Die Wechseljahre…

Letzte Woche hat Texterella einen „Mutpost“ zu den Wechseljahren gemacht (Link). Anja, meine liebste Schminktante (ich sage nur Augenmakeup!) hat auch etwas dazu geschrieben (Link). Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Ich bin da sehr entspannt. Ich bin eher der pragmatische Typ und habe die Neigung, aus den Gegegebenheiten das Beste zu machen. Jung sterben finde ich nicht sooo toll und mit dem Älterwerden sind halt die Wechseljahre verbunden. Natürlich gibt es da ein paar Sachen wie die viel zitierten Hexenhaare, die nicht richtig schön sind. Aber die kann man sich weglasern lassen (ich habe meinen Termin am 17.12.) und sie kommen auch nicht unerwartet. Meine Mutter hat auch Neigung zum Bartwuchs und das sind halt die Gene. Die haben mir andererseits auch eine schöne Haut beschert und eine Menge anderer Dinge, die ich an mir mag, damit kann ich leben.

Das Taillenproblem habe ich auch nicht (mehr). Ich habe in den letzten viereinhalb Monaten 15 kg abgenommen und sie ist tatsächlich wieder da. Naja, da geht noch was, aber ich habe die Chance genutzt und meine Essgewohnheiten geändert (ganz schlicht: Essen, wenn man Hunger hat und nicht aus emotionalem Bedürfnis heraus). Derzeit bin ich neugierig, wie ich denn nächsten Sommer aussehe. Regelmäßiges Krafttraining und weitere sportliche Betätigung schaden natürlich auch nicht.

Natürlich sieht meine Haut nicht mehr aus wie mit 20. Ich schaue mir ab und an mein Führerscheinphoto an (18!) und da gab es den Glow auch ohne Armani, MAC, Mercier und Co. Aber insgesamt finde ich mich ansehnlich und das ist doch die Hauptsache. Und roter Lippenstift sieht an älteren Frauen eindeutig besser aus als an jungen.

Ich habe natürlich auch gut reden, irgendwelche Symptome konnte ich noch nicht feststellen. Ich habe weder Schweißausbrüche noch wechselhafte Stimmungen, Schlaflosigkeit oder Depressionen. Und zu meinem Leidwesen kann ich mich auf den Preis zur regelmäßigsten Periode anmelden. Ginge das nicht mal nur alle 8 Wochen? Der Fruchtbarkeitsaspekt ist mir egal, zum einen definiere ich mich nicht über eine Fähigkeit, die die nächstbeste Katze auch hat und zum anderen möchte ich eh keine Kinder mehr, ich habe mir schon vor Jahren die Eileiter durchtrennen lassen.

Insgesamt kann ich an dieser Zeit einfach nichts schlechtes finden. Und der Herbst kann mal mit 65 oder so anfangen, vorher bin ich eindeutig blühender Sommer!

Zur Anregung empfehle ich Advanced Style (s. Blogroll), ich werde auf jeden Fall eine von den stylishen alten Damen, die auch mit 80 noch zum Sport gehen. Natürlich mit rotem Lippenstift.

Ich habe noch so viel vor im Leben, was interessieren mich da die Wechseljahre?

50 Kommentare

  • Schön gesagt Irit. Dem kann ich mich nur anschließen.

  • Liebe Irit,
    ich glaube, du bist einfach noch gar nicht in den Wechseljahren. Mich hat es schon mit Ende 30 erwischt, mittlerweile bin ich 46 und hoffe, dass es irgendwann mal ein Ende hat. Es ist wirklich kein Spaß, wenn man (bevorzugt natürlich bei wichtigen beruflichen Meetings) rot anläuft und einem der Schweiß von Nase und Stirn tropft… Und die Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen haben mir (und meiner Familie) auch sehr zu schaffen gemacht. Allgemein trägt das Ganze auch nicht gerade zu einem guten Selbstwertgefühl bei. Es kommt halt nicht mehr darauf an, ob man im Job fachlich fit ist, sondern ob man das Meeting ohne Hitzewallung übersteht… So langsam wird es besser, die Symptome werden weniger, aber ich hätte liebend gern noch 20 Jahre meine Periode gehabt, als diese nervige Zeit durchzustehen. Hormone helfen zwar, hatten bei mir aber auch Nebenwirkungen, so dass das auch keine Lösung war. Da muss man einfach durch, aber schön ist was anderes…
    Viele Grüße
    rosalili

