Eine windige Affäre, oder (von Janne)

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manchmal ist der Titel ja auch Programm. Ich war anhin im Skiurlaub und habe dorthin fünf Bücher mitgenommen, gerade noch rechtzeitig erreichte mich von Amelie Fried das Buch mit dem obigen Titel.

Das hatte ich mir noch bestellt, weil ich dachte, Zeruya Shalev könnte einen Ausgleich brauchen, etwas Nettes. Und ich hatte irgendwann mal ein Buch von Amelie Fried, die ansonsten ja eher aus Film, Funk und Fernsehen vor allem als Moderatorin von stern tv bekannt geworden ist, gelesen und es in guter Erinnerung behalten.

Nun, das ist bei diesem lieblos zusammen geschusterten Machwerk sicher nicht der Fall. Man nehme etwas Tagaktuelles (Windstromanlagen), bringe diese in ein etwas exotischeres Ausland (Litauen), lasse das Projekt an pseudobürokratischen Hürden fast scheitern und werfe dann eine Powerfrau ins Rennen, die aber natürlich nebenbei noch massenhaft persönlichen Stress (zwei Kinder, einen verantwortungslosen Ehemann, Schuldgefühle und Eifersucht) hat, weil sie ja arbeitet und nicht zu Hause bleibt. Das Ganze garniere man mit den zum Gähnen langweiligen Au-Pair-Geschichten, die jede Mutter bis zum Abwinken kennt, füge vorgeblich spannend noch Todesdrohungen gegen die Heldin hinzu und dann könnt ihr euch dieses Buch ungefähr vorstellen. Im Übrigen will ich euch nicht alles verraten, denn dann wäre das Buch, müsstet ihr es lesen, noch langweiliger, aber die Auflösung ist sooo vorhersehbar, das hätte ich euch schon nach den ersten fünfzig Seiten sagen können.

Wer es haben möchte, möge mir unter janne@fabforties.de schreiben, es wird sofort versendet!

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