Veränderungen.

Trennung und Scheidung, der tolle neue Mann, erstes Startup gegründet und wieder eingestampft, große Veränderungen in meinem Job bei E.ON, zweites Startup gegründet, Blog neu ausgerichtet und umbenannt, Stepptanzen angefangen, Krafttraining (wieder) angefangen, Minimalismus für mich entdeckt, persönlichen Stil (wieder-)gefunden – in den letzten fünf, sechs Jahren ist viel passiert.

Aber es sind nicht diese äußerlich sichtbaren Veränderungen, im Kopf hat sich auch etwas geändert. Ich sehe Dinge, die mich stören und die ich im Moment oder vielleicht auch nie ändern kann, sehr viel gelassener als früher. Da hat sich in den letzten Jahren eine innere Stärke entwickelt, ein Selbstvertrauen, dass ich Veränderungen in meinem Leben nicht nur hinnehme, sondern selbst aktiv gestalten kann.

Abhaken

Das ist mein wichtigstes Learning aus den vergangenen Jahren: Abhaken. Mit tatkräftiger Unterstützung von Janne, meiner lieben Freundin und früheren Mitschreiberin, ist mein Leben schlicht dramatisch besser geworden. Ich kann Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, nicht mehr ändern. Es nützt auch überhaupt NICHTS, darüber zu grübeln und sich in was-wäre-wenn-Gedankenschleifen zu begeben.

Nein, Dinge passieren und es sind nicht immer die tollsten Sachen. Betrachten, daraus lernen (zweimal denselben Fehler machen ist halt schon blöd) und dann abhaken. Das gilt für Zwischenmenschliches, Berufliches und das ganze Leben. Ereignisse und Dinge einfach loslassen und Platz für Neues schaffen.

Der Zusammenhang zum Minimalismus ist nicht zu übersehen: warum sollte ich meine Schränke und Schubladen mit Dingen füllen bzw. gefüllt lassen, die ich schon lange nicht mehr brauche oder benutze? Genau.

Lektion Nr. 2

Die zweite wichtige Lektion war die Wiederentdeckung von Sport. Ich habe während der Schulzeit Leistungssport gemacht, dann Jahrzehnte nichts mehr und seit ein paar Jahren mich langsam aber sicher wieder eingefunden. Oder um genau zu sein: MEINE Variante gefunden. Ich weiß, Joggen ist gesund (ich hasse das) und es gibt allerlei gute Ratschläge und noch tollere Workouts. Ich mag es nicht.

Und ich bin jetzt so frei zu machen, was ich möchte. Ich möchte tanzen und meine Muskeln spüren. Zugegeben, etwas widersprüchlich, aber ich mag es, Muskeln zu haben. Ich mag auch das Training mit Gewichten. Und tanzen ist einfach phantastisch, egal in welcher Ausprägung. Es ist mir auch egal, dass ich niemals wie Ginger Rogers steppen werde – ich mag, was ich kann und ich bin nach jedem Tanztraining bestens gelaunt.

Warum gerade jetzt?

Das Thema Wechseljahre ist bei mir im Alltag in Wellen präsent. Damit meine ich nicht die allseits bekannten Hitzewallungen, die mich glücklicherweise nur am Rande über ein paar Wochen mit 5-Sekunden-Mir-ist-heiß-Attacken getroffen haben. Mein Problem sind periodisch wiederkehrende Schlafstörungen. Ich schlafe immer gut ein und auch durch, nur leider manchmal zu kurz. Das ist praktisch, wenn ich eh um halb fünf raus muss, um den Flieger zu erwischen. An Wochenenden aber eher blöd.

Der Zusammenhang mit dem oben geschriebenen ist mir erst bei der Vorbereitung zu einem Workshop mit der Deutschen Homöopathie-Union aufgefallen. Ich habe nämlich auch mal ein bisschen geforscht und gelesen und bin dabei nicht nur auf die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Gefühlsschwankungen gestoßen, sondern auch aufs Testosteron.

Eine der positiven Seiten der Wechseljahre kann nämlich ein geändertes Verhältnis Östrogen- Testosteron sein – mehr Testosteron hat so schöne Auswirkungen wie eine allgemeine Aufbruchstimmung (s. oben), mehr Mut zu Veränderungen (s. oben) und nicht zuletzt mehr Lust auf Sex (kein Kommentar).

