Bücher lesen – aber die Richtigen

Hm, schreibt man da „die Richtigen“ eigentlich groß oder klein? Ich habe immerhin gelernt, wann man „ß“ und „ss“ benutzt, aber die neuen Regeln zum Zusammen- und Auseinanderschreiben sowie solche Dinge…. kann nur Word. Und irgendwie funktioniert bei WordPress derzeit die Rechtschreibprüfung nicht richtig. Aber das ist nicht da Thema, sondern das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Ich bin immer erstaunt, welche Mengen und Vielfalt Janne anscheinend mühelos verdaut. Früher konnte ich das auch, habe querbeet so ziemlich alles gelesen, von Schund bis Literatur, als Studentin einmal durch die Satdtbücherei, dann gab es irgendwann die wunderbaren Grabbeltische mit Büchern für eine Mark – was irgendwie auch wie Stadtbücherei war, man wusste nie, was man schönes bekommt. Und Science Fiction, eine Zeit etwas düsterer und nüchterner (allen voran H.W. Franke, aber auch Lem und die anderen Klassiker), aber dann kam wieder meine Abenteuerlust durch. Ich bin ein Fan von Space Opera. Das setzt sich zusammen aus Soap Opera (jaja, die schlechten Fernsehserien) und Space.

Ich habe schon als Kind gerne und fast alle Karl May gelesen, träumte von Abenteuern in fernen Ländern, naja, dann waren es Abenteuer in den Weiten des Alls und auf fernen Planeten. Vielleicht etwas kindisch, aber so entspannend. Und es gibt auch da wie überall gute und schlechte Bücher.

In den letzten Jahren bin ich etwas davon abgekommen und habe mich von meiner Freundin Nanna anstecken lassen und „gute“ Literatur gelesen. Meine Liebe zu Siri Hustvedt entdeckt, generell zu Romanen über Frauen. Allerdings gibt es da eine Menge Dinge, die ich einfach nicht lesen mag. Verwickelte, unglückliche Liebesgeschichten, Depressive aller Art und so weiter.. ich mag es einfach nicht. Ich kann es auch nicht leiden, wenn Bücher so kompliziert geschrieben sind, dass ich nach zwanzig Seiten die Lust verliere und mich durchquäle.

Was auch überhaupt nicht geht, sind blutrünstige Krimis, Thriller mit Massenmördern und Psychopathen, Grausamkeiten aller Art, am besten noch aus Sicht des Opfers beschrieben. Ich finde das ähnlich wie Horrorfilme einfach krank, mag ja sein, dass es das gibt, aber deswegen muss ich es ja nicht lesen.

Aber was geht? Bücher sind bei mir extrem abhängig von meiner momentanen Verfassung. Manche fange ich an, lege sie weg, versuche es ein Jahr später wieder und sieh da: es ist gut. Andere sauge ich geradezu auf (und warte auf das nächste Buch aus derselben Feder). Ich habe immer einen Stapel ungelesener Bücher für alle möglichen Stimmungslagen.

Wonach sucht Ihr Euren Lesestoff aus? Immer die gleiche Richtung? Spontankäufe im Buchladen oder Vormerklisten bei Amazon?

5 Kommentare

  • Christiane

    Ich lese viel, querbeet und auch parallel – eines abends, ein leichters (Wertung nach kg/g) für den Weg zur Arbeit, was auch nicht allzu packend sein darf, da ich auch schon mal entschieden zu weit gefahren bin :-), eines, was nur häppchenweise gelesen wird … Sachbücher (insbesondere Philosophie, Geschichte, Linguistik), gern Märchen, Klassiker, Krimis, hier vor allem die „psychologischen“…
    Vor einiger Zeit habe ich mit Hochgenuss die „alten Russen“, die im Studium aus Zeitmangel vor den Prüfungen „eingeatmet“ wurden, noch einmal gelesen. Wundervoll! Bücher, ein bequemer Sessel, Katze, Tee/Kakao/Rotwein – je nach Jahres- und Tageszeit – das sind die Zutaten eines gelungenen Samstagabends für mich.
    Inspirieren lasse ich mich spontan in Buchläden – ohne Beute verlasse ich die nie, von Euch und auch von den jährlichen „Denkanstößen“. Amazon boykottiere ich seit geraumer Zeit als Händler – hier nutze ich nur die Merkfunktion. Und ich tausche Bücher mit meinen Schwestern.

