Weitergedacht von Iridia: Solutions for a beautiful life

Solutions for a beautiful life. Mir gefällt der Slogan. Das ist genau, was ich suche: Lösungen. Vielleicht erst mal Nachdenken.

Manche Sachen, die mich voranbringen, brauchen erst mal einen Gedankenanstoß, den ich von mir aus nicht hätte. Dann kommen erst mal meine eigenen Ausflüchte, warum und weshalb ich was nicht machen oder denken kann, irgendwann kommt die Akzeptanz der neuen Idee und das später das Probieren. Ab da macht es mir immer Spaß und ich bin im Nachhinein dankbar für das Aussprechen.

Viele der Sachen, die man ändern kann, liegen in der eigenen Ansicht begründet, die man nie wieder hinterfragt, z.B. wenn man damit erzogen wurde oder weil es das Umfeld ähnlich macht und damit hat man dieselben Probleme. Ich hab irgendwann angefangen, mich zu wundern, dass sich Leute mit denselben Problemen oft darin bestätigen, statt hier nach einem Ausweg zu suchen.

Mein erster bewusster Gedanke dazu kam mit einem Buch, das ich vor sehr vielen Jahren las: ein Aufräumbuch von Thomas Ritter, der mal Messie war. Seine Änderung zum ordentlichen Menschen fand ich bestechend: zuerst die Einsicht, das Selbsthilfegruppen einen darin bestätigen, dieses Problem zu haben und es damit in seinem Fall zu einem Punkt seiner Persönlichkeit zu machen und der zweite: Man kann es auch anders sehen. Statt wie alle vom Aufräumen genervt zu sein, fand er, seine Wohnung aufgeräumt zu haben, solle sich anfühlen, als würde er ein Stück Torte essen. Er liebt Torte und aufgeräumte Wohnungen, der Effekt ist derselbe – es ist schön und er genießt es. Für den einen muss man zwar was tun, aber dafür ist es kostenlos, schlägt nicht auf die Hüften, ist ohnehin immer erforderlich und auch immer machbar, wenn man dieses Gefühl sucht.

Ich denke gerade, vielleicht ist es genau diese Art, das neu zu sehen, was inspiriert. Welcher Gedanke ist nützlich für mein Leben und welcher ist nur üblich? Das Buch von Thomas Ritter war gar nicht mal das, was mich am meisten vorwärts gebracht hat, aber diese Gedanken und die Art zu denken, fand ich super. Es ist nachvollziehbar, in seinen kleinen Problemen zu bleiben – keine Schmerzschwelle erreicht, das eigene Denken, die mit den Möglichkeiten einher gehen, in denen man bis dahin gedacht hat – und die einen eigentlich zu dem Problem geführt haben.

Der Gedanke „wenn du etwas machst, wie du es immer gemacht hast, warum denkst du, dass das Ergebnis anders wird als es immer war?“ hat doch was, oder? Anders denken, anderes  wirklich eine Weile (!)  probieren, führt zu anderen Ergebnissen. Mitunter zu anderen als man dachte, aber man ist immer klüger danach und evtl. ist der Sekundäreffekt beeindruckend. Vielleicht war es nicht die Lösung des angedachten Problems, aber das Problem ist erkannt und man sucht dann halt nach neuen Wegen, aber baut nicht mehr auf die Identität mit dem Problem.

Seit einigen Jahren suche ich mir die bestmögliche Sicht, was hilft mir, worüber ärgere ich mich weniger usw . Ab und an ist es nur der Mut, während eines Urlaubs mal bei einem ungeplanten Umweg zu genießen, was man sieht. So geht es mir mit dem Blog. Manchmal ist es nur die Art einer Formulierung, die bei mir einen Denkprozess einleitet.

Hier ist im besonderen Fall total zu mir passend, dass ich ein aufgeräumtes Leben haben will, aber trotzdem auch weiter viel probieren will. Dafür braucht man einfach einen Plan. Man braucht viele Pläne.

Natürlich hab ich für vieles auch keine Lösungen, aber ich lerne sehr gern und ausprobieren ist ein einziges Abenteuer. Mit den Schlussfolgerungen ziehen hatte ich immer ein Problem, solang ich es nicht voller Hoffnung getestet habe. Ich hab ziemlich häufig irgendein Projekt am Laufen. Das ist für mich wie Reisen in ein unbekanntes Land. Nicht alles läuft glatt, aber ich bin nun mal dabei und später werde ich mich daran erinnern, dass ich es gemacht habe. Es gibt immer noch Alternativen zum auf der Couch sitzen oder Fernsehen. Sich das Leben wunderschön machen ist doch ein super Ziel. Ich freue mich auf weitere neue Gedanken von Irit natürlich, aber auch von den super Leserinnen und Lesern, die hier schreiben und von denen ich auch schon gelernt habe.