  • Liebe Irit,

    da stimme ich rosalili zu. Was du hast, sind Hexenhaare. Aber keine Wechseljahre. Die machen nicht immer Spaß, sind nicht keineswegs entspannt. Ich kenne Frauen, denen wird so heiß, die würden sich gerne im Schnee wälzen, weil ihre Haut brennt. In beruflichen Besprechungen plötzlich anfangen zu schwitzen ist keine Freude, und wenn man nicht schwitzt, friert man. Die Haare werden dünner (dafür die Hexenhaare mehr!). Wechselstimmungen sind auch für eine Partnerschaft nicht gut und Schlafstörungen sind auch nicht gesundheitsfördernd.

    Viele feine Situationen sind mir verdorben worden, weil ich einen hochroten Kopf bekam und anfing zu schwitzen. Dazu kommt dann natürlich die Unsicherheit. Ein Leichtes ist das nicht.

    Keine Periode ist zwar schön (besonders, wenn man vorher sehr drunter litt, weil schwierig und stark). Aber die Alternative war anfangs eben auch nicht von Blumen gesäumt.

    Trotzdem – wenn es bei dir so bleibt, schön so!

  • Es ist ein sehr persönliches Thema und bei jeder sind die Auswirkungen anders. Ich denke auch nicht, dass ich schon Wechseljahre habe, einfach nur Bartwuchs *grusel* aber nach zwei problemlosen Schwangerschaften gehe ich einfach mal frohgemut davon aus, dass mein Körper das auch prima hin bekommt. Hoffe ich.

    Und zumindest die Stimmungsschwankungen treffen dann (nur noch…) auf zwei pubertierende Töchter, da können wir uns dann gegenseitig anbrüllen 😀

  • Danke, Irit, für dein Antwortposting! 🙂

    Ich sehe der Sache bislang ja (zumeist) auch gelassen entgegen. Nützt ja auch nix! :-)))

    Aber dennoch mache ich mir Gedanken. Und ich weiß, dass viele Frauen ebenfalls darüber nachdenken. Ganz davon abgesehen, dass das Thema in den Ü40-Blogs ein bisschen totgeschwiegen wird. Aber das ändern wir ja gerade! 😀

  • Danke für dein Antwortposting, Irit, auch von mir.

    Natürlich wirken sich die Wechseljahre auf jede Frau unterschiedlich aus. Die eine hat gar nichts, eine andere leidet sehr. Einige freuen sich auf eine Zeit endlich ohne Periode, anderen fehlt das Gefühl der „Fruchtbarkeit“.

    Ich weiß nicht, ob es der Körper an der Zahl der Schwangerschaften wettmacht. Glaube ich persönlich nicht.

    Die wunderbaren Missfits hatten mal eine Nummer im Programm, die hieß „die letzte Binde“. Wunderbar. Eine Frau (Stefanie Überall) möchte ihre letzte Einlage beerdigen. Die Männer im Publikum schauten immer ihre Partnerin fragend an, den Frauen im Publikum war es unangenehm. Wenn man diese Zeit nicht totschweigt, lernt, sich selbst zu mögen, was für sich zu tun, dann klappt das auch.

  • HUHU,

    tja, das eine oder andere lästige Haar im Gesicht – aber ansonsten- alles prima :))

    Gruß sabine

  • und…. was das Zwischenmenschliche 😉 betrifft…besser und öfter denn je

  • Ja, das leidige Thema.
    Ich bin jetzt 51 und war im vergangenen Jahr fast acht Monate „trocken“. Jetzt hab ich meine Mens seit vier Monaten wieder regelmäßig.
    Spinnen die Eierstöcke.
    Wie die Anderen schon geschrieben haben, ist es bei jeder Frau anders.Ich hätte aber auch keine Hemmungen, wenn die Beschwerden zu heftig werden, dann doch Hormone zu nehmen. Bis dato geht es ohne.
    Was mich aber viel mehr interessiert Irit, wie hast du es geschafft, 14 Kilo abzunehmen????? Das ist das Einzige, was mir zur Zeit zu schaffen macht, trotz regelmäßigem Sport und Augen auf bei der Ernährung wird es schleichend mehr.
    Verätst du mir dein Geheimnis?

