Es ist die Geschichte vom Loslassen und Neuanfangen und von der Frage, wie viel Veränderung möglich ist. Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlt die Protagonistin sich wieder frei: Die Kinder sind ausgezogen, in ihrem Dasein zwischen Großstadt und Landleben breitet sich Ruhe aus. Vieles ist schön in ihrem Leben, sie kann es genießen – aber eben doch nicht so ganz, denn auch diese Lebensphase hat ihre Herausforderungen: Erst besetzt ihre Schwester ihre Stadtwohnung, obendrein droht ihr ein Zahn auszufallen, was sie mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert.
Während sich das eher marginale gesundheitliche Dilemma zu einer kleinen existenziellen Krise auswächst, trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher wieder: Friedrich. Eine Begegnung, die sie vor eine Frage stellt, mit der sie sich eigentlich nicht mehr beschäftigen wollte: Ist sie bereit für eine weitere Liebesbeziehung? Oder besser gesagt: Ist sie bereit, ihr gutes Leben zu teilen, ihre innere Zufriedenheit zu riskieren, schon wieder? Ich habe diese Geschichte gerne gelesen, wenn sie auch teils Längen hat, wo die Autorin Wissen und Erfahrungen ablädt, ohne dass diese mit der Geschichte, die sie erzählt, in mehr als losem Zusammenhang steht. Aber ich mochte sie und ich mochte ihre Lebensfreude, die letztlich wieder die Oberhand gewinnt.
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Anmerkung: diese Rezension erschien vor einiger Zeit bei Fab50s, ist dort aber nicht verfügbar.

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