Workshop DHU Klimaktoplant

In Lila: Frau Dr. Struck

Der Workshop selbst war einfach klasse, was nicht nur an der tollen Organisation und meinen Bloggerkolleginnen gelegen hat, sondern an Dr. Dorothee Struck, eine Frauenärztin aus Kiel. Sie glänzt nicht nur mit einem breiten Fachwissen, sie ist einfach eine tolle, witzige und warmherzige Frau.

Ich habe bei ihrem Vortrag viel dazu gelernt und sie war auch aus gutem Grund da, nämlich ihre Expertise in Naturheilverfahren. Homöopathie gehört dazu und wir haben u.a. ein Kombinationspräparat von DHU namens Klimaktoplant N kennen gelernt. Es enthält vier verschiedenen Wirkstoffe (Traubensilberkerze, Ignatiusbohne, kanadische Blutwurzel und Tintenfischsekret) und die Wirksamkeit der Kombination ist durch eine klinische Studie mit Frauen zwischen 40 und 52 belegt. Ich habe auf der Seite herumgestöbert und dabei u.a. auch etwas zum Thema Sport gefunden. Falls irgendjemand noch nicht davon überzeugt, sofort einen Tanzkurs zu belegen.

Danach ging es an den kreativen Teil:

Wir haben zusammen Statements rund um das Thema Wechseljahre entwickelt – mit einem gelassenen und humorvollen Blick. Ich kann euch leider noch nichts dazu präsentieren, da derzeit noch die Illustrationen entwickelt werden – aber dann demnächst.

Ich hätte ja jetzt gerne von uns Ü50-Bloggern gesprochen, was auf Susi von TexterellaCla von Glam up your Lifestyle und Annette von Lady of Style auch zutrifft, nur Conny von Conny Doll Lifestyle hat den Schnitt deutlich nach unten gesenkt. Verlinkt habe ich hier ihre Beiträge zum Thema Wechseljahre und der unterschiedliche Blickwinkel ist spannend zu lesen.

Insgesamt mache ich jetzt – wann immer es nötig ist und irgendwie geht – ein Mittagsschläfchen und sehe die Wechseljahre als spannende Übergangsphase. Wie geht es euch denn damit? Gibt es Erfahrungswerte mit Naturheilkunde?

Das „Kleingedruckte“

Alle Photos sind von Manuel Debus für DHU.

Ihr habt es schon an der Angabe „Werbung“ ganz oben bemerkt: meine Arbeitszeit für diesen Beitrag wurde von DHU bezahlt. Wohlgemerkt die Arbeitszeit und nicht meine Ansichten.

Klimaktoplant® N enthält Lactose und Weizenstärke. Packungsbeilage beachten! Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen, innere Unruhe, Schlafstörungen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

19 Kommentare

  • Liebe Irit,
    ja, das mit den Wechseljahren ist ein großes Thema für mich. Bin die älteste in der Firma und denke mir manchmal „dieses Gezicke“.. so gelassen und ruhig war ich in meinen jungen Jahren nicht.
    Nehme seit einer Weile für die Wechseljahre auch ein homöopathisches Präparat Namens „ Galafem“ dieses hat nur einen einzigen Wirkstoff und ich vetrage es sehr gut, bin fast jeden Tag sehr gut gelaunt 😉.
    Ansonsten mein Leitspruch „Alt werden ist nix für Feiglinge“. Aber das sind wir Frauen nicht, mia san das starke Geschlecht 💪..in diesem Sinne ein schönes Wochenende allerseits

