Helena Rubinstein Prodigy Night

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HELENA RUBINSTEIN Prodigy Night

Mit den Produkten von Helena Rubinstein bin ich bisher immer bestens zurecht gekommen, sie es Pflege oder Makeup. In diesem Fall leider nicht, aber nun hatte ich die schöne Creme hier stehen und was nun? Ganz einfach: man gebe sie einem kompetenten Menschen zum Testen und der hat auch noch eine schöne Review geschrieben. Sozusagen unser erster Gastbeitrag, dazu demnächst aber noch mehr.

Prodigy Night kostet 182 Euro (50 ml) und kommt im luxuriösen Topf daher. Zum Inhalt zunächst mal die Infos von Rubinstein:

Prodigy Night enthält Nocta-Sève Moléculaire, das Telomere und Zell-DNA schützen(In-Vitro-Test), um die Zellvitalität zu verlängern. Die Haut wird regeneriert, optimal versorgt und wirkt jugendlich erholt. Telomere sind an den Enden der Chromosomen angesiedelt und schützen die DNA während der Zellteilung. Sie überwachen die Produktion intakter Tochterzellen und bekämpfen so den Alterungsprozess der Zellen. Der Lebenszyklus einer Zelle wird von der Länge der Telomere bestimmt. Sie werden bei jeder Zellteilung und infolge von oxidativem Stress verkürzt. Ist die Länge der Telomere nicht mehr ausreichend, kann sich die Zelle nicht teilen und beginnt zu altern.

Die Haut nutzt die Nacht, um sich zu regenerieren. Die Zellen produzieren Melatonin, ein starkes Antioxidans, um die tagsüber entstandenen Schäden zu reparieren. Chronobiologische Studien haben gezeigt, dass die Melatoninproduktion um zwei Uhr morgens ihren Höhepunkt erreicht. Zu diesem Zeitpunkt laufen Regeneration und Zellteilung auf Hochtouren. Aufgrund dieses Mechanismus ist es besonders wichtig, die Telomere in den Nachtstunden zu schützen, um einer vorzeitigen Zellalterung entgegenzuwirken.

Nocta-Sève Moléculaire enthält das pflanzliche Wirkstoffkonzentrat Bio-Sève Moléculaire. Der Wirkstoff-Komplex von Prodigy Night wird durch Extrakte der weißen Seerose und der Kerzenstrauchblätter (Cassia alata) ergänzt.

    • Extrakt der weißen Seerose: Bekämpft freie Radikale, wirkt entzündungshemmend und trägt zum Schutz und zur Beruhigung der Haut bei.
    • Extrakt der Cassia alata: Hilft der Haut, die Zell-DNA zu reparieren und schützt vor UVA und UVB- bedingten Schäden, um einer vorzeitigen Hautalterung (In-Vitro-Test), dem sogenannten Photoaging, entgegenzuwirken.

Der Wirkstoff-Komplex enthält außerdem  Proxylan, dass die GAG-Synthese stimuliert, die für die Dichte der Haut verantwortlich ist.

Bio-Sève Moléculaire ist eine Kombination von Fünf pflanzlichen Wirkstoffen:

    • Aktiv-Wirkstoffe des japanisches Maiglöckchens (Ophiopogon japonicus), die die Barrierefunktion der Haut stärken und die Feuchtigkeitsversorgung der Haut fördern.
    • Extrakte des Baikal-Helmkrauts Rhizomen, der die Ebenmäßigkeit des Teints unterstützt.
    • Reispeptide, die Fältchen und Falten mildern und die Spannkraft der Haut fördern.
    • Aktiv-Wirkstoffe von Maitake-Pilzen haben einen „aufpolsternden“ Effekt auf die Haut.
    • Polyphenole der Litschi fördern die Festigkeit der Haut.

Und hier der Review von Pjotr dazu.

Irit hat diese Creme zur Verfügung gestellt bekommen, vertrug sie aber leider nicht. „Leider“ bedeutet in diesem Fall für mich wohl eher „Yeah!“, da ich sie dann bekommen habe und ausgiebig ausprobieren konnte.

Ich muss vorausschicken, dass meine Haut völlig unproblematisch ist. Ich kann mir so gut wie alles ins Gesicht pappen, meine Haut murrt eigentlich nie (noch nicht?). Nun haben Männer von Natur aus gewöhnlich eine 15-20% dickere Haut als Frauen. Und die Männerhaut ist mit Talgdrüsen deutlich üppiger ausgestattet, respektive das Testosteron schubst die Talgdrüsenproduktion deutlich stärker an.

Davon hat MEINE Haut noch nie gehört! Nö, sie ist richtig trocken und und braucht auch eine reichhaltige Pflegeroutine. Ich suche ja ständig nach DER Creme, vor allem brauche ich eine Nachtcreme, die ich abends problemlos auftrage, und die mir am nächsten Morgen eine entspannte und immer noch gut gepflegte Haut beschert.

Weniger Fältchen und eine schmalere Nase wären auch toll, aber ich habe die Hoffnung realistischerweise aufgegeben. Das kann keine Creme, nur der Doc! Aber wie sagen Parfumerieverkäuferinnen immer so nett: „Gepflegte Falten sind nur halb so schlimm!“

Also, um mit der Tür ins Haus zu fallen, diesen Job erledigt die Prodigy night mit links! Die Prodigy hat die schönste Textur, die ich kenne. Wunderbar reichhaltig, aber verteilt sich wie ein Hauch auf der Haut. Sie soll für jeden Hauttyp geeignet sein, kann ich mir gut vorstellen, zumindest im Winter. Ich habe seltsamerweise auch festgestellt, dass sie nicht sonderlich ergiebig ist. Man kann sie zwar sparsam auftragen, die Haut ist dann auch gut versorgt. Die besten Ergebnisse habe ich aber erzielt, wenn ich sie dick und grosszügig angewendet habe…hmmm.

