig selbst sagen, zum Beispiel wenn man die Wohnung aufgeräumt hat. Oder den Blogartikel geschrieben. An Freunden kritteln wir doch auch nicht andauernd rum, oder? Und wenn, dann konstruktiv und nicht verletzend.

5. Gönnen können

Neid gehört zu den sieben Todsünden (naja, Wolllust auch…), aber ich muss da immer an eine gelbe Gesichtsfarbe denken. Was andere Menschen haben, erreichen oder was ihnen einfach nur zufällt – das ist eben so. Ich freue mich einfach mit anderen, wenn etwas gut klappt. Das fühlt sich deutlich besser an als „warum die und nicht ich“ und beendet schlagartig diese gewisse Bitterkeit. Zugegeben, das ist eine Herausforderung. Aber man ändert durch bittere oder neidische Gedanken absolut nichts.

6. Vergeben und vergessen

„Hätte ich doch damals nur…“ ist eine völlig sinnlose Übung. Viel nützlicher ist es, den betreffenden Punkt zu analysieren, daraus zu lernen und ihn anschließend ad acta zu legen. Und zwar in positivem Sinn, denn es war die Gelegenheit dazu zu lernen.

7. Kleine Schritte führen auch zum Ziel

Jeden Tag sinnvoll. Nehmen wir mal ein Beautyblogbeispiel: jeden Tag zehn Minuten in Hautpflege investieren bewirkt deutlich mehr als ein Besuch bei der Kosmetikerin oder beim Arzt. Gilt auch für 20 Kniebeugen jeden Tag.

8. Kleinvieh macht auch Mist

Das Leben ist schön und um das festzustellen müssen keine Wunder passieren, sondern man kann auch einfach auf die vielen, kleinen, schönen Dinge achten, die jeden Tag passieren.

9. Be yourself

Eine Herausforderung in jungen Jahren, im Lauf der Zeit wird es immer einfacher: einfach so sein wie man ist. Mit allen Stärken und Talenten. Mit den Schwächen natürlich auch.

10. Freundschaften pflegen

Dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Ich freue mich immer sehr, wenn ich nach längerer Zeit von einem netten Menschen höre. Und umgekehrt fühlt es sich für mich genauso an.

11. Zeit nehmen für geliebte Hobbys

Noch ein Selbstläufer. Das Leben besteht nicht nur aus Familie und Arbeit, Dinge wie Sport machen, lesen, tanzen, musizieren, malen usw usw sind eine Bereicherung.

12. Siege feiern

Endlich die Projektfinanzierung durchbekommen? Dann nicht gleich weiterhecheln, sondern den Moment genießen und zwar ausführlich.

13. Im Hier und Jetzt leben

Sich nur aufs Wochenende oder den Urlaub zu freuen ist eine Verschwendung. Wir leben genau JETZT und daraus versuche ich immer das beste zu machen.

14. Toxische Freundschaften beenden

Ich habe schon einmal darüber geschrieben – es gibt Menschen, die saugen einen regelrecht aus. Schluss damit.

15. Den Körper gut behandeln

Ein bisschen Sport und etwas mehr Gemüse und Obst schaden nie, weniger Süßkram und Alkohol auch nicht. Man muss ja nicht gleich zum Gesundheitsguru werden. Auch hier zählen die Kleinigkeiten.

16. Dinge machen vor denen man sich fürchtet

Die persönliche Komfortzone ist ein schöner Ort – nur leider passiert da nicht so viel. Also raus und Dinge machen, vor denen man aus den unterschiedlichsten Gründen bisher zurückgeschreckt ist. Was soll schon passieren? Und wenn es wirklich schief gehen sollte, s. Punkt 6.

17. Der perfekte Moment

Kommt leider nicht. Genauso wenig wie der perfekte Mann, die perfekte Wohnung, die perfekten Kinder, der perfekte Job und der perfekte Körper. Ist es eben nicht perfekt – na und? Einfach mal machen.

18. Liebe schenken

Und zwar nicht nur sich selbst (s. weiter oben), sondern auch anderen. Ich merke immer wieder, wie anders sich Leute verhalten, wenn ich ihnen gegenüber positiv eingestellt bin. Freundlichkeit tut nicht weh und ist es nicht toll, freundliche Menschen zu treffen?

Anregungen für 19, 20, 21… werden gerne entgegen genommen.

5 Kommentare

  • Liebe Irit, seit Jahren lese ich hier still mit. Jetzt muss ich aber einfach mal danke sagen! Für nen informativen und lesenswerten Blog, bei dem ich viel über Hautpflege und so manch anderes gelernt habe. Und dieser Post heute spricht mir 100-prozentig aus der Seele, unterschreibe ich gleich hier und jetzt!
    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Suse

  • Danke liebe Irit! Dafür, dass Du mich mit diesem Text ein bisschen bestätigt, zur Ordnung gerufen und in den Hintern getreten hast. Einfach mal machen. Ich selbst sein. Meinen Weg gehen und noch so einiges anderes… wir sollten uns solche Listen viel öfter schreiben und umsetzen!!

    Alles Liebe
    Anja

  • Goethe - jawohl, der olle Geheimrat

    „Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, ein vernünftiges Wort sprechen.“

  • Kennst Du das Desiderata? Hat mindestens so viel Weisheit, wie Deine Aufstellung. Für Nr. 19 könnte ich mir vorstellen: Sag die Wahrheit! Es gibt wenig, das mehr nervt, als die Menschen beim Lügen zu erwischen und es erfordert viel unnütze Kraft, wenn man sich selbst in ein Lügennetz verstrickt. Fängt bei Kleinigkeiten an … Einfach ehrlich sein, das macht nicht immer Freunde, aber spart unheimlich Kraft und Nerven.
    LG Kate

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