  • Bin zwar noch etwas weg von den Wechseljahren, merke aber ganz deutlich, dass zumindest bei mir mit zunehmenden Alter auch die Gelassenheit gegenüber vielen Dingen steigt. Es gibt ja diesen bekannten Spruch:
    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
    Ich halte nicht viel von so Semi-Weisheits-Sprüchen, aber da steckt viel Wahres drin. Ich hab ein paar Freunde, die jammern nur: der Job, Partner, das Gewicht, … Früher hab ich den Leuten über den Kopf gestrichen: „Och jeh, du Arme…“ Heute sag ich: „dann ändern was. Lass dich scheiden, mach Sport,…“ Will immer keiner hören, aber ich will die seit Jahren immer gleichen Storys aus der Vergangenheit auch nicht mehr hören. Und das musste ich erst lernen. Ich kann anderen nicht helfen, egal was für eine gute Zuhörerin und Tippgeberin ich bin, wenn sie selbst (noch) nicht dazu bereit sind o. es vllt. auch nie sein werden. Und da muss man sich auch selbst schützen. Das hat mir viel Gelassenheit und Ruhe gegeben. Und auch mir einiges klar gemacht: man kann sich in jedem Alter noch ändern und Dinge ändern und anpacken. Wollen und Wissen allein reichen aber nicht. Man muss es auch tun! Zu wissen, wie Abnehmen funktioniert und es auch zu wollen, macht niemanden schlanker. Dazu gehören ebenfalls Disziplin und Ausdauer. Aber: nicht immer hat man den Nerv, das auch aufzubringen. Ich bin recht gut darin geworden, selbst einschätzen zu können, ob ich überhaupt gerade in der Lage bin, etwas wirklich anzupacken. Wenn ich es innerlich nur halbherzig will, dann lasse ich es. Ansonsten würde ich mir nur selbst ständig beim Scheitern zuschauen. Finde ich extrem frustrierend. Ich hab oft so innere „Klick“-Momente. Danach gehen mir Sachen leicht von der Hand, während ich vorher ständig daran gescheitert bin. Ohne diesen „Klick“ klappt bei mir wenig, denn dann ist der Zwang der Gewohnheit noch größer als der Drang zur Veränderung. Bin gespannt, wann der „Klick“ mich beim Rauchen ereilt.

    • Toller Kommentar. :) Das geht mir auch so.
      Ich brauche auch diesen gewissen „Wind of Change“, wenn er ungenutzt verstreicht, wird die Absprungenergie und damit die Erfolgschance kleiner.

      • ja, dieser Klickmoment, den kenne ich auch! Und du hast völlig recht – mit allem, was du schreibst

        • Genau, den Klickmoment kenne ich auch! Und ich sehe es wie Jasmin, sie hat es gut beschrieben.
          Die Wechseljahre dürften bei mir auch nicht mehr weit entfernt sein, aber bis jetzt spüre ich noch nichts davon. Sollte es soweit sein, werde ich definitiv mit Homöopathischen Mitteln arbeiten. Danke Irit, für deinen interessanten Bericht. Das Mittel werde ich mir merken!
          Was mir in den letzter Zeit aufgefallen ist, ich möchte mir von Anderen nichts mehr aufdiktieren lassen bzw. wenn mir was wiederstrebt, möchte ich das auch nicht tun. Früher habe ich immer versucht, es allen Recht zu machen, nur das alle Zufrieden sind. Und ich? Ich blieb irgendwie immer auf der Stecke! Nein, ich möchte das nicht mehr und versuche das nach und nach zu ändern. Klappt noch nicht immer, aber es wird 😉. Meinem Mann ist das schon aufgefallen und er meinte neulich zu mir, ich wäre so „sperrig“ geworden 😳. Tja, da wird er sich mal daran gewöhnen müssen, wie alle Anderen auch 😂!

  • Ich komme da auch gerade rein, ich weiß, ich bin echt sehr spät dran und ich merke diese Wärmewellen wie du. Ich schlafe auch etwas schlechter, paar Yogaübungen vorher machen jetzt einen noch größeren Unterschied als früher, aber: bist du sicher, dass du jetzt nicht einfach weniger Schlaf brauchst?

    Ich hab mich vor paar Jahren mal intensiv mit Schlaf beschäftigt und mein Fitnesstracker macht eine sehr gute Schlafauswertung. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Verhältnis von Leicht- und Tiefschlaf entscheidend dafür ist, wie wir uns fühlen. Die beiden Sachen sind beeinflussbar. Beim Tiefschlaf gibt es auch mehrere Stufen. Mir ist das erstmals aufgefallen, als ich L-Trypothan genommen habe (dabei ist aber einiges zu beachten). Es gilt als harmloses Mittel bei Schlafstörungen, ist eine Aminosäure, also ein Eiweißbestandteil. Die Sache war, ich dachte, das Zeug wirkt nicht, ich schlief damals weiterhin schlecht. Nach einer Woche merkte ich aber, dass ich mich trotzdem fühlte, als wäre ich irgendwie tiefenerholt. Das Zeug beeinflusst die Tiefschlafphasen, es geht tiefer in derselben Zeit. Ich hab mitgekriegt, dass Schlaf nicht eingeschätzt werden kann. Wie wir den Schlaf empfinden, hat nichts damit zu tun, wie erholsam er war. Was die Sache stressig macht, ist das schlechte Gefühl dabei. Statt im Bett zu liegen und zu denken: „scheiße, ich kann nicht schlafen“ kann man auch gemütlich daliegen und sich ausruhen und den Gedanken lieben, jetzt nichts machen zu müssen und Zeit zum Träumen oder Gedanken machen zu haben.

