Einer DER Klassiker aus der französischen Pharmacie und beim Parisausflug habe ich sie mir auch gekauft. Ich bin nicht mehr sicher, wann ich das erste Mal darüber gelesen habe, aber es ist schon länger her. Hat mich aus zwei Gründen nie interessiert: erstens höre ich beim Wort „Pomade“ auf zu lesen und zweitens konnte ich früher relativ problemlos Vitamin A in Form von Retinol, Retinal und teilweise sogar Tretinoin verwenden.
Die Zeiten sind vorbei, mit den Wechseljahren wurde meine Haut immer empfindlicher. Tretinoin ging überhaupt nicht mehr, Retinal dann auch nicht mehr. Retinol fand ich schon immer schwierig. Egal, was ich gemacht habe, von winzig kleinen Mengen ein- bis zweimal (!) pro Woche bis zu unterschiedlichen Produkten – nach spätestens drei Wochen wurde meine Haut immer gereizter, röter und ungnädiger. Also habe ich seit längerem auf Vitamin A verzichtet. Sonnenschutz und Vitamin C (Derivate, keine Ascorbinsäure) mussten reichen.
Dann kam der Instagram-Feed. Die Kombination der sehr wenigen Accounts, denen ich folge, mit meiner Vorbereitung der Parisreise bescherte mir zahlreiche Videos zum Thema Pharmacie-Einkäufe. Das meiste davon kam eh nicht in Frage, keine Duftstoffe in meinem Gesicht, womit 80% der Produkte ausschieden. Das gilt übrigens auch für den nächsten Klassiker, die Biafine. Ich habe nie verstanden, warum man in eine Creme, die für Sonnenbrand und Co gedacht ist, einen deklarationspflichtigen (und damit potentiell allergieauslösenden) Duftstoff packt. Es riecht noch nicht mal gut.
Unvermeidlich tauchte auch die A313 Pomade auf. Mehrfach.
Ich teste Stand heute kaum noch neue Produkte, aber so ganz immun bin ich auch nicht. Also beim Pharmacie-Einkauf auch eine Tube davon erstanden. Kostenpunkt: 11 Euro. Als offiziell letzter Versuch in Sachen Vitamin A. Die Französinnen können unmöglich seit Jahrzehnten daneben liegen.
Ein Grund war auch die mehr als überschaubare INCI-Liste, es sind drei Retinolester enthalten (Retinyl Acetate, Retinyl Propionate, Retinyl Palmitate) und zwar insgesamt 0,12%. Zumindest habe ich die Angabe so gefunden, ich weiß nicht, wie ich die „200.000 UI pour cent“ umrechnen kann. Ähnlich ging es mit der Grundlage bestehend aus Macrogol 400, Macrogol 4000 und Polysorbat 80. Ich habe die chemischen Erläuterungen zu den Macrogels nicht verstanden, entgegen meiner Annahme ist das aber keine Vaseline-Creme. Sieht aber irgendwie so aus…

Tatsächlich kann ich nur eine sehr kleine Menge in meinem Gesicht unterbringen, etwa so viel wie oben abgebildet. Das Ganze zieht nicht so richtig ein, bildet aber glücklicherweise auch keine allzu fettige Schicht im Gesicht.
Meine Hoffnung war, dass ich die Retinolester vertrage.
Ich kann sagen: die Hoffnung stirbt zuletzt und diese ist gestorben.
Woche 1: an einem Abend ausprobiert, am nächsten Morgen und die Tage danach alles prima.
Woche 2: wieder ein Abend, alles prima.
Woche 3: wieder ein Abend. Am nächsten Morgen sah es ziemlich normal aus. Am Abend hatte ich dann das Gefühl, meine Haut fühlt sich „empfindlich“ an. Tagsüber wurden es dann mehr Rötungen und daraufhin habe ich das Experiment beendet.
Kein Vitamin A für mich und A313 geht dann nächste Woche zum „It’s nice to be nice“.
Insgesamt ist meine Pflegeroutine sehr geschrumpft, in den nächsten Wochen schreibe ich noch ein bisschen mehr dazu. Ich habe auch noch einen französischen Klassiker, von dem ich erstaunlicherweise bis Anfang des Jahres noch nie gehört hatte. Der macht sich aber ganz ausgezeichnet. Außerdem wird es noch mehr Infos in Sachen Azelainsäure geben und generell einen Blick in meine ziemlich leeren Schubladen. Ich habe tatsächlich meine verträglichen Produkte gefunden und anstatt zu kaufen und zu testen – stöbere ich Internet, schaue mir Neuigkeiten an und vergesse sie wieder. Als Ermahnung reicht der derzeit (wieder) extrem gute Zustand meiner Haut.
Wie sieht es denn bei euch mit Vitamin A aus? Gut verträglich, ist nix oder Änderung in den Wechseljahren?

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