Wir werkeln immer noch an unseren Urlaubsplänen bzw. deren Umsetzung. Letztes Jahr war es eher sparsam, ich war mit meiner Wohnungsrenovierung beschäftigt. Im Endeffekt war ich eine Woche mit den Töchtern in Lyon und noch zwei Wochen bei Texterella Katzen hüten. Dieses Jahr ergab es sich, dass wir eher Städtetrips machten. Was unter anderem am Großprojekt des tollen Mannes lag, der ein recht großes Gartenhaus komplett selbst gebaut hat. Also Fundament selbst gemacht, Balken selbst zugeschnitten, Bretter dito und Fenster auch. Gestern war dann auch die Elektrik fertig. Auf zum nächsten Projekt… die vielbeschäftigten Rentner sind unterwegs. Oder so ähnlich.
Über meine Woche mit meinen Töchtern auf Djerba habe ich schon berichtet und Mitte September sind wir noch für zwei Wochen nach Italien. Ich freunde mich langsam mit dem Land an. Ein bleibendes Problem: die Sprache. Ich bin immer versucht französisch zu sprechen (mittlerweile Tag 630 bei Duolingo).
Wir mögen es nicht mehr, elend lange Autofahrten zu machen und so haben wir uns Etappen überlegt. Als erstes sind wir mal nach Augsburg zu einer lieben Freundin (die ich übrigens über den Blog kennen gelernt habe wie so einige andere auch) und dann Station Nr. 1: Como.
Das war eher ein Zufall, ich hatte einige Krimis, die dort spielen, gelesen und dachte: da müssen wir mal hin. Also die ersten vier Tage dort verbracht. Wir hatten ein Apartment mit Seeblick über Airbnb gebucht:

Frühabendlicher Wein vor dem Abendessen…

Como ist eher klein, am ersten Tag sind wir durch die Stadt gelaufen. Es ist wunderschön, aber… es ist halt ein See im Gebirge und es ist alles eng und steil. Wie zum Beispiel die 86 Treppenstufen zu unserer Wohnung. Man läuft ständig bergauf und bergab, nicht so unbedingt mein Fall. Nur an der Seepromenade, da kann man sehr gemütlich entlang gehen.



Eine Besonderheit (hatte ich auch aus besagtem Krimi) ist eine Standseilbahn hoch nach Brunate.

Man hat von oben einen phantastischen Blick.

Das war es aber auch in etwa, wir haben einen längeren Spaziergang gemacht, etwas getrunken und dann ging es wieder zurück.
Zu einem der Highlights: dekonstruiertes Tirami Su.

Vom Grundsatz her viel Nutella im Glas verteilt plus Mascarponecreme und zwei Löffelbiskuits obendrauf.
Como war schön, aber nochmal muss ich da nicht hin. Auf dem Weg nach Mailand haben wir noch eine kleine Tour um den See gemacht, es ist traumschön. Nur leider sind die hübschen Dörfer völlig mit Touristen wie uns überfüllt. Nein, nicht so unbedingt unser Fall.
Mit Mailand müssen wir uns nochmal befassen, wir sind einfach mal hin und ziemlich planlos rumgebummelt. Wie immer hatten wir ein Apartment ein bisschen außerhalb, aber mit guter Anbindung. An der Straßenbahnhaltestelle fiel mir dann das auf:

Ich frage mich immer noch, ob Armani jetzt auch Katzenfutter verkauft?
Dann auf zum Dom. Wunderbare Kirche.

Über die Geschäftstüchtigkeit der Herren der katholischen Kirche müssen wir nicht reden, oder?

Mann bei der Arbeit.

Direkt neben dem Dom ist eine wunderschöne alte Galerie mit sämtlichen Luxusgeschäften.


Was wir vorher nicht wussten: es war Fashionweek und auf den Straßen waren – sagen wir mal – auffällig gekleidete Menschen unterwegs. Später am Tag saßen wir in einer kleinen Nebenstraße in einer kleinen Bar, tranken noch einen Kaffee und irgendwie kamen wir nochmal auf die Fashionweek. Also kurzerhand Google bemüht und noch kurzentschlossener dachten wir: das schauen wir uns mal an. Zufällig war eine gute Stunde später die Show von Roberto Cavalli und es waren nur zwanzig Minuten zu Fuß dorthin.
Ein unglaubliches Erlebnis, das ist wirklich eine andere Welt. Wir standen fasziniert fast eine Stunde herum und haben uns das Spektakel angeschaut, hier ein kleiner Eindruck:
Am nächsten Tag noch mehr stadtgebummelt und abends sind wir zum Kanal. Das ist offensichtlich die Partymeile von Mailand (was wir vorher nicht wussten), eine Bar neben Restaurant und noch einer Bar und der Aperol wird hektoliterweise ausgeschenkt. Ein wunderbarer Abend.

Und dann gin es weiter nach Bologna mit kurzem Zwischenstopp in Verona. Da wollen wir auf jeden Fall nochmal hin.
Wir kannten Bologna schon ganz gut aus den beiden letzten Jahren, dieses Jahr haben wir uns das Universitätsviertel etwas näher angeschaut und auch den gut verborgenen Kanal entdeckt. Es gibt dort so viele wunderschöne alte Gebäude. Das Wetter war gut und wir sind gelaufen und gelaufen und gelaufen.



Und hier habe ich mich dann gleich ein bisschen heimisch gefühlt…

In Sachen Ausflüge waren wir eher sparsam, diesmal nur nach Brisighella. Fand ich so lala, aber es gibt dort sehr gutes Olivenöl.


In einem der nächsten Dörfer haben wir die örtliche Bar aufgesucht. Ganz wunderbar, vorne jede Menge kartenspielende Senioren, in der Bar eine nette Wirtin. Und natürlich ausgezeichneter Cappuccino (ja, wir trinken den auch nachmittags) und ein leckerer Snack.

Apropos Essen, wir haben dieses Mal unglaublich viel Fisch gegessen, ein kleines Beispiel:

So insgesamt hatten wir zwei wunderbar entspannte Wochen mit viel gutem Essen, hervorragendem Wetter, vielen schönen Spaziergängen und zum Schluss gab es noch die Ausstellung, die eigentlich der Anlass der Reise war. Wer mag, kann sich gerne das kurze Video vom tollen Mann dazu anschauen: Link zu Instagram.
Wie sah denn bei euch der Sommer/Jahresurlaub aus?

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