    Ich gucke auch nicht negativ zurück. Manchmal gucke ich zurück und sehe jetzt sogar die Chancen, die ich ergriffen habe, wenn was negativ war. Der Kummer von früher wich der Erkentniss, dass es ohne diese Sache das, was mir heute und vielleicht schon immer wichtig war, nicht gegeben hätte. Kummer, sogar Ärger, wenn man danach etwas loslassen kann, sind mitunter Zeichen, sich selber wieder treu geworden zu sein. Mitunter bricht man dafür Regeln und Normen, kriegt aber wieder Kontakt zur inneren Kraft, weil der Weg korrigiert wurde, auf den man gekommen ist und der einfach ständig Kraft geraubt hat zu zu der Situation führte, weswegen man damals litt, besonders, wenn man sie aufgab.

    Was für mich auch eine tolle Sache ist: ich sag nie wieder „das ist nichts für mich“ oder „ich bin nicht der Mensch dafür“. Das hat einen erfahrenen Grund: man kann nie wissen, was einen inspirieren könnte, wenn man noch etwas älter ist. Wenn man dann aber eine feste Meinung seines Nichtmögens hat, wird das vor der neuen Erfahrung stehen und sie evtl. verhindern. Selbstverschuldet. Was spricht dagegen, für alles grundsätzlich offen zu bleiben und es nur im Moment abzuwählen?

    Ich konnte mir nie vorstellen, überhaupt Sport zu treiben, habe Laufen früher auch gehasst, hielt Diäten nur für kurzzeiterfolgreich, hing an negativen Ereignissen, hasste Hausarbeit, konnte nicht meditieren, konnte mir nie vorstellen, mich in einen deutlich jüngeren Mann zu verlieben oder einen jüngeren zu heiraten, mit Geld umgehen zu lernen und überhaupt Sachen zu machen, mit denen ich bis dahin Probleme hatte. Älter werden hat auch den super Effekt, nicht die Grenzen des mentalen Jüngerseins leben zu müssen, seine anerzogenen oder angenommenen Vorurteile über sich selbst. Statt: ich kann das nicht, kommt jetzt ein: ich will, ich werde, ich habe es gemacht.
    Damit wird man zum erweiterten echten Gestalter des eigenen Lebens. Viele Sachen, von denen man nicht denkt, sie zu überwinden, haben schlicht eigene Schranken davor. Natürlich nicht alles. Für manches kann es zu spät sein, aber für sehr, sehr vieles war es für einen auch immer nur zu früh. :)

    Das hab ich früher nie so gesehen. Ich erlebte mich auch in der gedachten Zukunft nur innerhalb der Grenzen von damals. Das Verklingen des Östogens gilt mir aber auch neue Freiheit, ich hab neue Kraft, aber fühle mich auch eindeutig freier als früher. Das hätte so nicht erwartet.

  • Tolle Kommentare! Wow!!!!!! Ich bin mit den Wechseljahren durch, hatte sie ziemlich spät, Mitte fünfzig und bin nun Ü 60! Damit muss man auch erst mal klar kommen ! 🙈Aber ich sage mir immer, Hauptsache gesund!!! Mit jüngeren Männern habe ich nur gute Erfahrungen gemacht! War sehr lange mit einem Gleichaltrigen Mann verheiratet, dann zehn Jahre mit einem 16 Jahre jüngeren zusammen und nun bin ich sehr glücklich mit einem 7 Jahre jüngeren Mann! Was die Männer ständig tun, sich mit super jungen Frauen schmücken, das können wir Frauen ebenso mit jüngeren Männern! Liebe Iridia, dieses L Tryptophan würde ich auch gern mal ausprobieren, mein Schlaf ist auch nicht der beste! Allen einen guten Freitag den 13. und ein schönes Wochenende!!!!

