Pflegeroutine

Hier ist mein Grundgerüst für eine effektive Hautpflege und das Schöne: man kann es einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich mache an dieser Stelle keine konkreten Produktempfehlungen (davon gibt es ja genügend hier auf dem Blog), es geht um das „How-to“.

Grundsätzlich geht es hier nicht um „faltenfrei“ oder „20 Jahre jünger aussehen“, sondern um eine gut gepflegte, schöne und strahlende Haut – gerne mit Falten.

Die richtige Reihenfolge

Grundsätzlich gilt:

  1. Reinigung
  2. Toner mit pH-Ausgleich
  3. Chemisches Peeling
  4. Toner für mehr Feuchtigkeit
  5. Serum, Essence und Co
  6. Augencreme
  7. Creme
  8. tagsüber: Sonnenschutz
  9. nachts: Overnight Mask

Das ist alles nicht neu oder revolutionär, aber manchmal überlege ich auch, was wann wo. Im Detail:

1. Reinigung

Ich empfehle für morgens eine „einfache“ Reinigung mit einem Produkt nach Geschmack und Wahl (Waschgel, Reinigungsmilch oder -öl), abends eine Doppelreinigung.

Ich weiß, dass es einige gibt, die morgens nur mit Wasser reinigen, aber ich mag das nicht. Man schwitzt über Nacht und die Reste der abendlichen Produkte vermischt mit Hautzellen, Hautfett usw. müssen runter.

Abends muss ich Sonnenschutz und Makeup entfernen und da braucht es dann etwas mehr. Ich bevorzuge ein gutes Mizellenwasser gefolgt von einem Reinigungsgel. Alternativ kann man auch mit einem Reinigungsöl oder einem Balm anfangen und dann das Morgenprodukt verwenden.

2. Toner mit pH-Ausgleich

Nach der Reinigung mit Wasser (pH-Wert 7) ist auch der pH-Wert der Haut erhöht. Damit ein chemisches Peeling richtig wirken kann, sollte der wieder auf den Normalzustand. Das kann man entweder mit einem Toner mit pH-Wert 5,5 (in etwa) erreichen oder auch mit einer Apfelessigmischung. Ich mag es, gleich schon mal etwas für die Haut zu tun und habe einige Toner zur Auswahl, je nach Hautzustand.

3. Chemisches Peeling

Das ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu strahlender Haut, denn mit zunehmenden Alter verlangsamt sich die Zellteilung. Also diese wieder anregen und gleichzeitig tote Hautzellen für eine glatte Oberfläche entfernen. Ich mag sowohl AHA als auch BHA, die Anwendung hängt vom Rest der Routine ab. Grundsätzlich jeden Morgen, abends nicht in Kombination mit Retinol.

4. Toner für mehr Feuchtigkeit

Hier sollte man es nicht übertreiben, aber eine erste Portion Feuchtigkeit bekommt meiner Haut ganz wunderbar, denn sie ist eher fettig und dehydriert. Zur Wahl stehen Produkte wie „First Treatment Essence“ oder ein ganz normaler feuchtigkeitsspendender Toner. Ich mische hier übrigens gerne einen Niacinamide Booster dazu, dann ist das gleich schon mal erledigt.

5. Serum, Essence und Co

Hier kommt die Kür mit all den tollen Inhaltsstoffen, die den Extrakick geben. Aber: bitte nicht zu viel verwenden, bei mir sind es maximal zwei „Schichten“. An diese Stelle gehört auch das Retinolprodukt.

Beispiel Tag: ein Serum mit Antioxidantien (können auch zwei gemischte sein) oder Vitamin C, danach noch ein Serum mit Hyaluronsäure

Beispiel Abend: ein Serum mit Antioxidantien, danach Retinol

Man muss übrigens nicht jeden Tag dasselbe verwenden, wenn man gerne mehr Seren verwenden möchte, lieber abwechseln. Viel hilft hier nicht viel, die Regelmäßigkeit macht es.

6. Augencreme

Ich habe immer mindestens zwei für morgens und abends. Einfacher Grund: abends darf es gerne etwas mehr Pflege sein, aber damit verschmiert tagsüber mein Makeup.

7. Creme

Auch hier habe ich mehrere zur Auswahl und kann das nur empfehlen. Damit kann man individuell auf den Hautzustand eingehen, im Sommer eher Feuchtigkeit, im Winter etwas mehr Fett und überhaupt macht es Spaß, verschiedene Cremes zu haben.

Alle mit trockener Haut können noch ein Hautöl vor der Creme verwenden oder etwas in die Creme mischen.

Alle mit dehydrierter Haut (wie ich) können vor der Creme noch ein Produkt für mehr Feuchtigkeit verwenden wie z.B. die Moisture Ampoule Produkte aus Korea oder ein Serum mit viel Hyaluron.

8. tagsüber: Sonnenschutz

Ja, immer als letztes. Die Meinung, man müsste Sonnenschutz mit chemischen Filtern zuerst auftragen, ist nur noch sehr vereinzelt zu finden und ansonsten empfiehlt so ziemlich jeder Dermatologe genau das. Sonnenschutz mit mineralischen Filtern eh am Schluss.

Wichtig 1: eine ausreichende Menge nehmen, was schwierig ist, ein Teelöffel für Gesicht und Hals ist eine Herausforderung. Ggf. in zwei Schichten auftragen.

Wichtig 2: auf einen Sonnenschutz mit hohem PPD-Wert (UVA-Schutz) achten. Hierzulande braucht man keinen hohen UVB-Schutz, aber UVA-Strahlung ist immer da, auch bei Regenwetter.

9. nachts: Overnight Mask

Das ist ein Tipp für alle mit trockener oder dehydrierter Haut. Vom Grundsatz her „versiegeln“ die Produkte die Haut, sprich: sie verhindern das allzu schnelle Verschwinden von Fett oder Feuchtigkeit.

Ich mag das gerne, aber Achtung: das ist bei vielen Produkten eine eher klebrige Angelegenheit.