Alles hat zwei Seiten, oder die Biokiste –

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eigentlich gibt es zu einer Biogemüsekiste keine zwei Meinungen. Biokiste bedeutet nämlich, dass wöchentlich von einem Biohof in der Umgebung nachhaltig und sinnvoll erzeugtes Gemüse angeliefert wird. In ausreichender Menge für vier Personen und ohne dass vorher bestellt werden muss. Jeden Dienstag steht die Kiste vor der Tür, es muss niemand zu Hause sein, der Kaufpreis wird abgebucht. Wunderbar, dachte ich.

Wunderbar daran ist auch, dass meine Küche dadurch viel abwechslungsreicher geworden ist. Ich habe mich vorher schon gehörig mit mir gelangweilt. Wer von uns kennt das nicht, da steht frau im Supermarkt nach einem anstrengenden Tag in Gerichtssaal und Büro, da ist dann nicht mehr viel Gehirnschmalz übrig, da wird rasch für das Gericht eingekauft, das wir im Kopf haben. Leider waren das bei mir nicht sooo viele, und das Kochbuch hatte ich eben im Supermarkt nie zur Hand.

Also aßen wir oft (und anfangs auch gerne) Spaghette bolognese, Lasagne al forno, Gnocchi mit Fleischbällchen, Grünkerngemüseeintopf, Kartoffelauflauf, Bohnen-Kartoffelgemüse mit Schafskäse, Seelachs in Zitronenbutter und was ich sonst noch so zu bieten hatte ohne nachzuschlagen. Nun essen wir das Gemüse, was uns gebracht wird, einschließlich Artischocken, roter Bete, Kürbis, Rüben, Pastinaken oder Spinat.

Ja, und damit komme ich zu der *räusper* schwierigen Seite unserer wunderbaren Gemüsekiste: Sie bestimmt mich fremd. Und zwar nicht nur, wo ich es mag, weil ich abwechslungsreicher koche. Nein, manchmal bestimmt sie, wann ich was mache. Nämlich dann, wenn leichtverderbliche Ware wie frischer Spinat in ihr liegt. Den kann ich nicht einmal einen Tag liegen lassen, dann ist er matt und geschmacklos.

Also stehe ich in der Küche und wasche eine halbe Stunde Gartenspinat, bevor ich ihn zusammenfallen lasse und in den geschmolzenen Gorgonzola werfe, dem ich noch Knoblauch und Sahne beigefügt habe (kein Salz!!), mit dem ich dann die Gnocchi übergieße. Lecker. Klar, aber die Zeit hatte ich eigentlich gar nicht. Und es war auch doof, dass wegen der Hektik den ganzen Abend im Kino meine Hände so intensiv nach Knoblauch gerochen haben…

Trotzdem, nach wie vor überwiegen die Vorteile, also schaut mal, Gemüsekisten kann man in fast jeder Stadt geliefert bekommen!

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