    • Liebe Ira,

      Wenn du es nimmst, 2 Stunden nach den Essen von Eiweiß, weil es sonst verdrängt wird. Am besten mit einem klein wenig Süßen. Ich nehme es etwas vor dem Schlafengehen in der Konzentration von 500mg. Viel Glück damit. Ich nehme das in Stresszeiten kurweise.

      Das mit den jüngeren Männern hatte ich eigentlich geschrieben, weil ich das vorher für mich kategorisch ausgeschlossen habe. Schmücken sehe ich nicht mal, dafür ist der Gegenwind gerade in so einer Konstellation zu stark und das war auch nie Gedanke bei mir.
      Ich dachte vorher nur, für mich kommen nur Gleichaltrige und Ältere in Frage und ich hätte das schon super gefunden. Wäre ich bei meiner Ansicht geblieben, hätte ich meinen 2. Mann verpasst. Es müssen halt 2 Leute zu sich finden, die den Spleen des anderen klasse finden.

  • Das klingt alles so positiv, normalerweise lese und höre ich immer nur wie schlecht es den Frauen geht, das sie nicht mehr schlafen, zunehmen, antriebslos sind.
    Ich bin gerade 50 geworden und weiß gar nicht ob die Wechseljahre schon begonnen haben. Vom Alter her würde es passen aber ich bemerke (noch) nichts. Wenn es so bliebe, wäre es schön, das wünsche ich mir aber habe auch keine Angst vor dem was vielleicht auf mich zukommt.
    Die Gelassenheit die das Älterwerden mit sich bringt kenne ich auch und fühle mich freier als noch vor 10 oder 20 Jahren, ich habe sogar Mitleid mit den jungen Frauen, die oft so verkrampft sind, wie ich auch früher. Figur, Beruf, Mann, alles musste perfekt sein. Jetzt komme ich mit unperfekter Figur, Job und Mann herrlich klar, vielleicht trägt das dazu bei, dass ich mich so gut fühle und wenn ich Eure Berichte lese, fühle ich mich noch besser :-)
    Ich wünsche uns allen, dass es uns weiterhin so gut geht und wir gelassen auf das Leben blicken :-)
    Habt alle ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Nicola

    • Liebe Nicola, dein erster Satz trifft es. Du HÖRST nur von denen. Warum sollten die anderen, denen es ganz gut geht, sich überhaupt weiter mit dem Thema beschäftigen? Ich las neulich, dass ein Drittel überhaupt keine Probleme hat, ein Drittel leichte und das letzte Drittel schwerere Probleme. Die Mehrzahl der Frauen kommt also relativ oder völlig problemlos durch die Zeit.
      Ich finde aber auch gut, dass sich die, die Probleme haben, austauschen können,also auch gut, dass es thematisiert wird. Vielleicht kommt noch was und man ist froh über nachlesbare Hinweise. Nur sollte einem klar sein, dass die anderen halt meist schweigen.

    • Es gibt auch sehr viele Frauen, die von den Wechseljahren (fast) gar nichts merken. Ich bin eine davon! :-) Ansonsten: alles d’accord, was du schreibst! :D

  • Liebe Iridia, mit dem „Spleen“ da sagst du was😊 Aber es trifft auf jeden Fall zu! Vielen Dank für den Hinweis zur Einnahme von Tryptophan! Werde ich versuchen! Die Gelassenheit im Alter kommt wirklich, nur leider bin ich mit mir selbst noch viel zu perfektionistisch 🙈Aber ich arbeite daran, muss ja nun auch damit klar kommen, aufgrund der Fuß OP keinen Sport treiben zu können! Liebe Grüße

  • Ich habe mit meinen 49 Jahren die Wechseljahre so gut wie hinter mir, mit 39 bin ich rein gekommen. Sehr viel gemerkt habe ich eigentlich nicht, außer eine Zeit mit Hitzewallungen (bei mir interessanterweise erst nach der Menopause) und Schlafstörungen, die ich allerdings auch vorher schon hatte. Medikamente habe ich keine genommen. Ich habe mich selbst an pflanzliche nicht rangetraut, nachdem meine Mutter an hormonbedingtem (Medikamente vom Arzt!) Brustkrebs gestorben ist.