Machen wir uns ein wunderschönes Leben!

11 Kommentare

  • Toll! Vielen Dank Iridia für Deinen Beitrag. Ich finde es auch wichtig neue Wege auszuprobieren und genauso wichtig ist auch Irits wunderbare Haltung mit Projekten und Wegen, die sich halt als Sackgasse erwiesen haben. Zitat aus dem Paketstrom-Beitrag: „(…) wenn etwas nicht funktioniert, ist das dumm gelaufen, aber auch nicht der Weltuntergang.“
    Also noch einmal vielen Dank Euch beiden für die Hilfe Solutions zu finden.
    LG Tina

  • Ich will keine Pläne. Pläne beschränken meine Spontaneität, mein im Jetzt sein. Kommt es nicht sowieso immer anders als man gedacht hat!? Zielgerichtet? Ist mein Blick dann noch offen für das, was sich rechts und links anbietet? Ich brauche das leckere Tortenstück wenn ich aufräumen möchte nur, wenn aufräumen als etwas negatives Bewertet wird.
    Ich versuche möglichst nichts zu bewerten, dass fällt mir nicht leicht. Es erweitert aber meine Sicht und Denkweise ungemein.
    Meine Einstellung zu diesen Themen hat sicher mit meinem Alter zu tun. Irgendwann hat sich das Wort Endlichkeit in meine Gedanken geschlichen.
    Wenn nicht jetzt, wann dann!
    Ein schönes Wochenende euch allen….

    • Ich finde auch, etwas nicht zu bewerten, vor allem nicht negativ, ist wirklich ein großer Schritt in Richtung eigenes Glücklichsein. Letztlich ist alles, wie es ist. :) Und es stimmt: es verändert das Weltbild. Wie bist du aud die Idee gekommen, was war dein Anlass dafür?

      Deinen Kommentar zum Tortenstück sehe ich genauso. Das war ja der Grund meiner Bemerkung dazu. Es ist immer die eigene Sicht, die ein Problem macht – oder gar keins ist. Die Sicht kann man glücklicherweise selber ändern. Im Beispiel ist es das Stück Torte. Nervt aufräumen – dann hilft eine kleine Veränderung der Sicht mitunter. Aufräumen und ich – eine lange Geschichte. :D

      Was Pläne betrifft: Wer Kinder hat, Sport macht hat ja meist ohnehin einen Plan. Das bedeutet aber nicht, dass man jetzt nur nach Plänen lebt oder hauptsächlich. Balance ist wichtig. Ein Plan ist erst mal nichts als ein Werkzeug, zu bekommen, was man möchte.

      Ich will z.B. momentan Spagat lernen. Ich hab mir ein Buch von so einer Japanerin gekauft, das erklärt, wie das in 4 Wochen gehen soll, was ich mir nicht vorstellen kann. :D
      Das Buch hab ich auch als das gesehen, was sich „links und rechts“ anbietet. Spagat zu lernen hat für mich keinen weiteren Sinn als das ich denke, es wäre schön, das endlich zu können, zumal ich in dem Bereich wirklich ungelenkig bin. Dachte ich jedenfalls. Wenn ich diese Übungen aber nicht innerhalb der Zeit so mache, wie es vorgeschlagen wird, ist es wahrscheinlich, das ich scheitere. Plan und Spaß kann also durchaus zusammen gehen. Gelenkigkeit ist trainierbar, ich hab das nie so gesehen, obwohl es eine Binsenweisheit ist. Was mir neu war, dass das in jedem Lebensalter geht.
      Ich dachte immer: Kann ich nicht. Fertig. Es ist erstaunlich, wie viele meiner Grundsätze ich ich über 50 schon verändert habe, bei denen ich früher immer dachte „ich könnte nie“… ich hatte meine Grenze schon gezogen. Selber.

  • Danke, ich stecke gerade beruflich und privat fest und am Verzweifeln. Der Satz, dsss sich das Ergebnis nicht anders wird, wenn ich nichts anders mache hat mir geholfen! So einfach und doch so logisch!
    Schönes Wochenende
    Sabine aus Hamburg

    • Das freut mich unheimlich, Sabine. Da hat sich der Beitrag doch schon gelohnt. Ich hoffe, du kommst vorwärts.

  • Danke Iridia für den interessanten Beitrag – er kommt auch für mich zum richtigen Zeitpunkt; und auch durch den Buch-Tipp ist mir klargeworden, wie wichtig es ist, neben all‘ der geistigen Beweglichkeit auch körperlich mal wieder was Neues auszuprobieren (mache eigentlich immer morgens und abends die gleichen Joga-Übungen)
    Euch allen eine schöne Woche!

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