Wochenendrezept: Linsensuppe

Wir versuchen derzeit, öfter mal vegetarisch zu essen und außerdem steht mehr Gemüse auf dem Speisezettel. Neben mehr Eiweiß und Ballaststoffen. Mit anderen Worten: lasst uns über Hülsenfrüchte sprechen. Heute Linsen, Kichererbsen kommen auch noch.

Ich schaue jeden Morgen bei Bloglovin rein, zuerst mal meinen Feed (sprich die Blogs, die ich abonniert habe), als nächstes Beauty (was sonst?) und danach Lifestyle, Kochen und so weiter. Nur Travel, Fashion, Design und Fitness schaue ich mir eher selten an.

Im neuen Jahr gibt es natürlich jede Menge gesunder Rezepte, im Dezember war es auch eine Ansammlung von Kuchen, Keksen, Schokolade aller Art, Gans und so weiter. Dabei bin ich über dieses Bild gestolpert:

Bild

Ich finde es ja schon eine gigantische Leistung rote Linsen so zu fotografieren, dass es appetitlich aussieht. Ich möchte nicht darüber reden, wie unsere Ergebnisse aussahen. Kind Nr. 2 hat sich geweigert zu probieren und lieber trockenen Reis gegessen, Kind Nr. 1 hat nur probiert, weil sie mich zu der gesunden Ernährung angestiftet hat.

Und… war ganz erstaunt, dass es zwar eklig aussieht, aber phantastisch schmeckt!

Hier ist der Link zum Originalrezept, dass von einem veganen Blog stammt. Hätte ich ehrlich gesagt im Normalfall niemals angeschaut. Für mich klingt vegan schon so dogmatisch und außerdem mag ich Käse, Sahne und Butter. Eier auch. Fisch und Wurst und Fleisch auch. War vielleicht ein Fehler, denn da gab es noch mehr leckere Sachen.

Ich habe das Rezept leicht abgewandelt, statt Kokosöl habe ich Sonnenblumenöl genommen, die Kokosraspel weggelassen und TK-Blattspinat genommen. Ich kann dann auch bestätigen, dass es mit Creme Fraiche obendrauf schmeckt.

Superleckeres Winteressen – ich wünsche euch guten Appetit und viel Spaß beim ausgesprochen schnellen Nachkochen!

17 Kommentare

  • Wer es exotisch mag: zu den roten Linsen kann man auch sehr gut Kokosmilch nehmen.

    Linsen kochen bis sie zerfallen, Kokosmilch einrühren, kurz aufkochen, nachwürzen…fertig !
    Schnell und lecker.

  • Ich esse sehr gern immer mal vegane Gerichte. Als ich mit einer vegan lebenden Freundin im Herbst in Berlin war, hab ich bei Attila Hildmann den besten Bürger gegessen, den ich je aß – vegan. Das Gute daran ist, Gemüse und Hülsenfrüchte wirklich in jeder Form zu kriegen und auf dem Trip bin ich auch. Aber ich esse auch anderes. Ich hab ein paar vegane Kochbücher, die ich gern als Anregung nehme. Ich tausche aber, weil ich selbst nicht vegan koche, die Kleinigkeiten aus. Dann ist es halt vegetarisch.

    Gerade jetzt, wo es so kalt ist, sind Hülsenfrüchte toll und halten lange satt.
    Mit roten Linsen hab ich das Problem gehabt, den Garpunkt zu treffen. Die werden schnell zu Matsch.
    Danke, dass du es heute schickst, damit kann ich das am Wochenende mal probieren.

    PS: ich hab zwischenzeitlich die Vollkornnudeln probiert, die du empfohlen hast, die sind wirklich toll. Bei uns gab es Tomaten-, Knoblauch-Basilikumsoße mit Parmesanspänen dazu.

