Ist das schön, wenn ein Traum wahr wird, oder

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endlich nach zehn Jahren mal wieder ein Urlaub ganz nach meinem Geschmack! Da ich nichts davon halte, empfindliche Kinderhaut mit Sonne zu überfordern, sind wir die letzten zehn Jahre (da wir ja wegen der großen Kinder an die Ferien gebunden waren) im Sommer immer irgendwo in den Norden oder höchstens bis in die Alpen gefahren.

Ist ja auch gar nichts gegen zu sagen, wie wir Norddeutschen  zu sagen pflegen: Ich habe auch viele Sommertage mit Pullover bekleidet im Strandkorb gesessen und auf den Regen gelauscht. Aber da hatte ich auch endlose Sommer und nicht nur den sparsamen Urlaubsanteil, der nach der notwendigen Reserve für ernste Erkrankungen der Kinder und dem Skiurlaub verbleibt, um mich zu erholen. Wenn ich nur zwei Wochen habe, sind diese ziemlich wichtig. Und wir hatten Regen in Dänemark, Regen in Timmendorf, kein Meer an der Nordsee (dumm gelaufen mit Ebbe und Flut) und kein Meer in Österreich.

Einmal hatten wir Meer und Sonne in Teneriffa, aber wie irgendjemand entspannt Urlaub machen kann, während jeden Morgen die Hubschrauber kreisen, um die Leichen aus den Flüchtlingsschiffen zu orten, damit diese rechtzeitig eingesammelt werden können und die Urlauber nicht belästigen, ist mir schleierhaft. Außerdem ist El Medano ein Surferparadies, und merke: Surferparadies verträgt sich nicht mit Strandurlaub. Denn es herrschen täglich mindestens acht Windstärken – eine Coladose, die ich in den Sand stellte, war nach einer halben Stunde auf der Windseite blankgestrahlt. Wie sich das an den Beinen anfühlt, dürfte klar sein. Von Sand in den Wimpern, den Ohren, der Nase, dem Lipgloss und der Badewanne gar nicht zu reden.

Nun, diesmal waren wir in Sardinien. Einem zauberhaften Paradies mit unglaublichen Stränden, einer Weite im Blick und herrlichem Wetter. Nichts für Dänemark-Fans, denn wir hatten keinen Regen, keine Mücken, keine Wespen und vor allem zwei Wochen lang von frühmorgens bis spätnachts überhaupt keine einzige Fleecejacke an. Und ich finde es wunderbar, wenn es um eins am Strand zu heiß wird und ich im schattigen Garten weiterlesen kann. Denn im Haus war ich auch ausschließlich zum Duschen und Schlafen!

 

 

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