Big Brother is watching you

Achtung: Werbung! Lesen auf eigene Gefahr*

Ich war in den letzten Tagen irgendwo zwischen schockiert und „wundert mich nicht“ – es geht natürlich um die Überwachungsprogramme. Dass man im Internet unbeobachtet unterwegs ist, hat hoffentlich niemand geglaubt. Aber das Ausmaß finde ich schon erschreckend. Insbesondere die Suchalgorithmen, mit denen die NSA die Daten durchforstet und miteinander verknüpft. Ich persönlich halte die Jungs für leicht paranoid, vermutlich schreiben die wirklich gefährlichen Leute schon wieder Briefe, ganz altmodisch analog.

Ich frage mich auch, ob da Aufwand und Ertrag im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Vermutlich eher nicht. Da werden unglaubliche Massen an Daten gespeichert, analysiert (geht vermutlich nicht, nur Bruchteile), Rechte hemmungslos verletzt und so weiter. Erschreckend.

Manchmal frage ich mich, wann eine Gesellschaft jede Scham und Hemmung verliert. In einigen Ländern ist es offensichtlich so weit. Mich erinnert das sehr stark an alte Männer, die den Ruhestand und den schleichenden Verlust der körperlichen Vitalität nicht verkraften und seltsame Marotten entwickeln. Aber auch die seltsamsten Marotten täuschen nicht über den Gesamtzustand hinweg. Seien es weniger Muskeln oder eine lahmende Wirtschaft oder generell Verlust an Macht. Oder ist es einfach ein Sache, die sich verselbständigt hat und es ist keiner mehr da, der mit klarem Kopf beurteilt?

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