  • Lesen ist für mich Entspannung pur. Ich schlafe besser, wenn ich vorher gelesen habe.
    Ich lese vieles gerne, je nach Stimmung, von Donna Leon die Brunnettis ( ausnahmeslos alle gelesen und genossen), über Mankell(Wallander, aber auch die Romane), Sommerhaus mit Swimmingpool (?, super), Es ist nie zu spät für alles ( Empfehlung von Euch neulich hier), Romane von Schlink ( na ja, ein bischen auch, weil er einer meiner ehemaligen Profs. war), aber auch Bücher von Precht( die Kunst kein Egoist zu sein) oder mehr oder weniger Sachbücher zu bestimmten Themen, bsw. Nimm das Geld und freu dich dran ( oder so ähnlich) von Dr. Petra Bock( glaube ich). Einzig Fantasie mag ich nicht so, auch nicht als Film. Harry Potter hat bei mir bislang nicht Einzug halten können. Mir sagt das nichts. Aber vielleicht fehlt mir nur der richtige Einstieg.

  • Niemals Krimis!

    Gerne Leichtes und Anspruchsvolles im Wechsel oder parallel. Gerne Bücher, die nicht heute spielen, sondern früher, aber nicht im Mittelalter. Alles, was in Anlehnung an die englischen Klassiker wie z.B. Jane Austen ist. Gerne Familiengeschichten (dann kommt einem die eigene Familie plötzlich völlig harmlos vor :-))Auch etwas skurrile Geschichten der amerikanischen Erzähler wie John Irving und Lily Brett.

    Manchmal auch einfach ein schöner Liebesroman mit Happy End Garantie fürs Herz. Oder auch leicht mystische Geschichten wie von Isabel Allende oder auch wie „Schatten des Windes“ von Zafon.

    Aber niemals Krimis, kein Science Fiction, und merkwürdigerweise fällt es mir schwer, Bücher zu lesen, die im Präsens geschrieben sind – das macht mich unruhig beim Lesen.

    Lasse mich gerne von Buchbesprechungen in Zeitschriften inspirieren.

  • Keine Krimis? Ich habe derzeit ein Faible für Krimis aus Bayern. Dank meiner häufigen Aufenthalte in Landshut kann ich sogar schon Leberkassemmel sagen.

    Familiengeschichten habe ich früher gerne gelesen, derzeit nicht so unbedingt.

    Amazon finde ich einfach praktisch, aber schön geht anders. Ich gehe gerne in Buchläden, hasse es aber in die Stadt zu gehen. Sollte ich trotzdem mal wieder machen.

  • Ohne Bücher geht bei mir auch gar nichts. Im Urlaub kann ich auch den halben Tag lesen und arbeite mich in einer Woche durch 5 Bücher. Früher habe ich mich eher an Klssiker und Tipps von Literaturkritikern und bestimmte Bestsellerlisten gehalten und mich auch durch schwer verdauliches gequält. Das mache ich jetzt nicht mehr. Seit die Bücherberge jedes ästhetische Maß gesprengt haben, gabs einen konsequenten Wandel – alle Bücher raus und nur noch Sachen aus der Stadtbücherei. Dadurch ist das Wohnzimmer luftiger geworden und die Buch-Auswahl auch: Eine Mischung aus gezielt gesucht und blind zugegriffen. So kommen richtige Wundertüten zustande. Mal tolle Entdeckungen, mal totale Fehlgriffe, die dann einfach weggelegt werden. Und Hörbücher gibt es nun. Ausschließlich für Autofahrten, NIE für zu Hause, aber so kommen pro Monat auch nochmal ca 5-7 Hörbucher (querbeet) dazu. Ich liebe diesen Mix und habe den Eindruck, dass schwere Kost besser verdaulich wird, wenn immer mal wieder etwas Beschwingtes dazwischen kommt.

Deine Meinung?