Hinweis: das Produkt wurde mir zum Test geschenkt, natürlich ohne jede Bedingung.
Noch ein Hinweis: die erste Version dieses Beitrag ist auf Fab50s erschienen. Ich habe noch ein wenig ergänzt.
Die Beyers sind notorisch sparsam beim Launch neuer Produkte. Zum einen passt es einfach nicht zur Markenphilosophie und zum zweiten gibt es ein neues Produkt erst dann, wenn es so richtig gut geworden ist. So wie das hier.
Meine Haut ist sehr empfindlich geworden und aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen funktioniert ein Produkt auf einmal nicht mehr. Nennt sich nicht umsonst Wechseljahre. Aktuell ist eine Phase, in der ich das Hautgel+ leider nicht vertrage – was blöd ist, denn das ist eine tolle Sommerpflege und genau richtig unter einem Sonnenschutz. Umso erfreuter war ich, als ich dann endlich ein Testmuster des neuen Calm&Hydrate+ bekam. Denn die Papierform ist (mal wieder) bestechend. Es ist ein leichtes Gelserum für irritierte Haut, das nicht nur viel Feuchtigkeit spendet, sondern auch noch eine Menge guter Inhaltsstoffe mitbringt und nicht fettet. Hörte sich nach idealer Sommerpflege an.
Die Tube mit satten 150 ml Inhalt (übrigens aus Kunststoff auf der Basis von Zuckerrohr) kostet knapp 30 Euro. Und ich fühlte mich in alte Zeiten zurückversetzt – ich habe nie einen Ersatz für mein geliebtes Hydrogel von Highdroxy gefunden, allerdings hat sich in den letzten neun Jahren meine Haut auch geändert und mittlerweile schätze ich beruhigende Wirkstoffe sehr.
Hier stecken Panthenol, Allantoin, Ectoin und Centella-Wirkstoffe drin. Ceramide halte ich grundsätzlich auch für eine gute Idee, hier sind tatsächlich sieben verschiedene enthalten inklusive Ceramid EOS. Das findet man kaum, es spielt aber für die Struktur und den Zusammenhalt der Hautbarriere eine besonders wichtige Rolle. Wir reden hier also nicht vom üblichen Barriere-stärkenden Serum aus der Drogerie, sondern das ist tatsächlich etwas Neues.
In Sachen Feuchtigkeit ist die Liste wirklich sehr lang: enthalten sind vier verschiedene Formen der Hyaluronsäure plus Glycerin und Glyceryl Glucoside plus Sodium PCA, Betaine, Tremella Fuciformis Extract und Acetamidoethoxyethanol. Mehr geht glaube ich nicht mehr. Das Serum trägt den Titel zu Recht!
Wie immer bei den Beyers ist einiges nicht drin, zum Beispiel Mineralöle, Silikone, Alkohol und Farb- und Duftstoffen. Mir persönlich sind Mineralöle und Silikone nicht unangenehm – aber wer es mag: hier ist eine „cleane“ Formulierung.
Hier sind nochmal alle Inhaltsstoffe inkl. kleiner Erläuterung (geklaut von der Beyer-Website):
Aqua, Acetamidoethoxyethanol (Feuchtigkeitsspender), Pentylene Glycol, Glycerin, Panthenol, Sodium PCA (Feuchtigkeitsspender), Betaine (Feuchtigkeitsspender), Glucomannan (feuchtigkeitsbindend), 1,2-Hexanediol, Ectoin (Schutzmolekül), Glyceryl Glucoside (Feuchtigkeits-Booster), Allantoin (hautberuhigend), Sucrose Stearate, Sodium Tocopheryl Phosphate (Vitamin E), Polyglyceryl-10 Stearate, Acacia Senegal Gum, Xanthan Gum, Sodium Hyaluronate, Hyaluronic Acid, Sodium Acetylated Hyaluronate, Hydrolyzed Hyaluronic Acid (verschiedene Formen der Hyaluronsäure), Tremella Fuciformis (Snow Fungus) Sporocarp Extract (Feuchtigkeitsspender), Acetyl Glucosamine (unterstützt die Hauterneuerung), Ceramide NP, Asiaticoside (regenerierend), Madecassic Acid (regenerierend), Asiatic Acid (regenerierend), Hydrogenated Lecithin, Ceramide AP, Ceramide NG, Ceramide AS, Ceramide NS, Ceramide EOP, Ceramide EOS, Glycosphingolipids, Phytic Acid, Arginine, Glyceryl Stearate, Citric Acid
Testbericht
Ich teste mittlerweile seit über sechs Wochen und das Calm&Hydrate+ ist fest in meine Pflegeroutine eingezogen. Daraus kann man schon schließen, dass ich es nicht nur gut vertragen habe (keine Pickel, zusätzliche Rötungen und ähnliches), sondern es sich auch bewährt hat.
Am Anfang habe ich ein wenig herumprobiert, denn das Calm&Hydrate+ zieht sehr schnell ein, fettet kein bisschen (wovon auch?) und das Hautgefühl anschließend fand ich sehr angenehm – wenn man es als Serum benutzt. Ich wollte keinen zusätzlichen Schritt in meiner morgendlichen Routine (Glycerinspray, Vitamin C, Creme, Sonnenschutz) und habe überlegt, wie ich es statt Creme benutzen könnte. Bei 28 Grad plus geht das ohne weiteres – konnte ich ja mittlerweile ausprobieren.
Der Trick bei kühleren Temperaturen war schnell gefunden: ein bis zwei kleine Tröpfchen Squalan funktionieren das Ganze in eine tolle Creme um! Alternativ funktioniert übrigens auch Mandelöl oder – mein besonderer Liebling – Avocadoöl. Es ist perfekt.
Mein Test als Körperpflege bei heißeren Temperaturen hat dann auch pünktlich letztes Wochenende stattgefunden. Sonnenstrapazierte Haut hatte ich nicht, ich bin sehr vorsichtig, benutze reichlich Sonnenschutz mit SPF50+ und halte mich gerne im Schatten auf. Wie ich dann gemerkt habe, ist meine Haut doch etwas trockener geworden. Das Serum allein hat mir als Pflege nach dem Duschen nicht gereicht, vermischt mit der Bodylotion (die mir zu reichhaltig wurde) aber absolut perfekt als Sommerpflege für den Körper. Vor allem kann ich selbst steuern, wie leicht oder reichhaltig es sein soll.
Extratipp bei 35 Grad+: letzte Woche in Paris war es wirklich heiß und wir haben dreimal am Tag geduscht, morgens, nachmittags und vor dem Schlafen. Ich habe nur gelegentlich Duschgel benutzt und mich kaum abgetrocknet, Verdunstungskühle ist eine tolle Sache. Noch toller wird das mit dem Calm&Hydrate direkt aus dem Kühlschrank, nur ein bisschen auf der nassen Haut verteilen und alles zusammen trocknen lassen. Erstens erfrischend und zweitens keine ausgedörrte Haut.
Oh, und noch eine Sache: gelige Texturen haben oft einen Radiergummi-Effekt, es gibt so kleine Rimmelchen. Das konnte ich nicht feststellen.
Bis 06.07.2026 (und solange der Vorrat reicht) gibt es noch 20% Einführungsrabatt bei den Beyers.
Ich weiß, dass einige schon ausprobiert haben – und bin neugierig auf weitere Testberichte!

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