Pelze – Teil 2

Ihr erinnert euch noch an mein Pelzproblemchen mit den geerbten guten Stücken?

Ich war gerade dabei, mir die erforderliche CITES-Erlaubnis für den Ozelot (aus den 80ern) zu besorgen. Außerdem hatte ich Pläne für eine Decke, die Nerzweste habe ich diesen Winter sehr viel unter meinem Mantel getragen und überhaupt – es war im Fluss.

Nun sind sie alle bei den Altkleidern, weil ich zum allerersten Mal und trotz massivem Einsatz von Mottenpapier tatsächlich Kleidermotten hatte. Naja, ehrlicherweise habe ich glaube ich anderthalb Jahre das Papier nicht erneuert.

Die waren ziemlich wählerisch, haben sich durch die Pelze gefressen, alle(!) hatten Fraßstellen. Und dann noch meinen einzigen und geliebten grünen Cashmere-Pullover angeknabbert.

Ich habe hektisch alles entsorgt, auf Tipp einer Bekannten ein bestimmtes Mottenspray (Envira) gekauft, alle Wollsachen auf dem Balkon eingesprüht, entlüftet und anschließend gewaschen. Dann noch den Kleiderschrank besprüht, vorsichtshalber eine Stunde gelüftet (es war KALT) und nun ist dieses Thema hoffentlich beendet.

An den Baumwoll/Viskose-Sachen konnte ich nichts entdecken. Die haben sich mit Pelz und Cashmere offensichtlich sauwohl gefühlt. Die kleinen Mistkäfer.

Ach ja, und insgesamt acht Pakete Mottenpapier vorsichtshalber überall verteilt samt Terminerinnerung, dies in einem halben Jahr wieder zu ersetzen.

Grummel.

12 Kommentare

Der Online-Shop Maschenfein hat auf seiner Homepage einen ausführlichen Blogartikel dazu. Vielleicht hilft dir der noch weiter. Tut mir sehr leid um deine Sachen!

Leider nein, es sind ja Stellen kahl gefressen – leider nicht mehr anziehbar. Und weiterverarbeiten auch schwierig, weil natürlich hübsch verteilt

Ach das ist ja ärgerlich.
Ich sehe öfter meine Woll – und Kaschmirpullis sorgfältig durch, falte sie ganz auseinander, schüttle sie aus, leuchte mit einer Taschenlampe in die Schrankecken.
Bisher ist mir keines dieser Viecher untergekommen. Falls doch, finde ich sie hoffentlich früh genug.
Liebe Grüße

Oh nein, wie ärgerlich. Ich hatte leider auch schon das Mottenvergnügen. Seitdem nie mehr ohne Zedernholzblöcke und Arvenöl im Schrank, da ich den Geruch von Mottenpapier nicht leiden kann.

Wie ärgerlich, das tut mir leid! Ich schütze meine wertvolleren Wollsachen vor Motten, in dem ich sie über das Sommerhalbjahr in Zeitungspapier einschlage, das mögen Motten wohl nicht, und dann in Vakuumbeuteln vakuumverpacke.

ja, das mit dem Zeitungspapier habe ich auch schon gehört. Das waren auch die ersten (und hoffentlich letzten) Motten meines Lebens. Merke: nicht nachlässig werden beim Mottenpapier

Das tut mir leid, waren sehr schöne Erinnerungsstücke von deiner Mama.
Bisher hatte ich noch kein Vergnügen mit Motten, dafür eine Plage von Brotkäfern (fanden die Lebkuchenherzen von meiner Tochter am Speicher sehr appetitlich)

naja, eigentlich war das eine Sammlung von Schwiegermutter, der Mutter meiner besten Freundin und eine Jacke meiner Mutter. Also nicht sooo schlimm. Ich war leicht panisch, dass das Hochzeitskleid meiner Mutter angefressen ist, aber es ist einwandfrei, hing auch auf der anderen Seite des Schranks

Wie handhabst du das mit deinem Kleiderschrank? Meiner steht im Schlafzimmer, da traue ich mich weder an Mottenpapier, noch an das von dir erwähnte Spray heran.

ich habe auf dem Balkon gesprüht und anschließend noch zwei Stunden lüften lassen, die Wollpullover und Schals habe ich gleich in die Waschmaschine (also Wollwaschgang) gesteckt. Den Kleiderschrank habe ich ausgesaugt, eingesprüht und dann zwei Stunden gelüftet. Bisher sind mir keine Hörner gewachsen 😀

Mottenpapier benutze ich schon mein Leben lang. Ja, kann schaden, aber das gilt für Straßenverkehr, Feinstaub, Alkohol, Zigaretten und Zucker auch. Ich sehe das pragmatisch.

Aber: wie wäre es Lavendelöl? Auf Wattepads (oder ähnliches) träufeln und verteilen. Oder die weiter oben erwähnten Zedernholzblöcke? Wobei man über die allergene Wirkung von ätherischen Ölen auch diskutieren kann 😉

Eine Neuigkeit gibt es noch: der schwarze Mantel hatte einfach ganz wunderbaren Pelz. Ich habe mir dann die Mühe gemacht und das Futter sowie den Fuchsbesatz unten abgetrennt, in bekannter Weise auf dem Balkon zweimal eingesprüht (vorsichtshalber) und den ganzen Tag gelüftet. Es sind tatsächlich richtige Löcher drin, aber die sind zumindest ganz gut verteilt. Das wird mind. eine ganz wunderschöne Tasche werden!

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