Runderneuert: Beyer & Söhne Sonnencreme+

Sonnenschutz mit rein mineralischen Filtern ist ein schwieriges Geschäft. In Frage kommen nur zwei Filter (Titaniumdioxid und Zinkoxid), die aber leider einen weißen Film oder Schleier auf der Haut hinterlassen. Beyer & Söhne haben es – wie gewohnt – besser gemacht und mit meinen kleinen Tricks ist die neue Sonnencreme+ perfekt in der Anwendung.
Man sieht: ich habe die Sonnencreme+ nicht einfach so lala getestet, sondern sie musste sich  bei 36 Grad in der Provence bewähren. Und der tolle Mann ließ es sich natürlich nicht nehmen, ein Foto am Pool zu machen.

Was ist neu?

Die Sonnencreme (gibt es übrigens hier, sie kostet knapp 40 Euro für 100 ml) wurde komplett überarbeitet. Der Hauptsonnenschutzfilter ist Zinkoxid, das tatsächlich Breitbandschutz (UVA und UVB über die komplette Bandbreite) bietet. Außerdem ist Titaniumdioxid enthalten, das aber nur bis 370 nm schützt. Wer es nochmal genauer wissen möchte, kann das hier nachlesen.

Wichtig: es sind keine Nanopartikel. Aber natürlich auch nicht „ganz gewöhnliches“ Zinkoxid und Titaniumdioxid, sondern es handelt sich um die neueste Generation. Das merkt man dann auch bei Auftragen, s. weiter unten zum Thema „Weißeleffekt“.

Neu ist auch Karanjaöl. Ich kannte das bisher nicht, aber eine interessante Sache. Es enthält einen natürlichen Sonnenschutz (naja, solchen Aussagen traue ich nicht über den Weg, aber zusätzlich – warum nicht?) und wirkt entzündungshemmend. Letzteres finde ich immer sehr gut, da gerade im Sommer die Haut gerne schon mal „austickt“. Und für eine schöne Konsistenz sorgt es außerdem.

Wie immer bei Beyer & Söhne ist die Sonnencreme+ frei von Silikonen, Parabenen, Mineralölen, Farbstoffen und Duftstoffen.

Wer es ganz genau wissen möchte, kann hier alle Inhaltsstoffe detailliert nachlesen, diesen Service finde ich übrigens super.

Und wie ist die Creme nun?

Sehr schön mit kleinen Einschränkungen.

Die neue Version der Sonnencreme+ ist von der Konsistenz her eher eine Lotion:

Beyer&Söhne Sonnencreme+

Ich finde das sehr angenehm, allerdings: wer fettige oder Mischhaut hat, wird vermutlich nicht richtig glücklich werden. Ich dann auch nicht so ganz, weil es mir bei den heißen Temperaturen hier einfach zu viel war. Also wurde der Familientest gestartet und meine jüngere Tochter (mit eher trockener Haut) liebt die Sonnencreme+.

Die Sonnencreme weißelt natürlich, aber es hält sich sehr in Grenzen. Insbesondere, wenn man meinen ersten Trick benutzt: lieber zwei dünne Schichten nacheinander auftragen. Dann wird der Weißeleffekt eher zum Vorteil, die Haut sieht nämlich gleichmäßiger aus.

Ich habe die Creme wieder an mich genommen, denn für Herbst und Winter wird das definitiv eine tolle Option für mich sein in Verbindung mit Trick Nr.2.Beyer & Söhne Sonnencreme+ Trick zum weißeln

Einfach für die zweite Schicht ein bis zwei Tropfen der Pigmenttropfen von Clinique dazumischen und die Foundation ist gleich mit erledigt. Die wird sogar besonders schön, da die mineralischen Filter deckend wirken.

Wer das nicht so gerne mag, kann meinen Trick Nr.3 probieren: zwei dünne Schichten Sonnencreme+, ein bisschen warten, Puder auftragen und dann erst die Foundation. Ich hatte diesen Schminktrick mal bei Wayne Goss gesehen und verwende ihn gerne im Sommer, funktioniert einfach gut, um Foundation bei warmen Temperaturen deutlich haltbarer zu machen.

Fazit: wer Wert auf einen Sonnenschutz mit mineralischen Filtern (ohne Nano!) legt, empfindliche Haut hat oder für die Kinder einen „sicheren“ Schutz sucht, der ist hier genau richtig.

3 Kommentare

  • Teil 2 des Familientests: Kanufahren auf der Ardeche bei 40 Grad und strahlend blauem Himmel nachmittags von 14 bis 17 Uhr. Natürlich haben wir uns vorher alle ordentlich mit SPF50 eingecremt, aber dann stündlich mit der Beyerschen Sonnencreme nachgelegt, da sie aufgrund der mineralischen Filter sofort wirkt. Ich fand den Pflegefaktor auch sehr angenehm, denn man wurde andauernd klatschnass und die Haut fühlte sich sehr trocken an, insbesondere im Gesicht.

    Außerdem: sie läuft nicht in die Augen, das habe ich bei dünneren, milchigen Produkten oft, insbesondere nach einem Schwall Wasser im Gesicht.

    Ergebnis: niemand von uns 6 hat Sonnenbrand bekommen. Zumindest nicht an den Stellen, die eingerieben wurden. Wer seien Füße vergisst… hm, nun ja. Ich nicht. Provencehärtetest bestanden.

  • Eine Frage: Reibt die Sonnencreme am Kragen oder Rand des T-Shirts ab? Das ist immer, was mich von mineralische Sonnenschutz abhält …

    • nein, bei mir nicht. Er zieht ein (wie eine Creme) und dann konnte ich an meinem schwarzen T-Shirt keine Spuren finden

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