Frauen, Frauen – 1

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Nachdem ich jahrelang einfach mein Leben gelebt habe und mich im stillen Kämmerlein oder bestenfalls noch im Gespräch mit Freundinnen aufgeregt habe, finde ich die derzeitigen Diskussionen nicht nur dringend notwendig, sondern auch überfällig. Mich beschäftigen derzeit vor allem zwei Themen: die Frauenquote und das Lebensmodell von Müttern.

Das Thema Frauenquote war lange Jahre nicht so richtig en vogue und niemand sprach darüber. Bis die Norweger mal eben ein Gesetz für die Aufsichtsräte erlassen haben und die EU dann auch mal aufmerksam wurde.

Prompt ist der worst case passiert und ausgerechnet im Ministerium, das für Frauen zuständig ist, sitzt die Quotenfrau par excellence (aus eigener Leistung wird Frau Schröder ja mit 33 nicht Ministerin geworden sein – oder ist da jemand anderer Meinung?) und erzählt nur Unfug.

Natürlich brauchen wir eine Frauenquote. In Aufsichtsräten, in Vorständen. Und natürlich im Management – irgendwo muss der Nachwuchs für weiter oben herkommen. Ich glaube nicht, dass Frauen blöder oder weniger ehrgeiziger als Männer sind, aber ohne die passenden Vorbilder geht es einfach viel zu langsam. Es ist leider noch nicht die kritische Masse erreicht, mit der Beförderungen von Frauen nicht eine Großtat von aufgeschlossenen und modernen Vorständen wären, sondern der Normalfall.

Zugegebenermaßen geht das manchmal schief, der eine oder andere Dax-Konzern hatte vielleicht nicht die allerglücklichste Hand bei der Auswahl der Quotenfrauen. Da sollte man sich mal Daimler zum Vorbild nehmen, die Dr. Christine Hohmann-Dennhardt engagiert haben. Die ist nicht nur brillant, clever, hat zwei Kinder und ist ein echtes Vorbild, sondern hat auch noch ein gutes Styling.

Ach ja, es ist noch ein weiter Weg.

Am meisten ärgern mich jedoch die Frauen um die 30 heutzutage. Mir will es einfach nicht in den Kopf, dass man sich hinstellen und im Brustton der Überzeugung verkünden kann, dass Frauen doch heutzutage nicht mehr benachteiligt wären. So kürzlich in meinem direkten Umfeld geschehen. Klar, das ist ein Unternehmen mit satten 13% Frauen im Management und einer ausgefeilten Nachwuchsförderung – für Männer. Nein, da wird niemand benachteiligt. Und schon gar nicht von den versammelten Herren weiter oben. Alles völlig neutral.

Und alle sind ja soooo modern. Die Väter nehmen zwei Monate Elternzeit – Chapeau! Ich werde mein ganzes Berufsleben lang gefragt, wie ich denn Job und Familie unter einen Hut bringe. Da könnte ich ehrlich gesagt kotzen.

So, und die Tage werde ich mich dann nochmal über Mütter-Lebensmodelle auslassen. Das Thema ist derzeit ja auch en vogue, insbesondere seit die Quotenministerin es tatsächlich nicht hingekriegt hat, das unsägliche Betreuungsgeld zu verhindern. Ja, da müsste man halt etwas können, Rückgrat haben und nicht wie eine verhuschte Maus auftreten. Und vor allem berufstätige Mütter fördern.

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