    • ja, ich trenne mich von meinem Mann und zwischendrin ist mir der Appetit vergangen (bzw. hatte wochenlang heftigste MAgenbeschwerden)… danach habe ich einfach weniger weiter gegessen

      kann ich so nicht empfehlen 😉

  • Liebe Irit,
    danke, dass Du den Mutpost von Susi und meine Antwort darauf auch kommentiert hast! Und allerliebsten Dank für die „allerliebste Schminktante“ *freufreufreu*.
    Auch wenn wir noch nicht in den Wechseljahren sind finde ich , dass man sich nicht schon vorher völlig fertig und kirre machen lassen muss. Wenn das Klimakterium schon nicht wirklich ein großer Spaß zu werden scheint, können wir doch wenigstens die Zeit davor noch in vollen Zügen genießen, oder? Und nicht 10 Jahre vorher schon bibbern. Das vermiest einem ja den ganze Spaß am Leben!

    • wollte am Samstag endlich den „Amber Lights“ kaufen und prompt war er nicht da. Habe dann in meiner Not beim DM bei P2 zugegriffen (ein gebackener Lidschatten in tollem Kupfer, Farbe 090) und heute schon jede Menge Komplimente eingesammelt 😉

  • Honeypearl

    Was ich von Arbeitskolleginnen und meinen Freundinnen über die Wechseljahre zu hören bekomme und selbst auch miterlebe, macht mir schon ein wenig angst. Ich kann dieser Phase im Leben einer Frau überhaupt nichts Gutes abgewinnen. Wenn ich in der einwöchigen Pillenpause schlecht schlafen kann, dann frag ich mich immer, geht es jetzt schon los? Ich nehme jetzt eine hochdosierte Pille, dann werde ich auch andere Hormone nehmen, wenn es dann nun so sein muss… Hauptsache die Lebensqualität / das Wohlbefinden leidet nicht so sehr darunter. Das ist ein Punkt, da beneide ich die Männer!

  • Ich kann mich mit manchem arrangieren, aber die Schlaflosigkeit hat mich fertiggemacht. Ich habe nicht schlecht geschlafen, ich habe in vielen Nächten gar nicht geschlafen. Ich habe Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung praktiziert, Abendspaziergänge und Beruhigungstee zusätzlich, Milch vor dem Zubettgehen. Schlaftabletten bescherten mit Betäubungszustände mit grauenhaften Alpträumen, aus denen ich mich nur mühsam wieder „hocharbeitete“. Dazu kamen Mordgedanken in Richtung Ehemann, der selig neben mir schnurgelte. Sämtliche Probleme des Tages und der zukünftigen Tage präsentierten sich grotesk aufgebläht und tagsüber stand ich neben mir mit Kopfschmerzen und wattigen Beinen. Zum Glück habe ich eine Medikation gefunden, die mich wieder „normal“ schlafen lässt. Ärzte sind da nicht unbedingt hilfreich, leider.

  • Steffani Freund

    Ich bin mittendrin, na und? Okay, die Schwitzerei ist teilweise anstrengend.Aber ich finde verglichen mit unseren Grossmüttern , in dem Alter,sind wir doch attraktive, junge Frauen, die mitten im Leben stehen . Auch wenn der Glow auf unserer Haut heute aus der Tube kommt und morgens nach dem Aufstehen unsichtbar ist, finde ich Jammern über diesen Lebensabschnitt befremdlich .
    Ich fühle mich deswegen nicht älter. Manchmal nicht einmal erwachsen und hoffe das bleibt noch ca 25 Jahre so. Und dann lasse ich mir die raspelkurzen Haare rot färben, oder pink!

