Wie verrückt bin ich eigentlich?

Achtung: Werbung! Lesen auf eigene Gefahr*

Neulich beim Blättern in der Brigitte: eine Doppelseite Werbung der Firma „Mey“ für Unterwäsche. Abgebildet waren keine Profimodels, sondern das deutsche Nationalteam im Beachvolleyball. Bevor ich das jedoch gelesen hatte, war schon der erste Gedanke da: seit wann gibt es denn solch kräftige Unterwäschemodels? 

Stopp, da sitzen zwei schöne und sympathische Frauen mit schlanken, durchtrainierten Körpern, wohldefinierten Muskeln und bestenfalls erahnbaren Pölsterchen. Keine mageren Rippengestelle im Alter von 15 und einem noch niedrigeren BMI. Nein, real life.

Also wieso der erste Gedanke? Wieso lasse ich mich von Photoshop und abgemagerten Mädchen in meinem Frauenbild indoktrinieren?

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich erschrocken, wie ausgerechnet mir so etwas passieren kann. Es kann doch nicht sein, dass mager = schön gesetzt wird und ich das auch noch mitmache. Unfreiwillig und eher unterbewusst. Mein Körperbild ist sehr geprägt von meiner Jugendzeit im Schwimmclub, ich mochte immer Frauen mit breiten Schultern und Muskeln (naja, Kugelstoßerin muss jetzt nicht sein). Sieht einfach gut aus im Badeanzug und auch sonst.

Anderes Beispiel:  die deutsche Beautyblogger-Szene ist erstaunlich übergewichtig (zugegebenermaßen ich auch). Und bei manchen Makeup-Photos denke ich dann schon spontan, oha, muss ja eigentlich nicht sein, die Pausbacken noch im Internet auszustellen. Ja, warum eigentlich nicht?

Ich gelobe Besserung.

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