Es ist wie zarte Butter, die über warm-dampfenden Spargel zerläuft. Appetitlich geradezu! Natürlich ist auch Silikon mit dabei, aber das typische Silikongefühl auf der Haut ist nicht vorhanden! Verteilung toll, Silikon-Film, der auf der haut brütet: NO! Die Haut ist nach dem Auftrag sofort geglättet, fühlt sich gut versorgt an und glänzt nicht. Auch nah am Augenbereich ist sie m.m.n. perfekt anwendbar. Sie kriecht nicht.

Aber….sie riecht recht stark. Eine Eigenschaft, die die französischen Cremes beinahe alle vereint. Bei der Prodigy ist es Jasmin und Ylang-Ylang. Es soll beruhigen und auf die Nacht vorbereiten. Man muss den Duft schon mögen, er begleitet einen tatsächlich bis ins Bett. Und dann….der nächste Morgen: nix spektakuläres, einfach nur schöne, ausgeruhte Haut, die nicht spannt…der einfach nichts zu fehlen scheint! Danke, so soll eine Nachtcreme sein! Und eben gepflegte Fältchen. Etwas aufgepolstert, weicher, aber alles an seinem Platz. Nach 4 Wochen kann ich sagen, da tut sich auch nichts anderes mehr. Wunderbar! aber Wunder bewirkt die Prodigy night auch nicht. Da ich regelmässig Wirkstoffcremes verwende, kann ich da auch keine dramatischen Veränderungen erwarten. Sollte man zuvor nur mit Nivea gecremt haben, wird man staunen!

Noch ein Wort zum Tiegel: einfach Luxus, ein überdimensionierter Topf mit 50ml Inhalt, der aber mindestens 100ml vermuten lässt. Der Tiegel lässt aber auch Sauerstoff an seinen wertvollen Inhalt, eigentlich ja nicht so toll! Besagter Glastopf wiegt sage und schreibe über 300 Gramm!

Aber ganz ehrlich? Man kauft sie sich vielleicht einmal oder lässt sie sich zu einem besonderen Anlass schenken. Dann hat man den tollen Tiegel und das schöne Hautgefühl genossen, aber ein Nachkaufprodukt ist sie nicht unbedingt. Hat man dagegen genügend Geld übrig, dann ist sie unter den teureren Cremes eine sehr gute Wahl!

(Quelle Bildmaterial: Helena Rubinstein, das Produkt wurde zur Verfügung gestellt)

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16 Kommentare

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Lieber Pjotr. Die Creme hört sich gut an, aber mein Gedanke beim lesen war auch, dass sie wohl etwas teuer ist. Ich weiß dass eine Creme keine Wunder vollbringen kann, aber für den Preis muss sie mehr leisten, als eine DM Pflege für 15€ ?

Mein Glückwunsch zu deinem ersten Gastbeitrag. Ganz toll geschrieben, das Lesen hat richtig Spass gemacht. Man merkt, dass es dir im Blut liegt. Das Schreiben und das Testen. Ich hoffe wie werden noch mehr von dir hören. ;)
Einen lieben Gruss, Cla

Glamupyourlifestyle.blogspot.de

Guter erster Beitrag!:-) Der Tiegel sieht ja mal sehr cool aus, wie ich finde! Schade, dass die Creme keine spektakulären Ergebnisse bringt, aber hey, wenn man sowieso schon eine gepflegte, schöne Haut hat, ist das wohl eher unmöglich.;-)

Lieber Pjotr,
ich freue mich, dass du hier mitschreibst. Wenn der Preis des Tiegels bei mir Stirnrunzeln auf meiner ansonsten von Runzeln freien Stirn hervorruft, zieht dein Stil meine Mundwinkel nach oben. Klasse Effekt!

..Nun gut: Ein WUNDER ist Prodigy Night nun offensichtlich nicht, was bei diesem Kurs allerdings ansatzweise zu erwarten sein sollte..eine zauberhafte Konsistenz? Können andere auch..und der Duft? Tja, für diesen stylishen Topp wäre ich auch nicht bereit das Geld zu investieren..ABER: das wirklich wundervolle
Ist Dein erster Gast-Beitrag hier, Pjotr! Sehr charmant, kompetent und ein echtes Lesevergnügen, dabei gewürzt mit einer guten Prise Selbsironie, Chapeau !!

Schöner Beitrag – schöne Creme! Für den von dir beschriebenen Effekt aber viel zu teuer. Oder hat die gepflegte Männerhaut etwa den Test verfälscht ? ;)
Ich lese gern weitere Texte von Pjotr, aber auch von anderen Gastautor(Inn)en.

Herzlichen Dank für Eure lieben Kommentare! Die Creme hat aber auch mir tatsächlich Freude bereitet, deshalb konnte ich durchaus überschwänglich darüber berichten.
Was das Schreiben anbelangt, so muss ich Irit und Janne danken, denn ihr toller Blog und inspirierender Schreibstil sind ein großes Vorbild für mich!

pjotr, das liest sich ganz wunderbar! Mir gefällt dein Schreibstil. Ich hatte fast das Gefühl als seist du neben mir gewesen und hättest es mir persönlich erzählt.

Öhm. Okeeeee, irgendwie bin ich auf dem iPhone in diesen Blogbeitrag reingerutscht, und habe gar nicht gesehen, dass er schon vom Juli 2013 ist. Okay, damals war das dann vielleicht doch dein erster Gastbeitrag. ;-))))

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