  • ich habe im Bekanntenkreis mal „unauffällig“ herumgefragt, so heftige Probleme hatte nur eine, aber die meisten ohne größere Probleme. Zwei waren dabei, die praktisch nichts hatten. Ich plane, Nr. 3 zu werden 😀

    das scheint mir noch individueller zu sein als Cremeverträglichkeiten…

  • Ich habe auch nichts. Buchstäblich nichts – außer dass die Tage wegbleiben und nur noch ganz selten kommen. Klopf auf Holz. ;eome Yogalehrerin sagt, dass regelmäßiges Yoga sehr gut sei. Und das mache ich ja mindestens dreimal die Woche, manchmal sogar öfter. Vielleicht versucht ihr es damit mal? Ansonsten wünsche ich uns allen eine gute und angenehme Zeit damit, in das Lebensstadium überzugehen, in denen Frauen ihre größte Kraft entfalten.

  • Scheint ja grad ein Virus zu sein , das sich viele ü40 Bloggerinnen genau über dieses Thema auslassen .
    Sehe das übrigens genau wie Du
    Was Frau eh nicht ändern kann . Da sollte man einfach das beste draus machen .Und auf das Monatsgedöns könnte ich sofort verzichten . Mit Ü40 ist mit Kinder bekommen oder noch welche wollen , eh vorbei .
    Wünsche Dir eine schöne Woche
    LG heidi

  • Vielen Dank für drei tolle, mutmachende Posts – liebe Irit, ‚Texterella‘ und ‚Schminktante‘!! Ich bin 51, mittendrin und ohne Beschwerden. Bis jetzt. Und ich warte auch erstmal gelassen ab, was noch kommt. Zu dem Thema passt ein schöner Song von Pe Werner: Herbstzeitlos… Viele Grüße Gabriele

  • Christiane

    Mir geht/ging es wie Janne – vielleicht auch dank (fast täglicher) Yogapraxis? Mit 50 pausierten die bis dahin regelmäßigen Monatsblutungen, erstmal nur für ein halbes Jahr, kamen dann nochmal für ein Vierteljahr wieder, ein letztes „Aufbäumen“? Das war’s dann. Ich kann mich also nicht beschweren. Und wenn ich die Berichte hier und im Netz so lese, bin ich sogar überaus dankbar.

  • Mir (47) stehen diese Jahre noch bevor. Ich, auch ein Andernacher Mädchen, harre der Ding, die da kommen und nehme das dann mit rheinischem Humor.
    Hier in der Schweiz werden diese Jahre übrigens Abänderung genannt.
    Bisher sind mir noch nicht mal „Barthaare“ gewachsen. Aber meine Stimmung ist durchaus pubertät zwischendurch. Mein gleichmütiger Mann empfindet das allerdings befremdend. Er fand ja schon, dass unsere Tochter sich zusammen nehmen sollte, wenn sie einen Hormonschub hatte. Jetzt ist das Kind 18 und die Lage entspannt sich allmählich.Und war ich schon immer nach am Wasser gebaut, ist es jetzt so, dass ich ein Pfahlbau bin.
    Mein ewiges Übergewicht hat anscheinend jede Menge Hormone eingelagert und dass soll von Vorteil für die Knochendichte sein. Wenigestens etwas für das man mal die sonst überflüssigen Kilos brauchen kann.
    Arbeitskollginnen zeigen das gleiche wie hier alle schrieben. Die eine hat nix, die anderne verglüht und hat immer einen Fächer griffbereit und die nächste kommt ganz moderat zurecht.
    Einen schicken Fächer habe vorsichtshalber letztes Jahr in Rom mal mitgebracht…:-)

  • Ich bin mit 40 (ich weiß, superfrüh) rein in die Wechseljahre und war mit 45 durch. Mein damaliger Arzt hätte damals wohl gerne was für mich getan. Aber ausser dem „jugendlichen“ Alter gab es nichts zu tun.
    Mir gefällt es übrigens, dass über Wechseljahre gesprochen wird, kann gar nicht oft genug sein. Es gibt sie und das darf die Welt doch auch wissen. Vielleicht verschwindet dann endlich dieser Irrglaube, dass eine Frau in und nach dem Wechseljahren alt ist und zu nichts mehr zu gebrauchen.

