Der neue Trabi

Achtung: Werbung! Lesen auf eigene Gefahr*

Kürzlich bin ich in einer Zeitschrift (ich glaube, es war die US-Instyle) über ein interessantes Phänomen gestolpert und habe mich dann mal in den Tiefen des Internets kundig gemacht. Ich vermute, die eine oder andere Leserin erinnert sich noch an die Zustände in der DDR – sei es aus eigener Erfahrung oder bei Besuchen. Da gab es das interessante Trabi-Phänomen.

Ein begehrtes Gut, dass sehr schwer erhältlich war und in gebrauchtem Zustand teurer als im neuen Zustand war. Marktwirtschaft pur. Gibt es heute wieder – nur die Objekte der Begierde sind deutlich schöner geworden.

Sie heißen Birkin und Kelly und stammen von Hermés.

Der Normalbürger wartete Jahre auf eine neue Tasche, selbst Promis können nicht einfach so kaufen. Man bekommt nach der Wartezeit ein wunderbares Stück perfekter Handwerkskunst aus allerfeinstem Leder. Blöd nur, dass die Wartezeit mittlerweile je nach Taschenwunsch mehrere Jahre beträgt.

Das geht natürlich auch schneller, ich sage nur: Marktwirtschaft. Man nehme also eine gebrauchte (gerne auch ungetragene) Tasche und verkaufe sie entweder selbst oder über geeignete Zwischenhändler, von denen es mittlerweile so einige gibt. Natürlich kann man nicht erwarten, dass man bei einem solchen Verkauf den Originalpreis bekommt. Nein, man bekommt mehr. Und zwar VIEL mehr, je nach Modell auch gerne mal das Doppelte.

Schon erstaunlich, welche Geschäftsmodelle entstehen, wenn es nur genügend Leute gibt, die für Statussymbole nahezu jeden Preis bezahlen.

*Aufgrund der aktuellen Rechtslage ist alles von (unbeauftragter) Namens- bzw. Markennennung bis zu bezahlten Kooperationen als Werbung zu kennzeichnen. Mehr Informationen dazu gibt es hier

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