So war 2020 und das halbvolle Glas

Beim Jahresrückblick 2020 musste ich mich selbst daran erinnern, dass das Glas halbvoll ist. Selbst meine rheinische Frohnatur wurde dieses Jahr auf harte Proben gestellt. Andererseits… gab es auch viele gute Dinge.

Ich habe mir meinen Jahresrückblick 2019 angeschaut und festgestellt, dass vieles gleich geblieben ist und sich viel geändert hat.

2020 war auch wieder anstrengend

Krank bin ich gleich an Weihnachten 2019 geworden und das hat auch zwei Wochen angehalten. Danach ging es eigentlich wie immer weiter – bis unser aller Leben anhielt, auf den Kopf gestellt wurde und alles anders war.

So richtig realisiert habe ich das spät, ich habe schon immer viel online mit meinem Team zusammengearbeitet, da wir an unterschiedlichen Standorten sitzen. Der Übergang ging reibungslos. Bis auf die Toilettenpapierjagd hatte sich mein Leben nicht großartig geändert. Bis zum 2.6.

Mein erster Flug nach München und dieses Bild des Flughafens in Düsseldorf hat mich zutiefst erschreckt. Ich war völlig fassungslos.

Danach habe ich mich eingerichtet, war im Sommer auch noch in der Provence, aber die dunkle Wolke war immer über uns. Gerade jetzt umgibt sie uns alle. Hinzu kam in den letzten Wochen eine Arbeitsbelastung, die mich an meine Grenzen gebracht hat, vielleicht auch ein bisschen drüber. Es war nicht schön.

Reden wir lieber über das halbvolle Glas.

Privat fast alles prima

Meine Töchter, der tolle Mann, meine beste Freundin – was kann man sich mehr wünschen?

Meine Mutter hat eine weitere Erkrankung gut überstanden und ich hoffe, dass es noch lange weitergeht. Sie ist 83, wird also bei der ersten Impfwelle dabei sein und ich bin guter Dinge. Wir haben uns in diesem Jahr nur einmal gesehen, aber dafür umso häufiger telefoniert. Ich hoffe, das mit der Impfung geht bald klar, dann können wir wieder öfter hinfahren.

Und dann gab es natürlich ein besonderes Highlight: ich habe meinen Aufhebungsvertrag unterschrieben und werde in anderthalb Jahren in den Vorruhestand entschwinden. Mal schauen, was ich dann schönes mache.

Ansonsten wie immer: zu viel gearbeitet, zu wenig getanzt, zu wenig gelesen, zu wenig Sport, zu viel gegessen. Und erstaunlicherweise wiege ich exakt genauso viel wie Anfang des Jahres. Nächstes Jahr denke ich wieder darüber nach.

Die Arbeit war dieses Jahr extrem, insbesondere die letzten fünf Wochen. Seit heute bin ich im Urlaub – erstmal ausspannen.

Also insgesamt eher so…

Irit Dezember 2020
Der Lippenstift ist übrigens von Korres, einer der neuen Morello Matte Lasting Lip Fluid im Farbton Fig

aber manchmal auch so…

(aus einer unserer berüchtigten Familien-Foto-Sessions)

Ich mache jetzt einfach einen dicken Haken an dieses Jahr und nehme es als Lektion nichts für selbstverständlich zu halten.

Wie erging es euch?

10 thoughts on “So war 2020 und das halbvolle Glas

  1. „…ich habe meinen Aufhebungsvertrag unterschrieben und werde in anderthalb Jahren in den Vorruhestand entschwinden.“

    Ist das nicht etwas früh mit Mitte 30 🙂 ?

    Genieße die freien Tage & gute Erholung !

  2. Hallo Irit,
    mein Jahr war auch nicht schön.
    Das Einzige was immer besser wird , ist meine Haut.
    Wenigstens die habe ich unter Kontrolle!
    Es kann einfach nur besser werden.
    Ich wünsche allen frohe Weihnachten und guten Rutsch ins neue Jahr
    Liebe Grüße Christina

  3. Mein Jahr war rund — von Verzweiflung bis Ekstase: alles drin.

    Ich habe interessante körperliche und spirituelle Erfahrungen gemacht und am Ende des Jahres micro enjoying für mich entdeckt. Immer kleinteiligeres Genießen. Es macht sehr viel Spaß, in scheinbar alltägliche Dinge eine Einzigartigkeit hineinzufühlen, als wärs das letzte Mal.

    Dieses Jahr werde ich Heiligabend zum ersten Mal ganz allein sein. Hat sich so ergeben und ich bin neugierig, wie ich das erlebe.

    In einem YT-Video hörte ich heute einen Coach sagen: „Das nächste Jahr wird nicht besser als dieses.“ Wir sollten uns alle auf sehr krasse Veränderungen einstellen.

    Ja, ich glaube, das sollten wir. Die Raunächte haben begonnen. Das letzte Ende ist für mich immer die schönste Zeit eines Jahres. Ich wünschte, es würde länger dauern…

    1. Micro Enjoying hört sich interessant an – und sinnvoll! Und zum Heiligabend: so positiv, wie sich das bei dir anhört, wirst du es auch positiv erleben.

      Mit dem Coach stimme ich nicht überein, erfahrungsgemäß sind da jede Menge Schwätzer unterwegs. Natürlich wird es noch mehr krasse Veränderungen geben – aber das heißt nicht automatisch, dass es schlechter wird.

      Apropos Rauhnächte. Ich habe auch darüber nachgedacht, schaffe es aber seit zwei JAhren nicht, dass endlich mal auf dme Blog zu machen (Merker für nächstes Jahr), aber vielleicht magst du mal hier gucken: https://www.fuckluckygohappy.de/rauhnaechte-zeit-zum-wuensche-wahr-werden-lassen/

      Oder hier: https://www.yogamitmartina.de/rauhnaechte-anleitung-rituale/

      1. Das Wichtigste an den Rauhnächten scheint mir das Lauschen zu sein… Wenig Ablenkung, viel Stille, Empfangskanal öffnen. Danke für die Links 🙂

        „Besser“ meint für viele, glaub ich, die Hoffnung auf „wie früher/vorher“. Ich persönlich will auf keinen Fall, dass es wieder so wird „wie vorher“. Veränderung — jetzt — ist in meinen Augen das Beste, was (global) passieren kann. Auch, wenn es sich zunächst überhaupt nicht danach anfühlt.

Schreibe einen Kommentar zu Christiane Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.