  • Ich denke, mit dem Älterwerden sind normale Veränderungen verbunden. Empfinden tut es jeder anders, wobei sicher die Grundeinstellung entscheidend ist. Mir tut meine Yogapraxis 2-3 mal wöchentlich super gut. Ob sie tatsächlich dafür gesorgt hat, dass etwaige Beschwerden an mir vorbeigegangen sind, isei mal dahingestellt. Wobei ich auch nicht dem Vergangenen hinterhertrauere, sondern mich auf zukünftiges
    freue und seit einiger Zeit eine völlig neue Freiheit in fast jeder Hinsicht fühle.

  • Liebe Irit,

    ich war eine sogenannte „Spätgebärende“, mit 36 Jahren und 43 Jahren.Die letzte Schwangerschaft, war die Schönste, dank Periduralanästhesie, ohne Schmerzen.
    Fit, frisch und frei, dank meiner Östrogene, fühlte ich mich nie alt.
    Obwohl, sie da waren, die grauen Ansätze, schon mit 25 Jahren. In der History meiner Familie, habe ich erfahren, dass meine Mutter und so manche Tante, genau die gleichen Erfahrungen haben/hatten. Nicht weiter Schlimm, denn auf meinem Friseurstuhl, saßen weitaus jüngere Frauen, die leicht ergraut,waren. Es ist doch eine wunderschöne Zeit für UNS, denn wir können, wenn wir wollen, alles Mögliche auf dem Kosmetikmarkt nutzen.Nun, kann ich ebenfalls meine Termine nicht festlegen, weil ich nie weiß, wann meine Periode, kurorioserweise leide ich jetzt am PMS-Syndrom,komm .Also,wir sind nicht Allein. Liebe Grüße Dagmar aus Düsseldorf

  • Exilberlinerin

    Das Thema dürfen wir Frauen ruhig in aller Ausführlichkeit und immer wieder besprechen. Ich bin 10 Jahre früher als erwartet, nämlich mit 43 und nicht mit 53 wie meine Mutter und meine Oma, in die Wechseljahre gekommen, und wahrscheinlich war schon viel früher was im Gange, da ich kein zweites Mal mehr schwanger geworden bin. Ich habe lange gebraucht, damit fertig zu werden, knabbere eigentlich immernoch daran und denke, die Ärzte müssen sie geirrt haben, irgendwas anderes übersehen haben, es kann doch gar nicht sein dass ich schon in den Wechseljahren bin usw usf. Fühlte mich um 10 Jahre meines Lebens betrogen und bestohlen. So reagiert also auch jede von uns anders in psychologischer Hinsicht. Beschwerden halten sich in Grenzen, aber Hitzewallungen und Gelenkschmerzen waren schon nicht so toll. Eine Kolumbianische Freundin hat mir MACA empfohlen (so eine peruanische Wurzel, die auch als Potenzmittel benutzt wird hihi) aber eben auch für Wechseljahrsbeschwerden, und ich fand sie hat geholfen. Enorme Libidosteigerung, zu meiner Überraschung. Und ehe ihr jetz schimpft, natürlihc wäre ich nicht lieber mit 43 gestorben, und klar gehören Wechseljahre dazu, aber dass sich durch sie nichts ändert und dass alles im Lot bleibt ist eine Illusion. Empfehle als Lektüre auch „Feuerzeichenfrau“ von Julia Onken. Hat mir gehoflen.

  • Exilberlinerin

    PS meine Regel blieb einfach plötzlich aus und kam nie wieder. Und icke noch mit Herzklopfen und viel Hoffnung einen Schwangerschaftstest gekooft… Das war schon alles irgendwie hart…

  • Ich hasse die Wechseljahre, aaargh!

  • Wie hier über das große Tabuthema Wechseljahre diskutiert wird, finde ich Klasse – ohne Scheu und Skrupel. 🙂 Es ist auch sehr ermutigend zu lesen, wie andere damit mehr oder weniger klar kommen. Wie es einen dann trifft, kann man sich leider nicht aussuchen. Ich bin jetzt 50 und denke immer, müsste da nicht mal was kommen? Außer meine Periode, die sich anscheinend bei mir sehr wohlfühlt ;), kommt da noch nichts. Denkt jetzt nicht, dass ich deswegen traurig bin – ganz und gar nicht. Nur manchmal denke ich, kommt da noch was und wenn ja, wie?!! Und es kommt auch noch hinzu, dass ich gar nicht recht weiß, wie merkt man denn, dass man in den Wechseljahren ist, wenn man nicht so heftige Auswirkungen hat. Ich werde weiter abwarten auf die Dinge die da kommen oder nicht kommen und mich freuen, dass ich bisher nur das ewige Monatsleiden über mich ergehen lassen werde.
    Allen, die es heftig und heftiger getroffen hat, wünsche ich Durchhaltevermögen.
    Liebe Grüße

