Anrufe, die die Welt nicht braucht, oder

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das ist es, was kinderlose Frauen niemals verstehen werden. Wie das ist, wenn das Telefon klingelt und die Schulsekretärin dran ist, um dich in die Schule zu bitten, weil dein Kind schwer auf den Arm gestürzt ist. Nun, zum Glück habe ich ja schon 22 (in Worten zweiundzwanzig) Jahre Kinder, so dass das nicht der erste Anruf dieser Art war.

Ich habe also erstmal mit dem Kind gesprochen, es schluchzte nicht haltlos, so dass ich mich auch nicht akut aufregen musste. Aber natürlich sofort ins Auto, dabei denke ich dann so alberne Sachen wie „GottseiDank, dass ich nicht im Büro bin, dann hätten sie jetzt eine dreiviertel Stunde warten müssen“, und zur Schule. Da dann das nun bei meinem Anblick haltlos schluchzende Kind in den Arm genommen, vorsichtig ins Auto expediert und zum Krankenhaus.

Da kennen sie uns schon gut, die Kleine hatte vorletztes Jahr den doppelten Armbruch, ich letztes Jahr den Fuß gebrochen – mein Mann befürchtet, als Schläger angesehen zu werden, wenn er noch mal eine von uns in die Ambulanz bringen muss. In der Notaufnahme warten, warten, warten. Warten auf die aufnehmende Schwester. Warten auf den Arzt. Warten vor dem Röntgen. Warten auf den Arzt. Warten auf die Schwester für die Schiene. Gebrochen ist schon mal nichts, aber morgen muss sie noch ins MRT, um die Bänder im Gelenk anzuschauen. Sie sieht nicht mehr so blass aus und vermutlich war es das dann auch.

Aber solche Anrufe kosten Nerven, vor allem, weil mir dann auch immer klar wird, dass immerzu irgendetwas Schlimmes passieren könnte. Was es heute ja zum Glück nicht ist. Und auch überhaupt noch nicht. Aber ich fühle mich verletztlich. Und das ist es, was kinderlose Menschen vermutlich nicht wirklich nachvollziehen können.

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