Dinge, über die frau eigentlich nicht spricht, oder

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die Menstruationtasse. Als ich das erste Mal davon las, sortierte ich sie in die Rubrik „wir häkeln unsere Binden selbst“-Abteilung unter Ökofundamentalismus verbunden mit mangelnder Hygiene und way too much information ein. Es gab einen endlosen Thread dazu im beautyboard.de, der von wirklich unappetitlichen Einzelheiten nur so strotzte, wer es nicht lassen kann, bitteschön hier und auch hier. Hier könnt ihr eine sehen.

Nun fiel mir aber auf, dass einige der Mädels, die das Ding vehement verteidigten, zu den von mir geschätzten Mitgliedern gehörten. Also habe ich mich doch noch einmal damit beschäftigt, und siehe da, es gibt einen Haufen Vorteile.

Abgesehen von der Müllvermeidung, die ich persönlich jetzt nicht als vorderstes Kriterium sehe, ist eine Menstruationstasse viel hygienischer als ein Tampon, weil kein Fädchen heraushängt. Weil kein Fädchen heraushängt, kann dieses wiederum auch nicht aus Slips, Bikinis und Badeanzügen hervorgucken. Eine Menstruationstasse zieht beim Baden oder Schwimmen kein Wasser, da sie sich ja nicht vollsaugt. Sie fängt einfach nur auf.

Gerade an den schwächeren Tagen ist sie angenehmer, weil sie nicht austrocknet, denn – genau, sie fängt ja nur auf. An den stärkeren Tagen muss ich ohnehin noch Sicherungsmaßnahmen treffen, egal, was ich benutze, aber Gewebeteile können sich nicht auf den Tampon legen und diesen praktisch wirkungslos machen, sondern fallen in die Tasse.

Wichtig ist, dass ihr die größere nehmt, wenn ihr schon Kinder geboren habt. Wichtig ist ferner neben der üblichen Hygiene, dass ihr die Tasse faltet, bevor ihr sie einführt, dann ploppt sie innen auf. Wo sie sitzen muss, das merkt ihr sehr schnell. Und das Allerwichtigste: Sie nicht versuchen zu entfernen, indem ihr an dem Pömpel zieht, das löst den Unterdruck nicht. Ihr müsst die Tasse am unteren Ende etwas zusammendrücken, dann geht das ganz leicht. Und ihr solltet sie immer gut festhalten, wenn ihr sie entfernt habt. Es soll schon vorgekommen sein, dass sie ansonsten auf einer unappetitlichen öffentlichen Toilette auf Nimmerwiedersehen verschwindet und natürlich kein Tampon mehr in den Tiefen der Handtasche verborgen ist.

Hygiene ist kein Problem, selbstverständlich wasche ich mir vorher die Hände, ich spüle sie aus, wenn sich ein Waschbecken in der Toilette befindet oder wische sie mit Toilettenpapier ab. Nach den Tagen wird sie ausgekocht und in ihrem hübschen Säckchen verstaut bis zum nächsten Mal.

Ich möchte sie nicht mehr missen und mache mich derzeit bei meinen Freundinnen beliebt, indem ich sie verschenke.

 

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