  • Exilberlinerin

    @Conny: der Frauenarzt kann anhand einer Hormonanalyse ganz genau feststellen, wo Du im Moment stehst wechseljahretechnisch.

  • Aber warum sollte sie das testen lassen? es wird sich alles zeigen und solange alles in Ordnung ist, sehe ich dazu keinen Grund.

  • @Exilberlinerin: Da es nicht gerade mein Lieblingsarzt ist, werde ich wohl lieber weiter abwarten. Mir geht es ja gut.

  • ICh war gestern bei meiner Ärztin, alles ok. Aber von Wechseljahren keine Spur. Ich will alle acht Wochen. Oder überhaupt nicht mehr.

  • Alle 8 Wochen? Davon träume ich. War runter auf alle 3 Wochen, und das heftig. Perumenopause. Jetzt nehme ich wieder die Pille, weil ich völlig fertig war (Anämie).

  • Aber Peru-Menopause ist doch viel netter…

  • Katharina

    Ach Leute, ich lese hier jeden Tag begeistert mit, was ihr alles zu dem Thema sagt – eine nettere, warmherzigere Diskussion um dieses Tabuthema (das ja jetzt offiziell keins mehr ist) habe ich noch nicht gehört oder gelesen. Danke dafür an alle, die mitschreiben. Ich selbst bin auch am Abwarten, was da wohl so kommt, bislang noch nichts. Vorher möchte ich mich noch nicht verrückt machen, ich harre der Dinge, die da kommen, wie Conny so schön schreibt.

  • Danke ihr macht mir alle Mut, ich bin auch in der Peru Phase ( cooler Name, den Behalte ich nun !) und noch sehr irritiert damit.
    Ich hatte eine paar Wochen sehr heftige nächtliche Schwitzattacken und ich dachte dass ich zu früh “ dran “ bin ( 46 ),
    und war erst sehr geschockt, da in meiner Familie alle viel später damit begannen. Jetzt sind sie wieder weg und ich habe erst mal wieder Ruhe.
    Die Kommentare haben mir gut getan, leider wird über das Thema so wenig geredet und ich frage mich warum .
    Ansonsten bin ich sehr entspannt ich mache viel Yoga , Pilates , trinke seit 15 Jahren nur noch Soja statt Milch und habe mich zur Akupunktur angemeldet-soll ja auch helfen! Hat das jemand schon ausprobiert?
    Wegen meiner Anämie bekomme ich alle 9 Monate eine Eisenampulle intravenös .
    Liebe Grüße:)

    • Liebe Alex,

      mit Yoga und Akupunktur hast Du zwei ganz tolle „Helfer“ an der Hand!

      Ich gehe regelmäßig zur Akupunktur (auch wegen chron. Erkrankungen), habe das Glück, dass mein Frauenärztin das anbietet. Sie praktiziert hauptsächlich TCM und ist generell ein sehr spiritueller und ganzheitlicher Mensch, der auch die richtigen (wenngleich manchmal unbequemen!) Fragen zu stellen weiß. Eine gute Mischung, die mir immer sehr gut hilft und meine Energien in geordnete Bahnen lenkt. 😉

      Vielleicht mal noch einige Buchtipps für alle, die es derzeit betrifft oder interessiert – irgendwann trifft es uns ja alle… 😉

      * „Wechseljahre – Wandlungsjahre: Entdecken und stärken sie ihre weiblichen Lebenskräfte mit Chinesischer Heilkunde“ von Andrea A. Kaffka

      * „Weisheit der Wechseljahre: Selbstheilung, Veränderung und Neuanfang in der zweiten Lebenshälfte“ von Christiane Northrup

      Generell zum Thema „Frausein“: unbedingt Christiane Northrups „Frauenkörper – Frauenweisheit: Wie Frauen ihre ursprüngliche Fähigkeit zur Selbstheilung wiederentdecken können“ lesen. Es ist wirklich grandios und absolut hilfreich – in jedem Alter.