    Wandel? Ja, irgendwie schon. Ich bin seit 12 Jahren nicht mehr berufstätig, ich bekomme Rente wegen Krankheit. Sport ist nicht drin, ich bin stark gehbehindert. Jahrelang wollte ich kaum raus, Gehstock oder gar Rollstuhl waren mir einfach nur peinlich! Seit etwa 2 Jahren hat sich das grundlegend geändert. Wir waren letztes Jahr im Urlaub, fahren dieses Jahr wieder. Ich habe meine Leidenschaft für Konzerte wieder entdeckt. Ich engagiere mich für die Umwelt. Ich bin plötzlich wie ausgewechselt!

    Das dramatischste an den Wechseljahren ist für mich übrigens meine Haut, ich bin nach der Menopause schlagartig alt geworden.

    • Liebe Andrea, das ist wirklich eine Veränderung! Da macht es Freude, den Kommentar zu lesen (nicht, dass ich andere nicht auch mit Freude lese, aber du weißt, was ich meine)

      Tja, die Haut. Das liegt halt schlicht am Östrogen. Aber ehrlich: so ist das nun mal mit dem Älterwerden (bei mir genau dasselbe). Dafür haben wir ja die neue Gelassenheit ;-)

  • Schön endlich mal zu lesen, dass die Wechseljahre nicht nur schrecklich sind. Mir geht es wie euch, ich bin bei vielen Sachen wesentlich gelassener, nehmen meinen Körper so an wie er ist und fühle mich einfach wohl in meiner Haut. Ich bin jetzt 54 und werde im September in den Vorruhestand gehen und mir dann eine Betätigung im sozialen Umfeld suchen. Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt. Klimaktoplant ist super, das neheme ich auch. Bei den Hitzewallungen hat mir Salvysat plus von Bürger super geholfen, das ist Salbei hoch konzentriert.
    Eine Frage die ihr vielleicht beantworten könnt, warum heißt es Menopause? Pause impliziert doch dass es irgendwann weitergeht, oder?
    Euch allen ein schönes Wochenende

    • Hui, da hat sich mein Sprachstudium mal gelohnt, musste aber den Ursprung selbst kurz im Etymologie-Lexikon nachschlagen (eins der wenigen Bücher, das ich nicht entsorgt habe, weil ich tatsächlich öfter mal reinschaue): der Begriff wurde 1816 von einem fr. Arzt eingeführt (Ménespausie) und 1821 in Ménopause umbenannt. Die Bedeutung geht auf die griechischen bzw. lateinischen Wörter für Monat (mēn) und Ruhe, Stillstand, Ende (paūsis) zurück. Ursprünglich konnte das Wort Pause also für beides stehen: Unterbrechung o. auch Ende.

  • Also ehrlich, ich bin scheinbar in der Prä-Menopause und ich selbst sehe sehr deutlich, wie schnell man plötzlich altert. Von jetzt auf gleich Hängebäckchen, der Bauch der auch vorher da war, frisst plötzlich die früher eigentlich immer vorhandene Taille. Ich find das nicht so prall. Glücklicherweise habe ich sonst noch keine direkt dieser Phase zuzuordnenden möglichen anderen Beschwerden mehr (aber erst nach Verzicht auf die Hormonspirale nach 9 Monaten, die Entscheidung dafür, war eine meiner schlechtesten Entscheidungen überhaupt). Mal schauen was noch so kommt. Gelassen war ich eigentlich immer, so quasi ab Geburt, ich hoffe das bleibt.

  • So insgesamt hört sich das hier richtig gut an. Ich erinnere mich, dass es bei meinem ersten Post einige Frauen gab, die es bös erwischt hat. Ich finde es gut, dass dieses Thema mittlerweile viel breiter diskutiert wird.

  • Schlecht einschlafen, nach drei Stunden aufwachen, vier Stunden wachliegen, weil das Herz so schnell und stark schlägt, innere Unruhe und Hitze?
    Probiert mal vor dem Zubettgehen homöopathisches Progesteron Globuli C5 (z.B. remedia.at)
    – hat mich gerettet. Die Wechselgesamtsituation verbessert hat außerdem OPC.

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