Die Augenlid-OP

Die Augenlid-OP

Ich habe sehr lange überlegt, ob ich über meine kleine OP – die eine aufmerksame Leserin ja gleich identifiziert hat – schreiben soll. Letzten Endes bin ich aber extrem zufrieden mit dem Ergebnis und ich dachte mir, dass die eine oder andere vielleicht einen solchen Eingriff in Erwägung zieht und auch mal einen Bericht aus erster Hand lesen möchte. Und keine Bange, es gibt keine blutigen Photos.

Ich hatte mich schon lange über meine immer tiefer sackenden Augenlider geärgert und dann kamen mehrere Dinge zusammen. Zum einen fiel unser Urlaub in den Herbstferien aus, da wir wegen der Krankheit meiner Schwiegermutter nichts gebucht hatten – niemand konnte ihren frühen Tod vorausahnen. Die Kinder waren „verplant“ mit Reiterhof und meinen Eltern und ich hatte zwei Wochen frei. Dann war ich im September bei Dr. Klaus Hoffmann in Bochum (den ich nur ALLERWÄRMSTENS empfehlen kann), eigentlich habe ich über Botox nachgedacht.

Er meinte dann, mit Botox würden meine Augenlider noch weiter runterkommen, da ich unwillkürlich die Stirn hochziehe, weil mich die Lider stören. Woraufhin wir über eine Lidkorrektur sprachen. Und einen OP-Termin machten. Eine Woche vor der OP gab es Botox, um festzustellen, wo die Augenbrauen sich im Normalzustand befinden und um die Lidoperation optimal gestalten zu können. Das sah dann so aus:

Mit geschlossenen Augen:

Man sieht, dass da reichlich zu viel Haut ist und vom beweglichen Lid fast nichts mehr zu sehen ist. Witzig fand ich übrigens den Botox-Effekt auf meine Augenbrauen, der war nicht gewollt und ist mittlerweile natürlich wieder weg. Wird aber bei der, ähem, nächsten Botoxspritze berücksichtigt. Außerdem kann man noch etwas sehen, nämlich gerötete Augenlider. Die kamen – wie sich dann bei der OP herausstellte – von einem entzündlichen Prozess „innendrin“, der im Lauf der Jahre zu völlig vernarbter Haut geführt hat. Das war der Hauptgrund, warum ich morgens oft geschwollene Augen hatte.

Die OP selbst war unspektakulär, man bekommt eine „Feel Good“-Spritze und reichlich lokale Schmerzmittel und kann sich dann zwischendurch noch mit dem Arzt oder den Schwestern unterhalten. Das Ganze dauert ca. eine halbe Stunde und danach sieht man fürs Erste aus wie Frankenstein. Rote Nähte, dick geschwollene Augen und so weiter. Bei mir war es noch etwas extremer, da er die komplette Innenseite gelasert hat, um die Vernarbungen zu entfernen. Das legt sich aber relativ schnell, ich war nach einer Woche wieder in präsentablen Zustand – mit Hilfe von etwas Concealer. Schmerzen hatte ich nur die ersten ein, zwei Stunden nach der OP, aber auch sehr moderat. Ich bin ein Weichei und sehe es nicht ein, Schmerzen ohne Tabletten auszuhalten – die waren aber nicht nötig. Nach der OP und am nächsten Tag sollte man möglichst wenig gucken, am besten legt man sich Stapel von Hörbüchern bereit.

An Tag 4 sah es so aus (noch mit Fäden), da hat sich die Botoxbraue auch schon gelegt:

Hier ein Photo von Tag 11:

Immer noch geschwollen, aber schon wieder ganz ok. Meinen Augenbrauenwildwuchs bitte übersehen, ich habe mich nicht getraut zu zupfen und ich kann verraten, dass es eine Woche später noch deutlich buschiger wurde… ich finde diesen Haarwuchs sagenhaft.

Eine von mir unterschätzte Folge war das seltsame Gefühl an den Augen bzw. Lidern. Sie fühlten sich halbtaub an, als würden sie nicht zu mir gehören. Das hat sich mittlerweile aber wieder normalisiert.

Heute sieht es so aus (hatte gerade kein ungeschminkt Photo):

Man sieht immer noch eine zartrote Narbe in der Lidfalte, aber ansonsten alles in Ordnung (und die Augenbrauen wieder gezupft). Ich bin mit dem Ergebnis so glücklich, endlich kann ich mich wieder nach Herzenslust schminken ohne irgendwelche Tricks für Schlupflider etc. Und der Lidschatten hält ohne Primer und zwar den ganzen Tag. Ich kann zum ersten Mal Cremelidschatten verwenden. Der Lidstrich klebt nicht mehr nachmittags als Abdruck irgendwo unter den Brauen. Ich würde es wieder machen lassen. Aber nur bei Dr. Hoffmann.

EDIT:

Dr. Hoffmann ist in Bochum, das ist die Website.

Die Augenlid-OP (nur Oberlid) hat 1350 Euro gekostet.


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Irit Eser
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