    Ich bin gerade auf dem Trip, genau die Menge zu finden, bei der ich ich danach satt bin und hab gemerkt, dass ich gewohnheitsmäßig zu viel reinschaufel. Ich gewöhne mir gerade des Gefühl des sehr vollen Magens ab und versuche, lediglich Sattheit bis zum nächsten Essen oder Schlafengehen zu erreichen, das heißt: eine Spur Hunger wäre dann schön, denn dann schmeckt das Essen besser. Bei Nudeln ist gut, sie sehr gut dosieren zu können. Wir gehören beide nicht zu denen, die am nächsten Tag Reste essen und in der Realität haben wir es dann doch aufgegessen oder meist weggeworfen. Ich teile jetzt auch anders auf: ein Drittel für mich, zwei Drittel für meinen Mann, was unserem tatsächlichen Bedarf an Essen mehr entgegen kommt als halbe/halbe wie vorher. Mir ist im Restaurant schon oft aufgefallen, nach der Vorspeise eigentlich schon nichts mehr zu brauchen. Ich bin gerade dabei, genau diesen Punkt auch im Alltag zu finden. Es ist ja nicht die Menge, die mir besser schmeckt, es ist vor allem, beim Kochen das Rezept so anzupassen, das diese Menge entsteht. Angefangene Lebensmittel herumstehen lassen mag ich auch nicht. Wegwerfen auch nicht, aber entweder der Mülleimer ist der Mülleimer oder ich, nur um nichts wegzuwerfen. Das kann es ja auch nicht sein.
    Mir fällt gerade jetzt auf, dass es auch die Philosophie ist: soviel, wie es gut ist, aber nicht mehr aus Gewohnheit. Was davon ausgenommen ist: Gemüse. Davon von krieg ich vermutlich immer zu wenig. Hier stimmt meine Balance eindeutig nicht.

  • Versuche mal die roten Linsen auf kleiner Flamme zu kochen und dabei stehen zu bleiben. Meißt brauchen die nicht so lange, wie im Rezept oder auf der Packung steht, dann sehen sie nicht so vermatscht aus. Sie garen ja auch immer noch nach. Vielleicht auch ein wenig Petersilie oder andere passende Kräuter, als besseren Optikgeber dazu tun.
    Hier mal ein vor langer Zeit gefundenes Rezept für Bratlinge. Super lecker, sehen im Grunde wie Fleisch aus und mit entsprechenden Beilagen schmecken sie auch wie Fleisch!
    https://strickpraxis.wordpress.com/2016/12/04/es-muessen-nicht-immer-frikadellen-sein/

  • noch vergessen … rote Linsen oder Linsen überhaupt, nicht mit anderem zusammen garen, wegen unterschiedlicher Garzeit. Lieber die Linsen im extra Topf und alles Andere zusammen im anderen Topf. Wenn alles nach Wunsch ist, dann alles zusammen schütten. Das mache ich schon läger so, weil meine Linsen, auch die normalen, entweder nicht richtig gar wurden oder verkocht sind.

  • Herzlichen Dank für diesen tollen Rezept-Tipp. Das Gericht werde ich auf die Menü-Liste für nächste Woche setzten.

    Ich möchte auch mehr „plant based“ essen – ich mag das Wort „vegan“ nicht – ich finde, es schränkt zu sehr ein. Ich liebe ein tolles Stück Fleisch vom Bio Rind aber kann unter der Woche gut und gerne auf Fleisch verzichten, wo ich dann aber dennoch gerne Parmesan oder ein paar Eier zum Kochen verwenden möchte.

    Wenn Du noch auf der Suche nach weiteren Inspirationen bist, kann ich Dir die Hemsley & Hemsley Sisters empfehlen. Die beiden Kochbücher „the art of eating well“ und „good & simple“ sind bei uns sehr oft in Gebrauch. Ich sehe gerade, dass relativ viele der Rezepte auch auf deren homepage online sind.

