Warum haben so viele Leute Probleme mit runden Geburtstagen, oder

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ist es nicht egal, ob man 39 oder 40 ist, 49 oder 50?? Anscheinend für die meisten Menschen nicht, denn dieses sogenannte „Nullen“ (ein entsetzliches Wort!! Fast so schlimm wie „rote Welle“ oder „Häutchen“) beschäftigt die meisten meiner Freunde und Bekannten ungemein. Und es ist offenbar so schlimm für sie, dass der ganze Humor flöten geht, denn kleine Witze meinerseits wie diese tolle Karte mit der Torte, auf der steht „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ kommen gar nicht mehr gut an…

Woran liegt das? Ich persönlich habe mit runden Geburtstagen kein Problem, aber ich halte Alter auch für relativ, die halbe Zeit müsste ich echt überlegen, wenn mich jemand so fragt, wie ich das nach dem Gesetz immer mit Zeugen machen muss („Wie alt sind Sie in vollen Jahren?“), um die Frage zutreffend zu beantworten. Und auch mein Mann sieht in solchen Tagen eigentlich nur Gelegenheiten, endlich mal eine tolle Party zu feiern – ich denke immer noch gerne an seinen fünfzigsten Geburtstag, so viele nette Leute habe ich vorher und hinterher nicht mehr auf einem Haufen gesehen.

Und so ist der einzige Gedanke, den ich mir sorgenvoll über meinen fünfzigsten Geburtstag mache, der, ob ich bis dahin genug Geld zusammenkratzen kann, um diese richtig tolle Band zu engagieren, denn das würde m

ir massenhaft Spaß machen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon lange vor meinem dreißigsten Geburtstag Mutter geworden bin und seitdem immer der Geburtstag von jemandem sehr geliebten Kleinerem wichtiger war als mein eigener. Kinder haben ja ohnehin ein sehr entspanntes Verhältnis zum Alter der Eltern (Sohn:“Mama, bist du schon alt? Musst du auch sterben?“ – „Ja!“- „Aber doch nicht, solange ich dich noch brauche?!?“).

Anscheinend ist es aber bei den meisten anderen anders. Ich wünsche also allen, die dieses Jahr ein Jahrzehnt vollmachen, eine gute Zeit, eine schöne Party und viel Verständnis ihrer Umgebung für ihre Nervenkrisen – eine Freundin beispielsweise äußerte neulich ihr Entsetzen darüber, dass sie nun sechzig wird. Ich meine eigentlich, dass dieses Ereignis sich ja nun schon 59 Jahr angekündigt hat und sagte ihr das auch mit dem netten Spruch von Yves Montand, der, gefragt, wie es denn sei, siebzig zu sein, antwortete „Nicht übel, wenn man die Alternative bedenkt!“, da fuhr sie mich an, so hätte sie bis 50+ (sprich in meinem jugendlichen Alter) auch noch gedacht. Nun sei aber alles wirklich ganz anders. Scheints hatte sie verdrängt, dass sie mir genau die gleiche Ansage vor zehn Jahren anlässlich ihres fünfzigsten Geburtstag auch schon mal reingedrückt hatte!!

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