      Liebe Grüße
      Evelyn

      PS: Mit 44 zwar noch menstruierend, jedoch seit 2 Jahren immer unregelmäßiger, manchmal 3-4 Monate gar nicht. Dazu dann heftige Hitzewallungen, Schlafstörungen und phasenweise EXTREMSTE Gereiztheit. Mit Akupunktur, entsprechender Ernährung und regelmäßiger Yoga-Praxis, für mich aber im (derzeitigen) erträglichen Rahmen.

      • @ Evelyn: mein Frauenarzt praktiziert demnächst nicht mehr und ich bin auf der Suche nach Ersatz. Was Du über Deine Ärztin schreibst spricht mich sehr an. Würdest Du so nett sein und mir verraten wer das ist? Ich lebe auch zwischen Aachen und Köln ;-).
        Gruß,
        Claudi

        • Hallo Claudi,

          na, nun hab ich aber einen Moment gestaunt. Dann nachgedacht. Und dann noch mal gestaunt. Hatte ich erwähnt wo ich wohne? Haha. Du bist ein Fuchs! 😉

          Darf ich hier den Namen meiner Gynäkologin nennen oder ist das unerwünschte Werbung? Du kannst mich gerne auch unter evelyn@beauty-mekka.de anschreiben, dann gebe ich Dir Name und Anschrift per Mail weiter, wenn das okay ist. 🙂

          Aber welch witziger Zufall das doch ist, oder? Wo genau bist Du denn? Ich in DN. 🙂

          Liebe Grüße
          Evelyn

  • Also meinetwegen können wir andauernd darüber reden. Ansonsten kann ich leider nichts praktisches beisteuern.

    Peruphase gefällt mir auch 😀

  • Ich will endlich dieses Heulphase in den Griff kriegen! Es kann doch nicht sein, dass ich jeder Gelegenheit Tränen in den Augen habe…

  • Diese Heulphasen habe ich auch immer mal wieder für ein paar Monate, dann ist es wieder weg. Allerdings musste ich in den letzten Jahren lernen, dass man bei der ganzen Sache leider gar nichts in den Griff kriegen kann. Man kann nur versuchen irgendwie durchzukommen, manchen hilft Yoga anderen vllt. eine Hormontherapie, aber im Großen und Ganzen heißt es: „Augen zu und durch“. Ich habe nur die Hoffnung, dass ich zum „normalen Eintrittsalter“ mit Anfang 50 dann schon durch bin und meinen Freundinnen tolle Tipps geben kann, die leider auch alle nichts helfen 😉
    Einen schönen Tag!
    rosalili

  • Andrea, hier auch Perumenopause 😀 alle drei Wochen starke Blutungen und heute erfahren, dass mein Eisenmangel doch heftiger ist als gedacht. Pille will ich aber nicht. Ich hoffe sehr, ich komme früh in die Wechseljahre, die sicher auch nicht lustig sind (man kann sich da wohl an der Mutter orientieren und meine hatte es schlimm) – aber derzeit geh ich echt auf dem Zahnfleisch alle drei Wochen 🙁

    • Pille sollte man sich schon gut überlegen; das hängt natürlich auch von den anderen Risikofaktoren ab. Bei mir ging das schon länger; Eisenmangel hatte ich immer schon, aber es war dann trotz Tabletten praktisch kein Eisen mehr da. Was durch Infusion reinkam, lief praktisch in der Periode wieder raus. So fertig, dass ich kaum noch kriechen konnte – da war der Schritt zur Pille dann irgendwann leicht. Ich hoffe, dass du auch ohne klarkommst.

  • Hallo Evelyn
    Danke für die Buchtips, sehr lieb von Dir!

  • Andrea, ja, das hoffe ich auch. Nachdem doch jetzt festgestellt wurde, wie groß der Magel trotz 2 Kuren Infusionen muss eigentlich was passieren. Grummel!

Deine Meinung?