Mein Aufreger des Tages

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Ich hörte es heute morgen schon in den Nachrichten: zwei Kölner Krankenhäuser haben ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer abgewiesen. Das ganze vor dem Hintergrund, dass man womöglich ein Beratungsgespräch über eine mögliche Schwangerschaft, den möglichen Abbruch und die Pille-Danach hätte führen müssen. Dies sei in den Krankenhäusern seit zwei Monaten untersagt. Muss man noch spekulieren, wer der Träger dieser Krankenhäuser ist?

Nein, vermutlich nicht. Der Träger hat den schönen Namen „Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria“ und gehört zur katholischen Kirche bzw. hat das Erzbistum Köln eine Stellungnahme abgegeben.

Da bekomme ich Brechreiz.

Wie ignorant können Menschen sein, die einem Vergewaltigungsopfer Hilfe verweigern mit Hinweis auf formale Vorgaben, die ggf. noch nicht mal zutreffen? Leben wir wirklich im Jahr des Herrn 2013 und in einer zivilisierten, demokratischen Gesellschaft? Über die Pille danach kann man ja gerne streiten, aber hier geht es auch um Sicherstellung von Spuren.

Pfui.

Hier noch Links zum weiterlesen: WDRSpiegel Online

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