Barbara

Noch eine Änderung auf diesem Blog, man entwickelt sich ja weiter. Der tolle Mann und ich fanden die Zusammenarbeit in Sachen Fotos für Fab50s gut (und wir haben uns auch nicht gestritten…), das haben wir dann einfach weitergemacht. Vorbei die Zeit der Produkte in meiner berühmt-berüchtigten Papierschnipselkiste. Kurz gesagt ist das hier keine One-Woman-Show mehr, sondern ein Gemeinschaftsprojekt.

Nun macht er nicht nur Produktfotos und wunderbare Urlaubsbilder, sondern auch eigene Fotoprojekte. Er ist seit langem in der Polaroidszene unterwegs und in den letzten zehn Jahren habe ich mir die Entwicklung seiner Fotos mit Staunen angeschaut. Denn er macht nicht einfach Polaroids, sondern diese werden im Nachgang manipuliert. Mechanisch, chemisch oder auch beides zusammen.

Auf den Fotos unten wurde eine Sonderserie von Polaroid namens „Polaroid Blue“ verwendet. Bei dieser Sonderserie werden die Polaroids schwarz-weiß-blau, es gibt also kein rot oder grün oder gelb. Im Nachgang wurden dann noch Papierschichten der einzelnen Polaroids entfernt und durch Blattsilber ersetzt, dadurch entsteht eine Transparenz und ein silbriger Glanz. Noch mehr Geheimnisse wollte er nicht verraten.

Das ganz besondere an diesen Fotos ist aber das Modell: Barbara ist nicht nur ausgesprochen nett – wir haben uns bei einer anderen Ausstellung zufällig getroffen und uns auf Anhieb prima verstanden – und nett anzuschauen. Nein, sie ist 69. Sie meinte zu mir: wann wenn nicht jetzt soll ich noch solche Fotos von mir machen lassen? Genau.

Eine Auswahl der Bilder wird am ersten Oktoberwochenende (2.-4.20.2026) in Bologna bei der ISO600 zu sehen sein (Link zu Instagram).

Alle Bilder von Michael Haas (Instagram), Künstlername „The unknown artist“. Barbara hat natürlich auch Instagram.


5 Kommentare

  1. …es fing damit an, dass ich für mich eine etwas andere Inspiration brauchte.
    Ich habe viele Projekte hinter, und in den vergangen Jahre, auch vor der Kamera mit meinem Partner gemacht. Das macht auch immer noch Riesenspaß, aber vor ein paar Monaten wollte ich mal erleben wie es wohl ist, wenn ein fremder Mensch erotische Bilder von mir macht, und natürlich sollte es etwas ganz besonderes sein. Was konnte mir besseres passieren als „the unknown Artis“ im Netz zu finden.
    Ich bin begeistert von seinem Können und seiner Art.
    Wie schön war es dann auch noch Irit auf einer Ausstellung zu treffen. Wir waren uns direkt sehr sympathisch und haben losgeschnattert – und so bin ich dann auch hier gelandet. Was für eine doppelte Freude.
    Ich kann nur immer wieder sagen: Mädels traut euch auch mal die Kuschelzone zu verlassen und macht was euch Spaß macht. Aber immer auf das Bauchgefühl hören.
    Bei Michael stimmte das Bauchgefühl sofort und ich denke genau deswegen konnte ich auch locker vor seiner Kamera sein.

    An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an euch beide.
    Barbara

  2. Tolle Bilder! Würde ich auch gern mal machen lassen.

    1. Dann mach es doch einfach! Wenn du magst, kannst du ja Kontakt zu MIchael aufnehmen.

  3. Interessante Polaroids – besonders die Farbgebung gefällt mir. Die gedeckten, leicht entsättigten Töne und der typische Polaroid-Look schaffen eine ganz eigene Stimmung.
    Mich beschäftigt allerdings schon länger eine Frage, vielleicht aus Sicht eines Fotografen oder Künstlers: Warum spielen weibliche Geschlechtsteile oder laszive Posen in der künstlerischen Fotografie so häufig eine Rolle? Was macht den Reiz dieser Motive aus? Geht es um Ästhetik, Provokation, Symbolik oder etwas ganz anderes?
    Ich frage aus ehrlichem Interesse. Für mich wirken solche Inszenierungen oft eher beliebig als schön. Deshalb würde mich die Perspektive von Menschen interessieren, die solche Bilder bewusst schaffen oder schätzen.

    1. Naja, ich denke, Sexualität gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen, sonst wären wir ja alle nicht da. Und das spiegelt sich natürlich auch in der Kunst wieder. Wir sind gerade im Stau auf der A2 🤮, aber Michael schreibt dir auch noch etwas dazu. Momentan muss er mich kutschieren…

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Irit Eser
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