Sicherheitstipps

Im letzten Urlaub habe ich mir zum ersten Mal Gedanken über die Sicherheit meiner Wohnung gemacht. Nach dreimonatigem Hin und Her habe ich jetzt meine Lösung gefunden.

Zum einen ist es so, dass in meiner Wohnung keine wirklich „wertvollen“ Dinge sind. Würde wirklich bei mir eingebrochen werden, würde ich zwar den eventuellen Verlust meiner Ikea-Limited Editions-Sachen und natürlich ggf. der persönlichen Erinnerungsstücke bedauern – aber im Endeffekt steht da nichts, was sich so wirklich lohnt. Keine Antiquitäten, keine teuren Designermöbel, keine teuren Bilder, kein Tafelsilber.

Zugegeben war meine Bulthaup-Küche nicht ganz billig, aber wer will denn bitte eine 14 Jahre alte Küche? Und mein Minimalismus macht sich dann halt auch bemerkbar.

Meine Kleidung ist größtenteils von H&M und meine Schuhsammlung zwar sehr schön anzusehen, aber teure Schuhe gehen auch anders und stammen nicht zum Großteil vom Zalando Outlet.

Mit anderen Worten: ein Einbruch wäre großer Mist, aber die Folgen verkraftbar. Und die Tür ist mit einem ganz guten Schloß vom Schreiner gesichert.

Einzige Ausnahme: mein Schmuck. Das wäre wirklich blöd. Ich habe dann gefühlte Tage im Internet gelesen und verschiedene Tresormodelle in Erwägung gezogen. Letztlich habe ich mir doch keinen gekauft, so einen Klotz mag ich nicht herumstehen haben und es ist auch eine ziemliche Investition. Stattdessen habe ich mir ein Bankschließfach zugelegt (35 Euro pro Jahr). Da lagert jetzt der größte Teil (bzw. derzeit im Urlaub alles außer Modeschmuck) und ich tausche jede Woche aus. Was nebenher den schönen Effekt hat, dass ich nicht immer nur zu denselben Stücken greife, sondern auch mal abwechsle.

Und meine wichtigen Dokumente plus USB-Stick mit Wohnungsfotos sind auch sicher verwahrt.

Kann ich nur empfehlen – einfach, keine große Investition und sicher ist es auch.

Wie geht ihr denn mit euren Wertsachen um?

7 Kommentare

  • Wir haben mehrere (3!) Einbrüche in den 90ern erlebt. Auch wenn wir keine großen Werte besitzen, ist das Schlimmste an dem Einbruch, dass in Deinen privaten Dingen rumgewühlt wird und das Gefühl, das damit verbunden ist. Mir wurde unter anderem eine Kette gestohlen, die mein verstorbener Großvate mir schenkte. Der emotionale Wert war weit größer als der tatsächliche Wert.
    Wir schließen immer! doppelt ab und hoffen in Zukunft verschont zu bleiben.

  • Bei uns gibt’s auch nichts zu holen, aber ich glaube schon, dass ein Einbruch ganz furchtbar für das persönliche Sicherheitsgefühl ist. Wenn man sich in einer seiner eigenen Wohnung nicht mehr sicher fühlen kann, wo dann…
    Daher schließen wir auch immer gut ab.
    Für die wichtigen Sachen haben wir auch ein Schließfach. Aber das mit den Wohnungsfotos ist ein guter Tipp. Das werde ich noch machen. Man weiß ja nie, was die Versicherung im Falle eines Falles sehen möchte.

  • Bei uns wurde 1982 in das Haus eingebrochen, meine Eltern habe ihr Leben lang darunter gelitten. Und ich auch…..

    Es wurde alles verwüstet, Betten aufgeschlitzt, alles aus allen Schränken gerissen, alle Kosmetika incl. Nagellack über alles gegossen, alle Lebensmittel geleert, die Küche sah aus als ob jemand umgebracht wurde: Ketchup an allen Wänden, alles ausgeleert, was ging. Weine getrunken, Kühlschrank und Tiefkühler leer…. Keiner weiß wie lange die in unserem Haus gewütet haben. Danach alles schwarz vom Fingerabdruck Pulver der Polizei. Die Totalsanierung stand an!

    Meine Eltern haben das nie verwunden. Die waren damals so alt wie ich heute….Ich war 16, wir kamen aus einem 2 Wochen Urlaub in Spanien. Ich wurde für 1 Woche zu meiner Freundin ausquartiert, damit ich nicht so viel mitbekomme… Na ja, hat nicht ganz funktioniert.

    Meine Eltern haben darauf hin eine Alarmanlage einbauen lassen – mit allem was damals ging. Die funktioniert zum Glück immer noch. Und die Versicherung hat alles übernommen – Glück gehabt….

    Jetzt lebe ich wieder – nur noch mit meiner zu pflegenden Mutter in meinem Elternhaus. Ich lasse – auch schon vorher – jede Nacht in jedem Zimmer Licht an, habe diverse Schlösser an Türen und Fenstern – und trotzdem kann ich nicht gut schlafen.

    Ich war Teenie und es ist immer da – 35 Jahre später. Das geht nie weg! Meine Mutter fragt mich jeden Abend mehrere Male ob ich alles verriegelt habe – sonst kann sie gar nicht schlafen. Sie träumt häufig von dem Zustand, nicht vom Einbruch, denn den hat die ja gar nicht mitbekommen – und schreit, das es mir eine Etage über ihr durch Mark und Bein geht….

    So einfach kann man einen Einbruch nicht sehen… Es ist nichts wie vorher. Man ist nie wieder entspannt, wenn man einmal so etwas erlebt hat…

    Das wünsche ich niemandem! Hier in unserer Strasse wurde in den letzten 10 Jahren in jedes Haus eingebrochen – nur bei uns nicht mehr – wir haben ja eine Alarmanlage mit diversen Bewegungsmeldern und Alarmmelder. Bei unseren Nachbarn vor 2 Jahren im Februar… die haben immer noch Probleme – ein Haus verkauft man nicht mal eben….

    Ich wünsche mir viel viel mehr Polizei, die immer überall ihre Runden fährt und alles beobachtet – aber das wird ein Wunschtraum bleiben – seit Jahrzehnten…

  • P.S. wir hatten seit 2015 seit der Grenzöffnung für jeden der hierher wollte eine erneute Welle von Einbrüchen hauptsächlich durch albanische Banden… also nicht wirklich Asylanten

    Trotzdem haben fast alle meine Freunde ein Alarmsystem in ihre Häuser eingebaut – ich finde das nicht lustig – wie sich unsere Sicherheitslage hier verändert hat… die war schon mal besser

    • Ich glaube, dass das das eigentliche Problem ist – der Eingriff ins Private. Über eine Alarmanlage habe ich auch schon mal nachgedacht. Zusammen mit einer Smart Home Lösung für meine Heizung und so weiter

      Wart ihr damals bei einem Therapeuten oder so?

  • Wir haben es so wie Du gelöst, und die wenigen Wertsachen, Schmuck in ein Schließfach gegeben. War gar nicht so einfach, wir mussten warten bis eins frei würde.
    Mancher Kommentar hör liest sich ja schlimm. Ich bin froh, dass ich das bis heute noch nicht erleben musste.

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