    Dieses zB. ist perfekt für einen kalten Wintertag (und steht diesen Sonntag auf dem Programm)

    http://www.hemsleyandhemsley.com/recipe/quinoa-and-roasted-vegetable-salad-with-brazil-nut-pesto/

    Auch folgende Rezepte sind super lecker und stehen regelmässig bei uns auf dem Programm:

    meatballs-cauliflower-tabbouleh

    mung-dahl

    squash-red-lentil-coconut-curry

    spicy-buckwheat-noodles-with-tamarind-sauce

    (ich hoffe, es ist ok für Dich, dass ich diese links poste – aber es ist wirklich eine Herzensempfehlung)

    Ich würde mich auf jeden Fall freuen, auf deinem Blog noch mehr Inspirationen zu healthy (& plant based) eating zu sehen

    Liebe Grüsse, Stephanie

  • Linsen, ein uraltes Nahrungsmittel, sind heute im Zusammenhang mit einer gesunden und genussreichen Ernährung nicht hinwegzudenken.
    Ich bevorzuge die kleinen anthrazitgrauen ‚Puy de Dome‘-Linsen aus Frankreich, die es inzwischen auch in deutschen Biomärkten gibt. In Frankreich sind sie erheblich billiger und man kriegt sie auch schon vorgegart. Der Geschmack ist nussig-pfeffrig. Dazu passen z.B. Lammkotelets und Kartoffelgratin. Oder einfach nur mit Currysahnesauce und Baguette. Zu empfehlen ist der purpurfarbene ‚Bio purple Curry‘ von RIMOCO Gewürzmanufaktur, der schmeckt durch den Hibiskus fruchtig und die Sauce ist herrlich Rosa – passt zu den schwarzen Linsen. Oder warme Jacobsmuscheln dazu oder Crevetten.
    http://www.rimoco.de
    Die haben dort phantastische zertifizierte Gewürze, auch Internetversand N.B.:.Das Saarland hat vor allem kulinarisch was zu bieten, nicht nur Kramp-Karrenbauer, Maas, Altmeyer pp.
    Grüße aus dem verschneiten Saarbrücken!

    • Der Laden ist ja toll. Ich hab gerade das purple (geile Farbe) und das Lemon-Curry bestellt.
      Danke für den Tipp.

  • Super Rezept! Kommt mir gerade recht. Ich habe mal rote Linsen gekauft und weiß nicht, was ich damit machen soll.
    Mit den Essensmengen komme ich auch oft nicht klar. Man ist halt erzogen worden aufzuessen oder andersherum es tut mir leid etwas wegzuwerfen – also rein damit!

    Besonders in Restaurants sind die Mengen oft zu groß. Ich habe mir schon oft gedacht, daß es dort Teller für Frauen geben müßte.

  • Vielen Dank für die Inspiration. Ich hab die Suppe heute gekocht, auch mit TK-Blattspinat – und ich hab grüne Linsen genommen, die zerkochen nicht. Also optisch war meine Suppe dem Original sehr ähnlich ;-)

  • abwarten bis zum genialen Kichererbsen-Curry in anderthalb Wochen! Superlecker

  • Ich liebe Linsen. So ein ähnliches Gericht wie deines hatte ich letzte Woche mal wieder gekocht: Linsen Dhal. Ich liebe diese Kombination mit Kokos.
    Linsen mit Saiten habe ich in meiner Zeit auf der Ostalb kennen- und schätzen gelernt.
    Was auch gut zusammenpasst ist ein süßsauer angemachter Linsensalat mit Geflügelleber.

  • Rote Linsen sind doch gerade matschig richtig gut :-) Kann man statt Hackfleisch überall reintun… Bolognese z.B.
    Ich hatte neulich ewig so ne Süßkartoffel rumliegen. Hab die halbe in einen Topf geraspelt, mit Zwiebeln in Öl angedünstet, 3-4 Kartoffeln reingewürfelt, mit Wasser aufgefüllt, ein paar Cherrytomaten kleingeschnitten, 2 TL Salz, Rosmarin und Estragon und nen EL Weinessig — allerbeste Süßkartoffel-Linsen-Suppe! :-)

  • Gestern Abend gekocht und was soll ich sagen – der Mann und ich waren absolut begeistert. Bestes Dahl ever. Und ich freue mich, dass es für heute und morgen noch zum Lunch/Dinner für mich reicht. Yummy.

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