Meine anderen Ziele für 2013, oder

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die sogenannten softskills. Zu den tatsächlichen Umständen habe ich mich ja schon neulich geäußert, es wird sich 2103 wohl kaum viel ändern, was die Äußerlichkeiten angeht.

Nun mache ich mir aber auch schon seit vielen Jahren Gedanken um meine seelische und spirituelle Entwicklung, und wie wichtig das ist, wurde mir anlässlich eines Threads im beautyboard klar, in dem eine Diskussion darüber entbrannte, warum sich heutzutage so viele Menschen einsam, ausgebrannt und kraftlos führen. Es wurde die Theorie vertreten, dass der Zerfall der traditionellen Familienstrukturen (viele Singlehaushalte) zu einer Vereinsamung des Einzelnen geführt habe. Das mag ja sein, aber es hat zu allen Zeiten auch Menschen gegeben, die alleine oder gar einsam waren und trotzdem nicht verzweifelten.

Ich persönlich bin der Meinung, dass das größte Problem unserer Zeit der fehlende Wertekanon ist, beziehungsweise, dass ein spirituell-religiöses Streben, das früher das ganze Leben bestimmt hat, abgelöst worden ist von den Göttern des Hedonismus, des Konsums und der vermeintlichen Selbstliebe. Es geht, wie sich bei facebook  und im Fernsehprogramm mühelos erkennen lässt, hauptsächlich darum, jung, schön, erfolgreich, besitzend und beliebt zu sein, frei nach dem Satz „Ich habe so viele Freunde bei facebook, dass ich mir eine neue Bezeichnung für meine echten Freunde einfallen lassen muss!“.

Dieses Lebensmodell, das sich überall beobachten lässt (so gibt es beispielsweise ja gar keine dm-Verkäuferinnen mehr, das sind jedenfalls nach ihrem Betragen zu urteilen, alles Schauspielerin-Models in einer Zwischenstation), ist aber leider nicht geeignet, den Menschen seelisch durchs Leben zu bringen. Spätestens wenn man älter wird, irgendwas mal nicht so rund läuft, ein großer Liebeskummer geschieht, man jemanden verliert, der einem wichtig war, die beruflichen Umstände schwierig werden oder sonstwie Probleme auftauchen, stößt die Philosophie des „Schneller-höher-weiter-schöner-reicher-beliebter“ an ihre engen Grenzen. Sie ist nicht geeignet, Trost zu spenden, denn sie lebt ja aus dem Bewerten und Beurteilen heraus.

Und die Alternative? Nun ist es schwierig, sich wieder der Religion zuzuwenden, das haben die Kirchen sich in der Zeit der Inquisition und Hexenverfolgung selbst unmöglich gemacht. Dass ein solcher Glauben das Leben bestimmen soll, glaubt kein Europäer (mehr).

Ich bin der Meinung, dass das allgemeine Ziel, ein integrer und guter Mensch zu sein, sich am ehesten mit buddhistischen Zielen verwirklichen lässt. Der Dalai Lama sagt dazu oft sehr kluge Dinge, wie etwas, dass jeder sich zuallererst mal gut um sich selbst kümmern muss, damit er eine Bereicherung und Hilfe für andere sein kann. In diesem Sinne sind meine Ziele für 2013 zu leben ohne zu urteilen, zu geben ohne etwas zu erwarten und zu lieben ohne Grund.

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