Nach dem Hype um Nahrungsergänzung und Protein lese ich in letzter Zeit viel über Ballaststoffe. Ist ja auch eine gesunde Sache, aber auch nicht ganz so einfach.
Anmerkung vorweg: ich gebe hier keine medizinischen Ratschläge, da mir die passende Ausbildung fehlt. Die unten stehenden Informationen habe ich bei im Internet gesammelt, nach meinen Möglichkeiten verifiziert und nach meinem Verständnis wiedergegeben, im Zweifel also bitte Fachpersonal befragen.
Was sind eigentlich Ballaststoffe?
Es sind pflanzliche Fasern, die im Darm aufquellen und den guten Darmbakterien als Nahrungsquelle dienen. Man findet sie vor allem in Hülsenfrüchten, in Getreide, teilweise auch in Gemüse und Obst. Apropos aufquellen: das ist jetzt nicht übermäßig, aber sie sorgen für ein gutes Stuhlvolumen und eine gute Darmentleerung. Die Besonderheit: unser Körper kann Ballaststoffe nicht „verwerten“, also aufspalten, sie werden – außer dem von den Darmbakterien verbrauchten Teil – einfach wieder ausgeschieden.
Weiterer positiver Effekt: eine ballaststoffreiche Mahlzeit sorgt für eine langsamere Magenentleerung (lange Sättigung) und der Blutzucker steigt nicht so stark an.
Außerdem gibt es Hinweise, dass Ballaststoffe antientzündlich wirken, die Darmbarriere stärken und auch günstig auf den Cholesterinspiegel wirken.
Wo findet man sie in erster Linie? In Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen, Flohsamenschalen und Haferkleie sowie in fermentierten Lebensmitteln wie Kimchi oder Sauerkraut. Und natürlich in Vollkornprodukten.
Empfohlen werden 30 g Ballaststoffe pro Tag, das steckt zum Beispiel in 400 g Kichererbsen oder acht Scheiben Vollkornbrot. Äh, ja, schon eine größere Portion. Wer mag, kann einfach mal danach suchen, es gibt diverse Listen in den Weiten des Internets.
Darf es ein bisschen mehr sein?
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie viele Ballaststoffe ich so zu mir nehme. Selbiges gilt für Protein. Ich mag mein Essen nicht tracken, Essen ist für mich immer mit Lebensfreude und weniger mit Selbstoptimierung verbunden.
Nun schaden aber ein paar Ballaststoffe nicht und ich habe im Lauf des letzten Jahres meine Versuche gestartet:
- Flohsamenschalen in jeglicher Form (stellt euch ein Kotzsmiley vor)
- Irgendwelche Pülverchen: nein danke, ich mag kein gelartiges Zeug zu mir nehmen
- Tabletten: äh, nein
Also hatte ich das Ganze ad acta gelegt, bis ich (genauso zufällig wie bei der Ialuset Creme) über einen Beitrag bei Insta stolperte und zwar von Yael Adler. Die finde ich nicht so toll, dieser Wahn mit der Sheabutter hat mich nachhaltig abgeschreckt. Aber den Beitrag zu den Akazienfasern fand ich interessant.
Also gleich mal bei Sunday geordert. Nein, ich habe keine Kooperation mit denen, aber ich kaufe alle meine Nahrungsergänzung da, weil ich der Qualität vertraue und die Bezugsquellen etc. genau angegeben werden.
Der erste Versuch: in meinen morgendliche Kaffee gerührt und ich hatte schöne Klümpchen. Die sich nicht auflösten. Ich habe noch zwei Versuche gestartet und ärgerte mich über eine Fehlinvestition von 25 Euro, ich hatte natürlich gleich zwei Packungen bestellt.
Nochmal nachgeforscht und siehe da: der Trick ist die Zeit. Man rühre einen Esslöffel Akazienfasern in ein Glas Wasser und hat Klümpchen:

Man warte eine halbe Stunde und hat wieder Wasser:

Die Akazienfasern lösen sich wirklich komplett auf und abgesehen von der Farbe und einem minimalen eher neutralen Geschmack – trinkt man einfach ein Glas Wasser. Mit 5g Ballaststoffen. Das Ganze zweimal am Tag und man hat schon viel erreicht, einfach nebenher. Man kann das Ganze auch etwas länger stehen lassen, alles kein Problem.
Das Leben kann so einfach sein, oder?

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