Meine Lieben, es ist soweit. Abgesehen von unserer letzten Plauderstunde am Donnerstag der offiziell letzte Beitrag auf diesem Blog. Da muss natürlich ein Rückblick auf meine persönlichen Beautyerkenntnisse der letzten fünfzehn Jahre her.
Viel hilft nicht viel
Ich liebe den Anblick von diversen Kosmetiktiegeln- und flaschen. Meine Neugier hat mich nie verlassen, sie ist nur etwas weniger geworden. Leider muss ich aber auch sagen: meine Haut hält von dieser Neugierde überhaupt nichts. Vor allem nicht von der Kombination verschiedenster Wirkstoffe und am besten alle in einer Pflegeroutine. Und schon überhaupt nicht in üppigen Konzentrationen.
Ich beneide die Frauen mit robuster Haut. Ich würde auch sehr gerne ausführlich auftragen und cremen, funktioniert nur leider nicht.
Nein, nicht alles hilft bei jeder
Ah, Vitamin C als Ascorbinsäure, eine wahre Wunderwaffe. Aminosäuren, Kupferpeptide, überhaupt Peptide und so weiter.
Alles sehr schön, aber nicht für mich. Da ist es auch egal, ob man Produkte unterschiedlicher Hersteller benutzt. Was man nicht verträgt, verträgt man nicht. Punkt. Muss man akzeptieren oder mit gereizter Haut herumlaufen.
Basic Nr. 1: Sonnenschutz
Lästig zu benutzen und da mag das Produkt noch so schön sein. Die perfekte Lösung habe ich immer noch nicht gefunden, aber mein Colibri Ultra Light ist nah dran. Mal sehen, was uns die Kosmetikindustrie in den nächsten Jahren noch schönes bringt. Denn der Punkt ist: wer mit schöner Haut altern will, kommt um Sonnenschutz nicht herum. Ich rede da nicht von Falten (das ist normal), aber von weniger Pigmentflecken und einem insgesamt besseren Hautzustand.
Meine persönliche Ausnahme: im Winter bzw. bei einem UV-Index unter 3 geht es bei mir auch ohne.
Häufige Quelle von Hautproblemen: Reinigung
Der Schmutz des Tages muss runter, der aus der Nacht auch und das bitte sehr gründlich. An sich eine gute Idee, aber es geht ganz schnell mit zu viel des Guten. Das war meine Erkenntnis aus diesem Jahr: nein, man muss nicht schäumend reinigen.
Morgens Wasser, evtl. kombiniert mit einem sanften (!) Tuch oder Waschlappen und abends ein Reinigungsöl oder ein Reinigungsbalm. Das reicht bei mir und meine Haut dankt es mir. Problematisch war natürlich die Suche nach den richtigen Produkten, Stichwort Unverträglichkeiten. Aber man kann welche finden!
Körperpflege: man muss es mögen
Ich habe mich jahrzehntelang am Körper kaum eingecremt, eine lästige Angelegenheit. Mit den Wechseljahren und den 25 kg weniger hat sich das massiv geändert. Zumindest nach jeder Dusche wird eingecremt und manchmal auch zwischendurch. Die Kontinuität macht es.
Und natürlich ein gutes Produkt: man muss es einfach mögen. Es muss gut einziehen und langanhaltend pflegen. Und vielleicht noch ein paar gute Wirkstoffe enthalten. Ich probiere ja auch immer mal wieder hier und da, aber kehre seit langen Jahren immer wieder reumütig zu der Bodylotion von den Beyers zurück. Einfach die Allerbeste.
Persönliche Probleme: Rosacea
Kommt gerne zu allen möglichen und unmöglichen Zeitpunkten wieder, manchmal aus unerklärlichem Anlass.
Meine Strategie: die berühmte schwarze Salbe als Soforthilfe. Und mein klebriger Toner mit nur wenig Azelainsäure als morgendliche „Maske“. Seitdem herrscht Ruhe, sogar mein Dekolleté mit reichlich Sonnenschäden sieht allmählich sehr gleichmäßig aus.
Persönliche Probleme: Keratosis Pilaris (Reibeisenhaut)
Genetisch bedingt und man hat sein Leben lang etwas davon, ich habe es dummerweise an beide Töchter vererbt. Aber die profitieren von meinen Erkenntnissen.
Und die ist: jeden Tag 2% BHA auf die betroffenen Partien, das ist bei mir hauptsächlich der Po. Wenn ich da mal ein wenig rum schlunze, habe ich innerhalb kürzester Zeit dick entzündete Haarfollikel. Und das ist nicht nur nicht schön, sondern auch schmerzhaft, da hilft oft nur noch Cortisonsalbe. Ich habe auch noch nie verstanden, warum man innerhalb von zwei Tagen eine dick entzündete Stelle bekommt und es dann WOCHEN dauert, bis es wieder weg ist.
Also: jeden Tag. JEDEN TAG.
Persönliche Probleme: Hornhaut an den Füßen
Ich hatte schon als Kind viel Hornhaut an den Füßen. Ein ständiges Ärgernis und ich mag es nicht, zur Fußpflege zu gehen, das ist nie so, wie ich es mag. Vor allem nicht die Fußnägel. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert, erinnert sich vielleicht noch die eine oder andere an die koreanische Fußfeile?
Im Endeffekt habe ich festgestellt, dass auch hier nur JEDEN TAG hilft. Und zwar in Form meiner geliebten Fußcreme mit 50% Urea von SVR. Wenig nur auf die betroffenen Stellen auftragen. Hält alles in Schach. Dazu noch der Bimsstein unter der Dusche. Jedesmal ein wenig drüber schrubbeln und seit ich das so mache, musste ich nie wieder über sandalentaugliche Füße nachdenken.
Persönliche Probleme: brüchige Nägel
Das Dauerdrama ging vor zehn Jahren oder so los und die Lösung war nach einem Leserinnentipp (ich werde ewig dankbar sein!) einfach: immer den Nagel mit Nagellack schützen. Weil ich eine faule Socke bin, habe ich Nagellack und Überlack, der wirklich lange hält und zwar in einer unauffälligen Farbe. Hält mindestens eine Woche und meine Nägel sehen jetzt immer TOP aus. Oh, und Nagellackentferner mit Aceton verwenden. Ich weiß nicht, wer das Gerücht aufgebracht hat, das würde schaden. Tut es nicht, bei mir schadet eher die acetonfreie Variante.
Sehr seltsam, diesen Beitrag zu schreiben und zu veröffentlichen. Aber andererseits: auf zu neuen Ufern. Mit einem liebevollen Blick zurück ohne Wehmut, manche Zeiten sind einfach vorbei.
Was habt ihr hier mitgenommen? Beautytipps? Oder auch anderes?

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