Naturkosmetik – man kommt nicht mehr dran vorbei

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Ich war nie ein großartiger Verfechter von Naturkosmetik bzw. habe sie kaum  bis gar nicht benutzt. Dafür hatte ich natürlich meine Gründe, die weichen aber ganz allmählich auf – was man allein schon daran sehen kann, dass ich bei FabForties doch über das eine oder andere Produkt aus diesem Bereich berichte.

Zuallererst fand ich die Konsistenzen zum großen Teil einfach schrecklich. Ich mag keine pastigen Cremes, fettige Reinigungsmilch und ähnliches mehr. Am schlimmsten fand ich die Katastrophen im Sonnenschutzbereich – wer kauft so etwas? Ich erinnere mich noch an eine Sonnencreme aus dem DM (war aber eine andere Marke als Alverde), die ich vor einigen Jahren bei meinen Kindern benutzte. Sie sahen aus wie kleine Mehlwürmer. Nein, das war nichts.

Mittlerweile hat sich das dann doch geändert. Die Produkte, die ich von Melvita oder Kibio kenne (das sind bisher meine „Stammmarken“ aus dem NK-Bereich, ich bin Frankreich-lastig in Sachen Pflege), haben eine wunderbare Konsistenz und unterscheiden sich in nichts mehr von konventioneller Kosmetik. Selbst der Sonnenschutz ist gut geraten – insbesondere der von Kibio, s. auch meine Reviews dazu – allerdings immer noch nicht so richtig gut geeignet für eher fettige Haut. Aber ich wette, das kommt noch.

Der nächste Punkt, der mich immer extrem gestört hat, war dieses ideologische Gefasel. Ich benutze Creme, weil ich sie mag und sie etwas bewirkt. Ich möchte damit nicht die Welt retten. Und die Weltrettung ist auch kein Argument dafür, reichlich Alkohol in Cremes zur Konservierung zu verwenden -das ist nämlich nachgewiesenermaßen NICHT gut für die Haut, selbst wenn er öko-zertifiziert ist.

Auch die Argumentation zur Benutzung einer Pflegeserie beruht ja dann immer gerne auf Erfahrungswerten bzw. „traditionellem“ Wissen. Das reicht mir persönlich nicht. Ich hätte gerne schwarz auf weiß zumindest mal in-vitro-Tests. Hier ist auch eine gewisse Verbesserung festzustellen – die Naturkosmetikhersteller kommen aus der Öko-Ecke heraus.

Und der letzte Grund: das Zeug war ja so dermaßen unsexy. Grauenhafte Verpackungen mit drittklassigem Design. Sorry, aber so etwas kaufe ich nicht, ich möchte morgens schöne Töpfe und Spender in der Hand halten. Gerne puristisches Design oder modern oder auch luxuriös, aber bitte bitte nicht diese zweckmäßigen und billigen Verpackungen. Und ich mag meine Kosmetik auch nicht im Biosupermarkt kaufen. Finde ich doof, ich will Einkaufserlebnis.

Damit stehe ich offensichtlich nicht alleine da. Jüngst bekam ich eine Mail mit Hinweis auf eine neue Naturkosmetik mit dem schönen Namen „Amala“ (wer mal schauen will: hier ist die Website). Das fand ich in mehrerer Hinsicht bemerkenswert. Zum einen ist der Vertriebskanal etwas ungewöhnlich, man bekommt die Pflegeserie nämlich nur bei Ludwig Beck „Kaufhaus der Sinne“ in München. Glücklicherweise muss man nicht nach München fahren, man kann auch telefonisch bestellen oder per Mail. Zum anderen sind die Preise, ähem, gesalzen. Jawohl, Naturkosmetik der Luxusklasse mit Einkaufserlebnis, wunderbar!

Ich habe einige der Produkte per Pröbchen angetestet bzw. mir mal die Konsistenz angeschaut – auch absoluter Luxus, riecht gut, fühlt sich gut an und die Verpackungen sind auch gelungen. Vielleicht sollte ich Amala mal anschreiben und die Produkte etwas ausführlicher vorstellen.

Ich habe natürlich noch etwas auf der Website gestöbert, weil ich die Marke interessant fand und dabei kam dann noch folgendes zu Tage. Amala wurde von Ute Leube gegründet, die schon lange im NK-Sektor unterwegs ist, nämlich mit Primavera. Das wäre jetzt auch nicht so unbedingt das, was ich gerne kaufe. Aber offensichtlich hat Frau Leube die Marktlücke erkannt und genutzt – gefällt mir.

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